Die Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) widersprechen Befürchtungen, dass bei einem Kohleausstieg Deutschlands mehr Kohlestrom aus dem Ausland importiert würde. Im Gegenteil könne der Ausstieg sogar dazu führen, dass der Anteil von erneuerbaren Energien in den Nachbarländern zunimmt.

Zurzeit wird ein Teil des deutschen Kohlestroms ins Ausland exportiert. Da er günstiger ist, verdrängt er dort vor allem emissionsärmere Gaskraftwerke. Die DIW-Forscher gehen davon aus, dass weniger deutscher Kohlestrom zu mehr Gaserzeugung führt. Die Atom- und Braunkohlekraftwerke in Länder wie Frankreich oder Polen seien ohnehin bereits ausgelastet. Darüber hinaus entstünden zusätzliche Anreize für den Ausbau erneuerbarer Energien, wenn die Möglichkeit des kostengünstigen Imports deutschen Kohlestroms entfalle. Der deutsche Kohleausstieg treibe somit die Dekarbonisierung in Europa voran.

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