Klimabündnis macht Front gegen LNG-Terminals

Ein Bündnis aus 25 Umweltverbänden, Nichtregierungsorganisationen und Bürgerinitiativen kritisiert in einer gemeinsamen Stellungnahme die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums in Sachen LNG-Terminals für den Import von US-Fracking-Gas. Dieses möchte den Investoren beim Netzanschluss für Flüssigerdgas entgegenkommen. Nur per Zufall hätte ein Teil der interessierten Öffentlichkeit davon erfahren, dass die Anschluss- und Betriebskosten nun auf die Öffentlichkeit umgelegt werden sollen.

Umweltverbände verweisen schon länger darauf, dass auch Erdgas ein fossiler Energieträger ist, der zur Rettung des Weltklimas mittelfristig aus der Nutzung genommen werden müsse. Bei Fracking-Gas würde die Klimabilanz teilweise schlechter ausfallen als bei Kohle. Auch in Hinblick auf die Pflicht zur vollständigen Dekarbonisierung bis 2050 sei der Ausbau zusätzlicher fossiler Infrastruktur eine „Fehlinvestition in verlorene Vermögenswerte.“

Zum Artikel auf bizz-energy.com…

Eine heikle Partnerschaft

Wenn Umweltschützer und Konzerne kooperieren, können sie eine Menge erreichen. Zumindest theoretisch. So ist der deutsche WWF seit 2009 ein Partner der Edeka-Genossenschaft. Die Tierrechtler von Peta verhandeln mit Wiesenhof – jenen Hähnchenmäster, den sie zugleich öffentlich „Wiesentod“ nennen. Eine „Bienen-Aktion“ im Penny-Markt war eine Gemeinschaftsidee vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Penny-Mutter Rewe Group. Einzig für Greenpeace kommt so eine Kooperation nicht in Betracht.

Ein Realitäts-Check auf brandeins.de…

Durchbruch bei Biodiesel aus Algen erzielt

Ein Team um den Forscher Swomitra Mohanty von der University of Utah habe die Lösung zur Herstellung von Biosprit aus Algen gefunden.

Er und sein Team schießen einen Lösungsmittelstrahl auf rieselnde Algenteilchen. Dieser entreißt den Algen das Öl und transportiert es weiter. Das Lösungsmittel wird, wenn es gesättigt ist, dem Reaktionsgefäß entnommen und wiederaufbereitet, sodass es sich erneut anwenden lässt. Eine energieintensive Trocknung entfalle.

Zum Beitrag auf SONNENSEITE.com…

Macht deinen Alltag nachhaltiger mit dem GLS Girokonto

csm_Kampagnen_Header_nachh_Leben_180820_e51152fb6cMit dem Geld ihrer Kunden finanziert die GLS Bank nur sinnvolle nachhaltige Unternehmen und Projekte wie Windkraftanlagen, Wohnprojekte, Hersteller von Naturkosmetik und ökologischer Textilien – und natürlich die ökologische Landwirtschaft. Willst du sicher sein, dass dein Geld und deine Bank nur gute Dinge finanzieren?

Mehr bei der GLS Bank…

Streit über Grenzwerte: EU lässt Scheuer auflaufen

Verkehrsminister Scheuer wünscht sich von der EU eine Neubewertung der Schadstoffgrenzwerte. Die zuständigen Kommissare weisen die Anfrage süffisant ab.

Zum Artikel auf SPIEGEL ONLINE…

„Der Autofahrer ist absolut asozial“

Hermann Knoflacher ist der geistige Vater der weitgehend autofreien Wiener Innenstadt. Der Professor für Verkehrswissenschaften bezeichnet das Auto als Virus, dessen Geschwindigkeit dem Menschen keinerlei Nutzen bringt.

Der Artikel im manager magazin…

Erste Hilfe: Wie du im Ernstfall Leben rettest

Unfall, Schlaganfall, Herzinfarkt, Verletzungen, Ohnmacht: In diesen Situationen muss Jeder Erste Hilfe leisten. Doch wie gehe ich am Unfallort vor? Wie bediene ich einen Defibrillator? Wie funktionieren Beatmung und Herzdruckmassage?

