H&M: Vegane Schuhe aus Ananas-Leder

H&M ist nicht gerade für Nachhaltigkeit bekannt – dennoch macht das Unternehmen schon ein paar Sachen besser: Die Fast-Fashion-Modekette verwendet für einzelne Kleidungsstücke nachhaltige Materialien und bringt jedes Jahr eine Kollektion heraus, die komplett aus solchen besteht.

Die Stoffe, die H&M dabei regelmäßig verwendet, kennen kleine, faire Labels schon lange: Etwa die Holzfaser Tencel, Bio-Baumwolle und recyceltes Polyester.

Für die aktuelle „Conscious Exclusive Kollektion“ setzt die Modekette zusätzlich auf drei eher außergewöhnlichere Materialien: Bloom-Foam, ein Weichschaumstoff aus Algenbiomasse, Orange Fiber, ein Stoff aus Zitrussaft-Nebenprodukten, der Seide ähnelt – und veganes Leder aus Ananasfaser.

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Photovoltaik und Windkraft decken Strombedarf am Ostermontag zeitweise fast vollständig

Die erneuerbaren Energien lieferten um 12 Uhr zusammen 56 Gigawatt – bei einem Verbrauch von 61 Gigawatt. Der Preis an der Strombörse fiel am Ostermontag in der Spitze auf minus 83,01 Euro pro Megawattstunde.

Auch am Dienstag nach Ostern machten die erneuerbaren Energien über viele Stunden hinweg den Löwenanteil der Stromzerzeugung aus.

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Durchbruch bei Biodiesel aus Algen erzielt

Ein Team um den Forscher Swomitra Mohanty von der University of Utah habe die Lösung zur Herstellung von Biosprit aus Algen gefunden.

Er und sein Team schießen einen Lösungsmittelstrahl auf rieselnde Algenteilchen. Dieser entreißt den Algen das Öl und transportiert es weiter. Das Lösungsmittel wird, wenn es gesättigt ist, dem Reaktionsgefäß entnommen und wiederaufbereitet, sodass es sich erneut anwenden lässt. Eine energieintensive Trocknung entfalle.

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Problematische Abfallverbrennung in Kohlekraftwerken

Nach Recherchen des WDR wurden 2017 insgesamt 1,6 Millionen Tonnen Abfälle und Produktionsrückstände in nordrhein-westfälischen Kohlekraftwerken verbrannt. Größter Einzelposten ist Klärschlamm. In Nordrhein-Westfalen machen die Reste aus den kommunalen und industriellen Kläranlagen etwa die Hälfte der mitverbrannten Stoffe aus. Der Vorteil für die Kraftwerksbetreiber: Sie sparen die Ausgaben für den üblichen Brennstoff Kohle und die CO2-Zertifikate.

Kritikern ist die Verbrennung von Abfällen in Kohlekraftwerken seit langem ein Dorn im Auge. Der Kieler Umwelt-Toxikologe Hermann Kruse warnt gegenüber dem WDR vor erhöhten Schadstoff-Emissionen. Kohlekraftwerke seien eben keine Müllverbrennungsanlagen.

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AfD, Trump, FPÖ und Lega Nord: Das Netzwerk der Klimaleugner

Nach der Europawahl im Mai könnten die Rechtspopulisten zum echten Problem für den Klimaschutz werden. „Die EU muss in den kommenden Jahren viel tun, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen“, erklärt Alexander Carius, Geschäftsführer von Adelphi. „Aber Klimapolitik war auf europäischer Ebene schon immer schwierig. Und sie dürfte nach der Europawahl unter den neuen politischen Konstellationen noch schwieriger werden.“ Im neuen Europaparlament würden Prognosen zufolge bis zu 25 Prozent Rechtspopulisten sitzen. Dazu komme, dass in sieben EU-Mitgliedstaaten bereits jetzt Rechtspopulisten in der Regierung seien. „Das Ambitionsniveau europäischer Klimapolitik droht daher deutlich zu sinken“, meint Carius.

Der Artikel im Tagesspiegel…

Betreute Menschen dürfen nicht von Wahlen ausgeschlossen werden

Menschen, die Betreuung benötigen, dürfen in Deutschland bislang nicht wählen. Mehrere Betroffene hatten Beschwerde gegen ihren Ausschluss von der Bundestagswahl 2013 eingelegt. Nach Angaben des Bundesverfassungsgerichts waren damals 81.220 voll betreute Menschen betroffen. Der Zweite Senat in Karlsruhe monierte nun einen Verstoß gegen den Grundsatz der Allgemeinheit der Wahl nach Artikel 38 und gegen das Verbot der Benachteiligung wegen einer Behinderung nach Artikel 3 des Grundgesetzes.

