Textilrecycling: Zum Putzlappen reicht es immer

Wir kaufen, kaufen und kaufen – und das gerne noch billiger als billig. Sale lautet das Zauberwort, früher Schlussverkauf. Zuletzt hat der Black Friday mit seinen Supersonderangeboten wieder die Kleiderschränke gefüllt.

Doch die Trends von heute sind der Müll von morgen. Und zwar bergeweise: 1,35 Millionen Tonnen abgetragener Kleidung fallen jährlich allein aus privaten Haushalten in Deutschland an. Jedes fünfte Kleidungsstück wird so gut wie nie getragen, wie eine repräsentative Onlineumfrage der Umweltschutzorganisation Greenpeace ergeben hat.

Neues Shirt aus alter Hose? Eine gute Idee, da es jährlich mehr als eine Million Tonnen Altkleider gibt. Doch Fasern hochwertig zu recyceln ist schwierig bis unmöglich.

Der Artikel im ZEIT MAGAZIN…

BMI-Plakate: Petition fordert Beseitigung und den Rücktritt von Seehofer

Das Bundesministerium des Innern wirbt bundesweit unter geflüchteten Menschen für eine freiwillige Rückkehr in ihre Heimat. Dagegen regt sich Protest. „Das BMI wirbt in bester Schnäppchen-Manier für eine ungewisse Zukunft, suggeriert ein Unerwünschtsein von Menschen mit Migrationshintergrund und bestärkt so rechte Denkmuster“.

Der Ärger über die Kampagne hatte sich in den vergangenen Tagen bereits im öffentlichen Stadtbild gezeigt. So wurden in Berlin Plakate mit Farbbeuteln beworfen, andere mit dem Schriftzug „Refugees Welcome“ überschrieben.

Rund 2.400 Plakate wurden bundesweit unter anderem in U-Bahn-Höfen aufgehängt. Es gibt sie in verschiedenen Sprachen, zum Beispiel Arabisch und Russisch, aber auch Paschtu und Farsi. Die zentrale Info: Wer bis zum 31. Dezember in sein Heimatland zurückkehrt, hat die Chance auf eine Übernahme der Wohnkosten von bis zu zwölf Monaten.

Zu lesen auf ze.tt…

Notarzt über blockierte Rettungsgassen: Was der Zeitverlust für Unfallopfer bedeutet

Im Sommer hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) an alle Kreis – und Landesverbände einen Fragebogen geschickt. Die Zentrale wollte wissen, wie groß das Problem mit den blockierten Rettungsgassen ist. 96 Rettungsteams aus ganz Deutschland haben geantwortet. Das Ergebnis ist beunruhigend: Mehr als 80 Prozent der Einsätze werden durch blockierte Rettungsgassen verzögert. Vom Stauende bis zum Einsatzort haben die Helfer deswegen im Schnitt fünf Minuten länger gebraucht.

Ein Notarzt erklärt, was das im Alltag für Folgen hat auf SPIEGEL ONLINE…

Gärten des Grauens

Gärten sind vielerorts zu wertvollen Rückzugsräumen für Tiere und Pflanzen geworden, die in der intensiv genutzten Agrarlandschaft kein Auskommen mehr finden. Naturschützer warnen allerdings vor einem Trend, der diesen Erfolg zunichtemachen könnte: Sie sehen die Artenvielfalt durch Mähroboter und andere intensive Formen der Gartenpflege in Gefahr.

Roboter fürs Rasenmähen und andere motorisierte Gartengeräte wie Laubbläser werden immer beliebter. Und auch Schneckenkorn und andere Pestizide kommen in Privatgärten nach wie vor zum Einsatz. Das alles aber kann unerwünschte Folgen für die Artenvielfalt haben, warnen Ökologen und Naturschützer. Sie sehen die Gefahr, dass die Gärten dadurch ihre Funktion als Refugien für Tiere und Pflanzen verlieren könnten.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat zum Beispiel eigens eine Kampagne ins Leben gerufen, um auf den ökologischen Wert naturnaher Privatgrundstücke hinzuweisen. „Gärten sind wichtige Rückzugsorte für viele Arten, die immer weniger Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeiten in unserer Kulturlandschaft finden“, erklärt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb.

