Greenpeace-Studie: Deutsche Städte investieren nur wenig in sichere Radwege

Die sechs größten deutschen Städte investieren aus Sicht von Greenpeace viel zu wenig Geld in einen sicheren Radverkehr. Demnach gab keine der sechs größten deutschen Städte im Durchschnitt der vergangenen Jahre mehr als 5 Euro pro Kopf und Jahr für den Radverkehr aus. Städte wie Amsterdam und Kopenhagen dagegen investierten seit Jahrzehnten ein Vielfaches dessen. Dort werde deutlich mehr Rad gefahren, gleichzeitig verunglückten Radfahrende etwa zehnmal seltener. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Untersuchung von Greenpeace.

„Die Bundesregierung muss Geld bereitstellen, damit Menschen mit dem Rad künftig sicher durch die Stadt kommen“, sagte Greenpeace-Verkehrs-Fachfrau Marion Tiemann. Bis zu 30 Prozent aller Autofahrten in Ballungsgebieten ließen sich auf das Fahrrad verlagern. Etwa die Hälfte der mit dem Auto zurückgelegten Wege sei kürzer als fünf Kilometer. Die Bedeutung des Rads im Verkehrsaufkommen steige kontinuierlich. Der Radverkehr könne enorm helfen, die Verkehrs- und Luftprobleme vieler Städte zu lösen. Dafür müssten Radwege breiter und Kreuzungen für Radfahrende sicherer gestaltet werden. Unsicherheit sei ein Hauptgrund, weshalb Menschen nicht häufiger das Rad nutzten.

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