Schnelle Erdbeeren und unsere Angstgesellschaft

Deutsche Schüler bekommen als Süßigkeit getarnte Drogen! Koran-CDs mit Nervengift sind im Umlauf! Solche Meldungen verbreiten sich in privaten WhatsApp-Gruppen nahezu ungebremst. Das ist ein Symptom.

Medienwissenschaftler und -ethiker wie Bernhard Pörksen, Alexander Filipovic und John Hartley fordern auch angesichts dieser Entwicklung schon länger eine „redaktionelle Gesellschaft“. Eine, in der Menschen Fakten prüfen, bevor sie sie weitergeben.

Redaktionen und private Panikverbreiter arbeiten dabei versehentlich oder gar absichtlich denen zu, deren politisches Geschäftsmodell auf dem Angstmachen basiert.

Und die hat mit einem alten Bekannten zu tun: der Verfügbarkeitsheuristik. Wenn man über ein Thema ständig etwas hört, überschätzt man seine Relevanz. Wenn man etwas leicht aus dem Gedächtnis abrufen kann – sagen wir mal: Straftaten durch Flüchtlinge -, dann kommt es einem auch wahrscheinlicher vor. Deshalb bemühen sich die AfD und ihre Fußtruppen so intensiv und leider erfolgreich darum, dass von Flüchtlingen oder anderen Migranten begangene Straftaten möglichst viel Platz in der Berichterstattung bekommen. Das vergrößert die gefühlte Bedrohung, Fakten hin oder her.

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