Der Artikel auf Spektrum.de…

IEEFA-Studie: Traum von der sauberen Kohle ist aus

Der Traum von der sauberen Kohle, deren Energie ohne Freisetzung des Treibhausgases CO2 genutzt werden kann, ist in den USA wohl endgültig geplatzt. Nachdem in den vergangenen Jahren viele Versuchsanlagen technische und wirtschaftliche Probleme gemeldet haben, hat das US-Forschungsinstitut IEEFA (Institute for Energy Economics and Financial Analysis) nun eine vernichtende Bilanz gezogen.

Weiterlesen bei bizz-energy.com…

Über Tiere als Opfer der Modeindustrie und den Etikettenschwindel mit Kunstpelz

In der Modewelt wird Pelz noch immer stark nachgefragt! Als Kragen an Jacken, als Fellbommel an Mützen und sogar als Kissenbezug. Vergessen wird hierbei oft das Leid hinter diesem vermeintlichen Modetrend. Nerze, Füchse und Marderhunde werden wegen ihres Fells gezüchtet und verbringen ihr kurzes Leben in engen Käfigen.

Oftmals kaufen Verbraucher unwissentlich Echtpelz, der durch fehlende oder falsche Kennzeichnung in Kaufhäusern landet. Häufig wird außerdem Hunde- und Katzenfell als Kunstfell deklariert (zum Beispiel mit „100 % Polyester“), obwohl Import und Handel von Hunde- und Katzenfell in Deutschland verboten sind. China ist dafür bekannt, Marderhunde, die zur Familie der Füchse und Wölfe zählen, sowie Katzen und Hunde aufgrund ihres Fells zu halten und zu töten. Recherchen verschiedener Tierrechtsorganisationen dokumentieren regelmäßig katastrophale Zustände in Chinas Hunde- und Katzenfellindustrie.

Das Ende ihres Lebens ist für sogenannte Pelztiere ebenfalls mit Qualen verbunden. Nerze werden meist mit Kohlendioxid (CO2) oder Kohlenmonoxid (CO) vergast und ersticken qualvoll. Füchse und Marderhunde hingegen sterben durch Elektroschocks. Hierfür wird ein Gerät mit 2 Elektroden sowohl in den Mund als auch in den Enddarm der Tiere eingeführt.

Es ist dringend geboten, den Unsinn mit dem Kauf von Pelzapplikationen an Kleidungsstücken – egal ob echter oder Kunstpelz – einfach ganz bleiben lassen und damit ein Zeichen zu setzen!

Mehr dazu bei ProVeg…

Glühbirnen, Energiesparlampen und LED richtig entsorgen

Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und LED-Lampen gelten als Elektrogeräte und müssen wie diese getrennt entsorgt werden. Schließlich enthalten LED-Lampen oft Arsenverbindungen und Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren Quecksilber. Daher gehören solche Altlampen nicht in die graue Restmülltonne oder zum Altglas. Damit enthaltene Schadstoffe umweltgerecht entsorgt und Wertstoffe recycelt werden können, müssen Altlampen bei Händlern oder den örtlichen Wertstoffhöfen abgeben werden.

Mehr zum Thema bei der Deutschen Umwelthilfe…

Anrufe ins EU-Ausland sollen 2019 billiger werden

Das EU-Parlament hat für ein neues Gesetzespaket gestimmt, wonach Kosten für Mobilfunkgespräche aus dem eigenen Land in einen anderen EU-Staat auf 19 Cent pro Minute gedeckelt werden. SMS sollen maximal sechs Cent kosten.

Das Gesetzespaket sieht auch vor, dass Handynutzer im Fall einer Katastrophe oder eines Terroranschlags gewarnt werden.

Stimmt nun noch der Europäische Rat zu, werden die Änderungen am 15. Mai 2019 wirksam.

Die Meldung auf sueddeutsche.de…

Berlins Wassermangel wird immer dramatischer

2018 hat es in Berlin und Umgebung nur halb so viel geregnet wie sonst. Das Land muss mit Brandenburg und Sachsen darüber verhandeln, wie es an Wasser kommt.

