Datteln 4: Armutszeugnis deutscher Energiewende in Regelbetrieb

Der Energieversorger Uniper sorgt in Nordrhein-Westfalen für einen „Quantensprung für den Klimaschutz“, so Ministerpräsident Armin Laschet. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wird der Meiler zusätzlich 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre blasen. Ein verheerendes Signal für die deutsche Energiewende, die einst als Vorbild für die Welt dienen sollte.

Hinzu kommt, dass der billige (weil nicht gesamtgesellschaftlich betrachtet) und dreckige Kohlestrom die Energieerzeugung aus Gas, die deutlich weniger klimaschädlich ist, verdrängt. Flexible Gaskraftwerke werden für die Transformation des Energiesystems im Gegensatz zu Kohlekraftwerken aber unbedingt benötigt.

Nebenbei bemerkt: 400 Megawatt (MW) der 1.100 MW-Anlage gehen an die Deutsche Bahn. Die wäre aus ihrem Vertrag aus dem Jahr 2007 zwar gern raus gekommen, muss den dreckigen Strom aber nun doch abnehmen. Ob man jetzt wohl nochmal die Streifen am ICE ändert – von rot auf grün, nun auf grau?

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Endlich: Twitter markiert Trump-Tweets als „irreführend“

Zwischen Donald Trump und dem von ihm viel genutzten Online-Dienst Twitter ist es zu einem heftigen Konflikt gekommen. Nachdem das Unternehmen erstmals zwei Tweets des Präsidenten als inhaltlich irreführend gekennzeichnet hatte, reagierte Trump erbost und warf Twitter vor, sich in die Präsidentschaftswahl im November „einzumischen“. Nun drohte er sogar mit der Schließung von Online-Netzwerken – natürlich bei Twitter.

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Dieses Schlachtfeld hat keine Grenzen

Die chinesische Regierung versucht mit großem Einsatz, ihre Rolle im Verlauf der Corona-Pandemie neu zu erzählen. Wir sollen vergessen, dass die anfänglichen Vertuschungsversuche des COVID-19-Ausbruchs durch China maßgeblich dazu beigetragen haben, dass sich dieses Virus zu einer Jahrhundertseuche entwickeln und über die ganze Welt verbreiten konnte.

„Was wir hier erleben, folgt tatsächlich einer Strategie der Kriegführung, die von der Kommunistischen Partei Chinas vor über zwanzig Jahren entwickelt wurde“, so Franka Lu. Sie ist chinesische Journalistin und Unternehmerin und arbeitet in China und Deutschland.

Auf ZEIT ONLINE berichtet sie kritisch über Leben, Kultur und Alltag in China…

Zweiter Frühling für Sparvorwahlen im Festnetz

Die Einführung von Call-by-Call war der Startschuss für die Liberalisierung im Telekommunikationssektor. Aktuell sind die Sparvorwahlen wieder gefragter denn je. Mit diesen ist es möglich, teils deut­lich preis­werter zu tele­fo­nieren. Die Vorwahlen können allerdings nur von Telekom-Kunden über den Fest­netz­an­schluss genutzt werden.

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„Um uns zu lehren, dass es auch mit 101 Jahren noch eine Zukunft gibt“

In Italien ist ein 101-Jähriger nach einer Coronavirus-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden, berichtet ZEIT ONLINE. Der Mann sei 1919 geboren worden, als die Spanische Grippe in Europa wütete. Er habe harte Zeiten durchlebt mit Krieg, Schmerz und Hunger, aber auch Fortschritt und Wiederaufbau gesehen.

Mehr bei ZEIT ONLINE im COVID-19 Live Blog (Meldung vom 26.03.2020, 17:44 Uhr)…

Wie stabil ist das Internet in Zeiten von Corona?

Auch wenn künftig noch mehr Menschen Home Office machen, Teenager Online Games spielen und Musikerinnen ihre Konzerte per Video-Streaming geben, gibt es keine Anzeichen dafür, dass das Internet mittelfristig zusammenbrechen könnte. Allerdings könnten sich die Ausfälle bei einzelnen Diensten häufen, wenn diese nicht gut vorbereitet sind. In dem Fall hilft, wie bei vielen Dingen derzeit, einfach nur abzuwarten.

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Greenpeace klaut „C“ an CDU-Parteizentrale

An der Berliner CDU-Zentrale fehlt der erste der drei gut zwei Meter großen Buchstaben des roten Parteilogos. Greenpeace-Aktivisten hatten es von der gläsernen Fassade des Konrad-Adenauer-Hauses entfernt und das verbleibende „DU“ um den Schriftzug „sollst das Klima schützen“ ergänzt.