Wissenswertes rund um die richtige Erste Hilfe auf süddeutsche.de…

Erste Hilfe bei Herzstillstand: Einfach Leben retten

Er ist sehr häufig ein überflüssiger Tod in Deutschland: der plötzliche Herztod. Schätzungsweise 80 000 bis 100 000 Menschen sterben jedes Jahr, weil plötzlich das Herz ausfällt und kein Blut mehr in Gehirn und Körper pumpt. Dabei zählt jede Sekunde. Die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem plötzlichen Herzstillstand verringert sich mit jeder verstrichenen Minute um etwa zehn Prozent.

Dabei ist die Therapie einfach und bekannt: Der nächtsstehende Passant müsste schnell die Notrufnummer 112 anrufen, sich dann über den Betroffenen beugen und ihm etwa 100-mal pro Minute fünf Zentimeter tief den Brustkorb eindrücken.

Es ist eine andauernde Tragödie, dass in Deutschland nach Daten der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiolgie und Intensivmedizin vermutlich nur jeder Dritte mit Herzstillstand diese simple Hilfe erfährt, manche Schätzungen liegen noch deutlich darunter. Deutschland liegt damit im europäischen Vergleich im unteren Drittel.

Womöglich liegt das Problem gar nicht am fehlenden Wissen, sondern am mangelnden Mut. Das ist wohl die wichtigste Botschaft: Nichthandeln ist auf jeden Fall die schlechteste Option. Leute, helft bitte!

Ein Kommentar von Christian Weber auf süddeutsche.de…

Ausstieg aus der Kohlekraft erfordert deutlich mehr Tempo bei erneuerbaren Energien

Der Fahrplan für das Ende der Kohle steht: Das letzte Kraftwerk soll spätestens 2038 abgeschaltet werden. Dafür muss das Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien allerdings enorm anziehen.

Der Beitrag auf Spektrum.de…

Plastikverpackung: Vermeiden statt verwalten

Das neue Verpackungsgesetz soll die Umwelt vom Plastikmüll befreien. Aus Umweltsicht ist die wichtigste Regelung im neuen Gesetz: höhere Recyclingquoten für Verpackungen. Seit Januar müssen die Systeme also dafür sorgen, dass mehr Plastik tatsächlich recycelt wird. Das Verpackungsgesetz schreibt außerdem vor, dass Plastikverpackungen werkstofflich verwertet werden müssen. Aber es tut wenig, um den Müllberg zu verkleinern. Unternehmen und Bürgerinitiativen gehen viel weiter.

Eine Analyse von Sophia Schirmer auf ZEIT ONLINE…

Nur weil man zur Arbeit kommt, ist man noch lange nicht gesund

Einige Unternehmen belohnen ihre Beschäftigten dafür, wenn sie sich bei der Arbeit lange nicht krankmelden. Der damit geförderte Präsentismus könnte steigen, wenn immer mehr Arbeitgeber ein Bonusprogramm einführen für die bloße Tatsache, dass jemand an seinem Schreibtisch sitzt oder hinter der Theke steht.

Dabei ist der wirtschaftliche Schaden groß: Rund ein Zehntel des Bruttoinlandsproduktes gingen verloren durch Menschen, die eigentlich zu krank zum Arbeiten seien, heißt es in einem Artikel in der Fachzeitschrift ASU, einer Zeitschrift für medizinische Prävention.

Der komplette Artikel auf ZEIT ONLINE…

Problematische Abfallverbrennung in Kohlekraftwerken

Nach Recherchen des WDR wurden 2017 insgesamt 1,6 Millionen Tonnen Abfälle und Produktionsrückstände in nordrhein-westfälischen Kohlekraftwerken verbrannt. Größter Einzelposten ist Klärschlamm. In Nordrhein-Westfalen machen die Reste aus den kommunalen und industriellen Kläranlagen etwa die Hälfte der mitverbrannten Stoffe aus. Der Vorteil für die Kraftwerksbetreiber: Sie sparen die Ausgaben für den üblichen Brennstoff Kohle und die CO2-Zertifikate.

Kritikern ist die Verbrennung von Abfällen in Kohlekraftwerken seit langem ein Dorn im Auge. Der Kieler Umwelt-Toxikologe Hermann Kruse warnt gegenüber dem WDR vor erhöhten Schadstoff-Emissionen. Kohlekraftwerke seien eben keine Müllverbrennungsanlagen.

