Datteln 4: Armutszeugnis deutscher Energiewende in Regelbetrieb

Der Energieversorger Uniper sorgt in Nordrhein-Westfalen für einen „Quantensprung für den Klimaschutz“, so Ministerpräsident Armin Laschet. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wird der Meiler zusätzlich 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre blasen. Ein verheerendes Signal für die deutsche Energiewende, die einst als Vorbild für die Welt dienen sollte.

Hinzu kommt, dass der billige (weil nicht gesamtgesellschaftlich betrachtet) und dreckige Kohlestrom die Energieerzeugung aus Gas, die deutlich weniger klimaschädlich ist, verdrängt. Flexible Gaskraftwerke werden für die Transformation des Energiesystems im Gegensatz zu Kohlekraftwerken aber unbedingt benötigt.

Nebenbei bemerkt: 400 Megawatt (MW) der 1.100 MW-Anlage gehen an die Deutsche Bahn. Die wäre aus ihrem Vertrag aus dem Jahr 2007 zwar gern raus gekommen, muss den dreckigen Strom aber nun doch abnehmen. Ob man jetzt wohl nochmal die Streifen am ICE ändert – von rot auf grün, nun auf grau?

Mehr dazu bei cleanthinking.de…

1&1 berechnet Telefonkonferenzen extra

Damit die Teil­nahme an Tele­fon­kon­fe­renzen nicht teuer wird, bieten zahl­reiche Anbieter seit vielen Jahren Fest­netz­num­mern für das Einwählen in den Konfe­renz­raum an. Bei fast allen Provi­dern kostet die Teil­nahme an einer derar­tigen Konfe­renz also keine Zusatz­ge­bühr, wenn der Kunden eine Fest­netz- oder Allnet-Flat hat.

Eben­falls seit vielen Jahren bildet 1&1 hierbei eine unrühm­liche Ausnahme, und zwar sowohl bei seinen Fest­netz- als auch bei seinen Handy-Tarifen. Und selbst in Zeiten wie jetzt, in denen viele Arbeit­nehmer im Home-Office arbeiten, möchte 1&1 nicht von dieser Praxis abrücken.

teltarif.de…

Nepper, Schlepper, Strahlenfänger

Du fürchtest dich vor 5G-Strahlung? Ein USB-Stick aus England stellt die „Kohärenz der Geometrie der Atome“ wieder her. Und dann war da noch der „NoCovid-COIN“, „Kill Bill XP“ und das neuartige Nahrungsergänzungsmittel „Kuh-Anon“.

Eine Glosse von Eike Kühl auf ZEIT ONLINE…

Endlich: Twitter markiert Trump-Tweets als „irreführend“

Zwischen Donald Trump und dem von ihm viel genutzten Online-Dienst Twitter ist es zu einem heftigen Konflikt gekommen. Nachdem das Unternehmen erstmals zwei Tweets des Präsidenten als inhaltlich irreführend gekennzeichnet hatte, reagierte Trump erbost und warf Twitter vor, sich in die Präsidentschaftswahl im November „einzumischen“. Nun drohte er sogar mit der Schließung von Online-Netzwerken – natürlich bei Twitter.

Mehr hier bei ZEIT ONLINE…

Koalition legt Streit um Windkraft bei

Wie groß der Abstand zwischen Windrädern und Gebäuden ist, das sollen die Länder künftig selbst entscheiden können. Damit endet einer der zähesten und skurrilsten Konflikte seit Beginn der Energiewende. „Endlich hat die große Koalition den Gordischen Knoten durchschlagen“, sagte Simone Peter, Chefin des Bundesverbands Erneuerbare Energie. Die Solarwirtschaft drängt nun zur Eile. „Jetzt dürfen wir keine Zeit mehr verlieren“, sagte Carsten Körnig, Chef des Branchenverbands BSW Solar. Für die Abschaffung des Solar-Deckels sei es mittlerweile höchste Eisenbahn. Die Union hatte die Aufhebung des Solardeckels an eine Einigung im Windkraftstreit geknüpft.