„Die Situation ist angespannt“, sagt Derk Ehlert von der Berliner Umweltverwaltung: Ein Speicherbecken in der sächsischen Oberlausitz sei schon leer, und im brandenburgischen Spremberg nähere sich die letzte Talsperre vor Berlin der Grenze, von der an entweder die Schotten geschlossen oder der Spreewald mit einer von Eisenocker aus dem Braunkohleabbau verschmutzten Brühe erstickt werden müssten.

Steigende Pegel melden nur die Rückhaltebecken, in denen mit Sulfat belastetes Wasser aus den Braunkohlegruben zurückgehalten wird. „Diese Becken sind demnächst voll“, sagt Ehlert. Wenn sie überlaufen, ohne dass sauberes Flusswasser ihren Inhalt verdünnt, steigt der Sulfatgehalt der Spree weiter an. Das ist zunächst nur für Bauwerke problematisch, denen das Salz der Schwefelsäure zusetzt. Aber unvermeidlich steigt dann auch die Konzentration im Großen Müggelsee, um dessen Ufer das Wasserwerk Friedrichshagen Trinkwasser für mehrere hunderttausend Berliner gewinnt.

Im Tagesspiegel…

Der Schmerz zählt nicht

Warum dürfen weiterhin Ferkel ohne Betäubung kastriert werden? Weil die Menschen immer noch glauben, sie dürften Tiere bis zum Äußersten benutzen.

Vor fünf Jahren entschied die große Koalition, dass das betäubungslose, sprich für das Ferkel sehr schmerzhafte Kastrieren ein Ende haben müsse. Weil jedoch Eber schwer zu vermarkten sind (das Fleisch einiger Eber riecht auch nach Eber), genehmigte die Regierung den „Ferkelerzeugern“ eine fünfjährige Übergangsfrist.

Die „Ferkelerzeuger“ und ihre im Deutschen Bauernverband organisierten Vertreter taten in diesen vergangenen fünf Jahren vieles, nur nicht tierschutzrechtlich unbedenkliche Alternativen entwickeln. Des Weiteren nutzte der Bauernverband die Übergangsfrist dazu, tatsächlich schonende Möglichkeiten zu verunglimpfen, und brachte das Wort „Hormonfleisch“ in Umlauf. Damit ist die Immunokastration gemeint: Durch Impfung wird im Ferkel ein bestimmtes Hormon unterdrückt, sodass das Fleisch des Tieres keinen Ebergeruch entwickelt. Es ist also genau genommen das Gegenteil von Hormonfleisch.

Aber welche Rolle spielen solche Details, wenn die „Ferkelerzeuger“ sich während der fünf Jahre sowieso darauf verlassen konnten, dass irgendjemand in der dem Bauernverband eng verbundenen CDU die Übergangsfrist verlängern würde? Und so kam es.

Das Ergebnis: Die Ferkel dürfen weiter gequält werden. Die „Ferkelerzeuger“ haben der Politik versprochen, diesmal vielleicht wirklich die Übergangsfrist zur Umstellung ihrer Praxis zu nutzen.

Große Mitschuld an der ganzen Misere trifft aber natürlich auch alle Menschen, die (maßlos) Fleisch essen und an der Ladentheke möglichst billig an ihren Tierkadaver kommen möchten.

Dass derartige Grausamkeiten im Jahr 2018 möglich sind, ist ein Zeugnis dafür, wie weit das Tier „Mensch“ in Wirklichkeit entwickelt ist. Vielleicht bleibt ja dem einen oder anderen Homo sapiens der Schweinebraten am Sonntag im Halse stecken. Mahlzeit!

Zum Artikel auf ZEIT ONLINE…

Geschlechtserkennung im Ei soll Kükenschreddern verhindern

Millionen männliche Küken werden in Brütereien getötet, wo nur Legehennen gebraucht werden. Eine neue Technologie soll dafür sorgen, dass sie gar nicht erst schlüpfen.

Tierschützer dagegen halten das Aussortieren männlicher Küken generell nicht für sinnvoll. „Das ist keine Lösung im Sinne einer verantwortungsvollen Tierzucht, denn Hennen müssen auch weiterhin Höchstleistung erbringen“, erklärte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Zum Artikel auf ZEIT ONLINE…