Zum Beitrag auf WDR.de…

UN-Report warnt vor fünf folgenreichen Umweltgefahren

Die Nutzen und Risiken von Gentechnik, die Folgen auftauender Permafrostböden und die Zerschneidung der Lebensräume von Tier und Mensch durch gigantische Bauprojekte wie Staudämme, Eisenbahntrassen oder Überlandstraßen: Die Vereinten Nationen warnen in ihrem Unep-Bericht vor diesen und weiteren Gefahren für Umwelt und Ökologie. „All diese Umwelterscheinungen haben tiefgreifende Folgen für unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Ökosysteme“, schreiben die UN-Umweltexperten in ihrem Report, der kurz vor Beginn der UN-Umweltkonferenz im kenianischen Nairobi veröffentlicht wurde.

Mehr dazu im Artikel auf ZEIT ONLINE…

Facebook missachtet mal wieder die Privatsphäre

Handynummern nutzt Facebook für Werbung – auch dann, wenn Nutzer mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung nur ihre Konten sichern wollen. Neu ist das nicht, was zeigt, wie sorgenfrei viele mit Daten umgehen.

Ich selbst habe meinen Facebook-Account zwischenzeitlich gelöscht, für Kurznachrichten nutze ich nur noch Threema.

Der Artikel über Facebooks Datensammelwut auf ZEIT ONLINE…
Und hier geht es zu Threema…

Schluss mit scheinheiligen Spielchen in der deutschen Umweltpolitik!

Viel versprechen, wenig bis gar nichts tun: So funktioniert deutsche Klimapolitik unter Angela Merkel. Klar, dass Umweltministerin Schulze das ändern will. Die Union ist düpiert.

Schulze hat die Vertreter der Unionsparteien damit auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Weil die erstens nicht geglaubt haben, dass eine Sozialdemokratin in der Umweltpolitik so mutig sein würde und dabei auch noch ihre Parteiführung hinter sich hat. Und weil sie zweitens dadurch schlicht und einfach ertappt wurden. Schulzes Initiative dokumentiert allen: In der Umwelt und Klimapolitik sind CDU und CSU schlicht blank.

Eine Kolumne von Petra Pinzler auf ZEIT ONLINE…

Zulassung für Glyphosat bis zum Jahresende verlängert

Das sogenannte „Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit“ hat die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat bis zum Jahresende verlängert – dem Vernehmen nach ohne neue Auflagen und Einschränkungen. Dabei hatte die Bundesregierung angekündigt, künftig auf das umstrittene Herbizid verzichten zu wollen.

Das von der Firma Bayer produzierte Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Bayer muss sich deshalb in den USA auch gerade vor Gericht verantworten.

Mehr über die neue Posse aus der Regierung Merkel auf ZEIT ONLINE…

Wie Google, amazon und Microsoft das Klima anheizen

Mehrere große IT-Konzerne haben in jüngerer Zeit Partnerschaften mit der Ölindustrie aufgebaut und tragen damit aktiv zur Klimakatastrophe bei. Dabei geben sie sich gerne als besonders umweltfreundlich und verantwortungsbewusst. Google hilft mit moderner Technik, mehr Öl zu fördern, amazon macht mit Werbeausssagen wie „Verkürzung der Zeit bis zum ersten Öl“ keinen Hehl daraus, dass man der fossilen Industrie helfen will, die Klimakatastrophe weiter zu befeuern.

Der Artikel auf golem.de…

EuGH-Gutachterin für strenge Auslegung bei Luftschadstoffen

Im Streit über Messstationen für Luftschadstoffe plädiert die zuständige Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof für eine strenge Auslegung des EU-Rechts. Schon wenn an einzelnen Messstellen die Grenzwerte für Stickstoffdioxid oder Feinstaub überschritten werden, solle dies als Verstoß gegen EU-Vorgaben zur Luftqualität gelten, erklärte EuGH-Generalanwältin Juliane Kokott in ihrem Gutachten zu einem Fall aus Belgien. Es müsse also kein Mittelwert aller Messstationen in einem Gebiet gebildet werden (Aktenzeichen C-723/17). Zuletzt äußerte CSU-Chef Markus Söder Zweifel an der Platzierung der Apparate und der Aussagekraft der Messwerte.

Der Beitrag auf ZEIT ONLINE…