Michael Bauchmüller auf sueddeutsche.de…

17. Mai: Internationaler Tag gegen Homophobie

Am 17. Mai 1990 – heute vor genau dreißig Jahren – beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) längst Überfälliges: Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Der 17. Mai wurde daraufhin zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen. Das Europäische Parlament betonte im Januar 2006, dass Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung auf das Schärfste verurteilt wird – eine Kampfansage gegen Homophobie und Hassgewalt, der alle Mitgliedstaaten verpflichtet sind.

Der heutige Tagesschau-Beitrag dazu auf tagesschau.de…

#glaubnichtalles was du hörst!

Verschwörungsmythen sind manipulativ, liefern einfache und widerspruchsfreie Antworten und klare Feindbilder und vermitteln ein Gefühl der Überlegenheit. Und sie werden durch Faktoren wie Existenzunsicherheit, Hilflosigkeitserleben, ein geringes Selbstwertgefühl und soziale Isolation begünstigt, sagt die Psychologin Dorothee Scholz. Sie  sind oft nicht nur harmloser Unsinn, sondern gefährlich. Der Entschwörungsgenerator der Amadeu Antonio Stiftung zeigt, warum.

Mehr auf amadeu-antonio-stiftung.de/glaubnichtalles…

Nebenbei ein großer Intelligenztest?

Manchmal kommt es mir so vor, als wäre die Corona-Pandemie nebenbei ein großer Intelligenztest. Bin ich in der Lage, die aktuelle Situation zu erfassen und die einfachen Regeln umzusetzen? Verstehe ich, dass ich im Zweifel nicht nur mich, sondern auch andere gefährde und Leben aufs Spiel setze?

Nach dem Lockerungsmarathon der Bundesländer kommt es mir jedenfalls so vor, als hätten viele die Situation nicht verstanden. Da legt man die Regeln einfach mal so aus, wie es einem passt (oder informiert sich am besten gar nicht richtig) und trifft sich wieder mit Freunden, besucht Bekannte, lädt zum abendlichen Grillen und zum Kaffeekränzchen ein und demonstriert gegen die nach seriösen Wissenschaftlern notwendigen Maßnahmen. So, als wäre alles vorbei. Diese Menschen sind jeder für sich ein kleiner Trump, der macht, was er will und nur an sich denkt. Leute, ich verstehe Euch nicht!

Ein Präsident verliert die Kontrolle

Donald Trump hat genug. Genug von dem lästigen Virus, genug von den Fragen der Reporter, erst recht genug von Experten, deren Fakten ihn als Narzissten dastehen lassen, der für seine Wiederwahl Leben riskiert. Obwohl er in der Öffentlichkeit fast hysterisch darauf besteht, dass er die Pandemie erfolgreich manage, ahnen inzwischen auch seine Anhänger, dass das nicht stimmt. Er steht unter Druck. Denn das Virus ist anders als alle bisherigen Gegner: Es lässt sich weder kaufen noch bedrohen, es kann nicht niedergebrüllt werden und auch nicht gefeuert.

Eine Analyse von Johanna Roth auf ZEIT ONLINE…

Gerät die Verkehrswende unter die Räder?

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Die Autoindustrie pocht seit Wochen auf schnelle Kaufanreize in der virusbedingten Wirtschaftskrise. Gefördert werden sollen aus Sicht der Branche nicht nur klimafreundliche E-Autos, sondern auch Benziner und Diesel. „Mit Kaufprämien für Abgasautos gerät die Verkehrswende unter die Räder“, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan in Berlin. „Statt jetzt Motoren aus dem letzten Jahrhundert zu retten, sollte Kanzlerin Merkel den klimafreundlichen Umbau der Autoindustrien ankurbeln.” Nach Berechnungen von Greenpeace könnten Rettungsgelder für Diesel und Benziner zusätzliche CO2-Emmissionen von rund 90 Millionen Tonnen verursachen. „Wer von der Bundesregierung jetzt mit Prämien zum Diesel- oder Benzinerkauf verleitet wird, schafft sich über Jahre kein abgasfreies E-Auto an“, so Stephan.