Mit der Aktion will die Umweltschutzorganisation nach eigenen Angaben „gegen die desaströse Umwelt- und Klimapolitik der CDU“ protestieren. Zwar redeten Unionspolitiker ständig davon, die Schöpfung bewahren zu wollen, blieben aber dafür nötige Maßnahmen schuldig. „Die CDU kann nicht ewig vom Bewahren der Schöpfung sprechen, ohne auch etwas dafür zu tun“, sagte eine Greenpeace-Sprecherin. „Das schwache Klimapaket hat diesen politischen Etikettenschwindel endgültig auffliegen lassen.“ (Foto: Greenpeace)

Mehr dazu, inklusive eines kurzen Videos, auf ZEIT ONLINE…

Die Bauern spielen das „Lied vom Tod“

Tausende Trecker verstopften am Donnerstag unter lautem Hupen die Hamburger Innenstadt. Die Landwirte protestieren gegen die Umweltpolitik der Bundesregierung. Das Gesetzespaket verpflichtet die Bauern, neue Umweltauflagen zu erfüllen, weil die Landwirtschaft als ein wesentlicher Verursacher des Artensterbens gilt sowie von Umweltproblemen wie zu hohen Nitratwerten im Grundwasser.

Die Bauern behaupten, sie würden von einer Welle der Sympathie in der Bevölkerung getragen. Aber das scheint fragwürdig. Bestimmte Forderungen wie die, nicht Opfer des freien Welthandels zu werden und mit Agrarprodukten überschwemmt zu werden, die kaum Menschenrechts- oder Naturschutzstandards entsprechen – so etwas scheinen viele Verbraucher zu teilen. Mit ihren Vorbehalten gegen mehr Naturschutz ist die Bewegung dagegen politisch isoliert. Zuletzt war die AfD die einzige Partei, die Verständnis für sämtliche Forderungen zeigte und betonte, „fest an der Seite der deutschen Bauern“ zu stehen.

Der Beitrag von Nils Klawitter auf SPIEGEL ONLINE…

Hubert Aiwanger: O’stochn is!

Es war ein kleiner Schritt für Hubert Aiwanger, den stellvertretenden Ministerpräsidenten von Bayern, als er kürzlich auf einer Jagdmesse sagte, dass Bayern und Deutschland sicherer wären, wenn alle anständigen Bürgerinnen und Bürger ein Messer in der Tasche tragen dürften. „Es war aber, so zeigt es unsere innenpolitische Kristallkugel, ein großer Schritt für die Sicherheit unseres Landes. Und ein mutiger Stich ins Herz der politischen Korrektheit.“

Die Glosse von Anna Mayr im ZEIT Magazin…

ProVeg: Klimaschutzprogramm der Regierung enttäuscht

Das Klimakabinett hat nach monatelangen Verhandlungen die Eckpunkte des Maßnahmenprogramms vorgelegt, mit dem die deutschen Klimaziele 2030 erreicht werden sollen. Leider ist dabei kein großer Wurf gelungen. Problematisch seien insbesondere die Maßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung, so ProVeg. „Ohne eine deutliche Senkung der Emissionen aus der Tierhaltung werden wir keine Chance haben, den Klimawandel auf die im Pariser Abkommen verankerte 1,5-Grad-Grenze zu beschränken. Dabei steht Deutschland zudem als reiche Industrienation besonders in der Pflicht.“

Der Beitrag bei ProVeg…

„Autofahren muss das neue Rauchen sein“

Der kanadisch-dänische Stadtplaner und Experte für urbane Mobilität Mikael Colville-Andersen findet, es sollte eine Autoscham geben. Der Verkehr in den Städten sei der Schlüssel, um den Klimawandel zu bekämpfen. Mikael Colville-Andersen arbeitet weltweit mit Regierungen zusammen und berät sie zu Fragen der fahrradfreundlichen Stadt der Zukunft. Wie sieht seine Vision einer Stadt aus? (Foto: Jens Kalaene/​dpa, Susanne Modler)

Das Interview auf ZEIT ONLINE…

Vorsicht vor dem Kuschelkapitalismus!

Der Kapitalismus, wie wir ihn heute kennen, ist erledigt. Das zumindest wollen ausgerechnet 181 Firmenchefs, alles Mitglieder des Business Roundtable, der schlagkräftigsten Lobbygruppe der US-Großkonzerne, der Welt weismachen. Der Washingtoner Verband veröffentlichte jüngst eine Art Manifest, in dem CEOs erklärten, künftig nicht mehr allein die Steigerung der Gewinne für die Anteilseigner zum Ziel zu haben, sondern auch der Gesellschaft verpflichtet zu fühlen.

Der konservative New York Times Kolumnist Ross Douthat sieht in der Entdeckung des sozialen Gewissens der CEOs allerdings lediglich ein Ablenkungsmanöver.

Heike Buchter (New York) auf ZEIT ONLINE…

Nestlé setzt voll auf die Vegan-Strategie

Der Lebensmittelriese ist seit Jahren umstritten. Nun schreibt sich Nestlé Gesundheit und Nachhaltigkeit auf die Fahnen. Mal sehen, ob das etwas wird!

Der Pflanzenburger auf Sojabasis jedenfalls ist seit April auf dem deutschen Markt und laut Nestlé ein Verkaufshit. Im Oktober nun kommt veganes Hackfleisch dazu. „Vegane Produkte waren früher nur etwas für Wollsockenträger“, sagte Nestlé-Deutschlandchef Marc-Aurel Boersch vor Journalisten. „Inzwischen ist es eine Bewegung.“

Katrin Terpitz im Handelsblatt…