Zum Beitrag auf greenpeace.de…

Dutzende Unternehmen fordern eine ambitioniertere Klimapolitik

Mehr Klimaschutz, auch in und nach der Corona-Krise: Mit diesem Appell haben sich fast 70 deutsche Firmen zum Auftakt des Petersberger Klimadialogs an die Politik gewandt. Zu den Unterzeichnern gehören Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, darunter Thyssenkrupp, Allianz, Bayer, E.ON, Puma, Otto und die Telekom. Zusammen beschäftigen sie nach eigenen Angaben in Deutschland knapp eine Million und weltweit mehr als drei Millionen Menschen und stehen für einen globalen Umsatz von etwa einer Billion Euro. Die Unternehmen fordern, eine ambitionierte Klimapolitik zum „zentralen Bestandteil“ der Wirtschafts- und Industriepolitik auch nach der Corona-Krise zu machen.

Zum Beitrag auf SPIEGEL.de…

„Die massenhafte Verbreitung von Bullshit ist das Problem“

Verschwörungstheorien, die gezielt in Umlauf gebracht werden, Rechtsextreme, die das Virus nutzen, um damit ihre Verteufelung von Migration zu begründen, eine enorme Menge an Fake-Produkten, die nun über das Internet beworben und vertrieben werden, falsche Atemschutzmasken und Pseudomedikamente. Peter Pomerantsev hat ein Sachbuch über Desinformation und Wirklichkeitsverzerrungen auf Social Media geschrieben.

Das Interview von Dirk Peitz auf ZEIT ONLINE…

Jetzt zu echtem Ökostrom wechseln und den Tafeln helfen!

Die Idee: Jetzt wo eh alle zuhause sind, können wir Dinge tun, die schon lange auf der To Do-Liste stehen. Beispielsweise zu echtem Ökostrom wechseln. Denn der Klimawandel macht keine Pause.

Hinzu kommt: Um den Tafeln kurzfristig zu helfen, werden für jeden Stromanbieterwechsel 30 € an den Verein Die Tafel Deutschland e. V. gespendet. Bei Veröffentlichung dieses Beitrags sind schon mehr als 1.300 € für Bedürftige und Obdachlose zusammen gekommen. Ein toller Auftakt, aber da geht noch mehr!

Zur Kampagnenseite changeyourstrom.net…

Apple Pay: jetzt auch Volks- und Raiffeisenbanken dabei

Die Volks­banken und Raiff­ei­sen­banken bieten ihren Kunden ab sofort die Nutzung von Apple Pay an. Das funk­tioniert mit Mastercard und Visa, aber noch nicht mit der Girocard. Damit ist Apple Pay nun auch mit meiner Mastercard der von mir stets gern empfohlenen sozial-ökologischen GLS Bank möglich.

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Der Beitrag auf teltarif.de…

dpa-Faktencheck: Corona-App

Die von der Bundesregierung geplante Corona-Warn-App ruft in sozialen Netzwerken Kritiker auf den Plan. In einem Beitrag wird etwa behauptet, die „Corona Überwachungs App“ solle nicht mehr als App, „sondern in Zusammenarbeit von Google und Apple als Update im System von Android und iOS verankert werden“. Der Rat bei Facebook lautet deshalb: Nutzer sollen die Funktion „Automatische Updates“ deaktivieren. Unsinn!

Hier die Fakten im Presseportal der dpa…

WHO: Coronavirus nicht aus einem Labor

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Wir sollten ganz einfach künftig mit Tieren vernünftig umgehen und uns vermehrt bis ausschließlich pflanzlich ernähren, um das Risiko einer solchen Zoonose deutlich zu reduzieren, kann ich dazu nur anmerken.

Quelle: ZEIT ONLINE

Corona-App: Wissenschaftler warnen vor beispielloser Überwachung

Es hatte alles so gut angefangen. Am 1. April stellten 130 Wissenschaftler und Unternehmer unter dem Namen PEPP-PT einen Ansatz vor, der das neue Coronavirus eindämmen helfen sollte: Mit ihrem Konzept sollten Länder europaweit datenschutzfreundliche Apps bauen können, die grenzübergreifend funktionieren. Auch die Bundesregierung setzt dafür auf die Initiative PEPP-PT. Nun kritisieren 300 Forschende deren Ansatz – wegen gravierender Datenschutzmängel.

Der Beitrag auf ZEIT ONLINE…