Der Artikel auf ZEIT ONLINE…

Katholische Kirche: Hass auf Schwule nach außen, Homophilie im Innern

Im Herzen der katholischen Weltkirche herrschen Bischöfe, die Homosexualität offiziell ablehnen und unterdrücken, aber selbst homosexuell sind. Diese Doppelmoral ist nach Ansicht des französischen Journalisten und Autors Frédéric Martel einer der Hauptgründe für das funktionierende Macht- und Schweigekartell innerhalb des Vatikans. Und ein Schlüssel für die anderen großen Probleme der Kirche: den sexuellen Missbrauch, das Festhalten am Zölibat, den Kampf gegen Kondome, die Frauenfeindlichkeit und den Priestermangel.

„Der Vatikan ist eine der größten homosexuellen Gemeinschaften der Welt. Selbst in einem so symbolträchtigen Schwulenviertel wie Castro in San Francisco, das heute allerdings etwas durchmischter ist, dürfte es kaum so viele Schwule geben.“

Eine Rezension von Wolfgang Thielmann auf ZEIT ONLINE…

Berlins Wassermangel wird immer dramatischer

2018 hat es in Berlin und Umgebung nur halb so viel geregnet wie sonst. Das Land muss mit Brandenburg und Sachsen darüber verhandeln, wie es an Wasser kommt.

„Die Situation ist angespannt“, sagt Derk Ehlert von der Berliner Umweltverwaltung: Ein Speicherbecken in der sächsischen Oberlausitz sei schon leer, und im brandenburgischen Spremberg nähere sich die letzte Talsperre vor Berlin der Grenze, von der an entweder die Schotten geschlossen oder der Spreewald mit einer von Eisenocker aus dem Braunkohleabbau verschmutzten Brühe erstickt werden müssten.

Steigende Pegel melden nur die Rückhaltebecken, in denen mit Sulfat belastetes Wasser aus den Braunkohlegruben zurückgehalten wird. „Diese Becken sind demnächst voll“, sagt Ehlert. Wenn sie überlaufen, ohne dass sauberes Flusswasser ihren Inhalt verdünnt, steigt der Sulfatgehalt der Spree weiter an. Das ist zunächst nur für Bauwerke problematisch, denen das Salz der Schwefelsäure zusetzt. Aber unvermeidlich steigt dann auch die Konzentration im Großen Müggelsee, um dessen Ufer das Wasserwerk Friedrichshagen Trinkwasser für mehrere hunderttausend Berliner gewinnt.

Im Tagesspiegel…

Geschlechtserkennung im Ei soll Kükenschreddern verhindern

Millionen männliche Küken werden in Brütereien getötet, wo nur Legehennen gebraucht werden. Eine neue Technologie soll dafür sorgen, dass sie gar nicht erst schlüpfen.

Tierschützer dagegen halten das Aussortieren männlicher Küken generell nicht für sinnvoll. „Das ist keine Lösung im Sinne einer verantwortungsvollen Tierzucht, denn Hennen müssen auch weiterhin Höchstleistung erbringen“, erklärte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Zum Artikel auf ZEIT ONLINE…

Ein erschütterndes Video bringt Nestlé, Unilever und Co. in Erklärungsnot

Ein Video von Greenpeace, auf dem zu sehen ist, wie in Indonesien eine große Regenwaldfläche abgeholzt wird. Es sind erschreckende Aufnahmen, die die Umweltorganisation Greenpeace veröffentlicht hat. In der Provinz Papua wurde ein 5000 Hektar großes Waldgebiet vernichtet, um Platz für eine neue Palmöl-Plantage zu schaffen. Die verantwortliche Firma, die zum jemenitischen Konglomerat Hayel Saeed Anam (HSA) gehört, beliefert oder belieferte unter anderem Großkonzerne wie Nestlé, Unilever, Mars und PepsiCo. Obwohl die vier Großkonzerne in ihren Richtlinien klar festlegen, kein Palmöl zu verwenden, für dessen Herstellung Regenwald abgeholzt wurde, scheint die Realität anders auszusehen. Das legt zumindest das Video nahe.

Der Bericht und das Video auf BUSINESS INSIDER…

25. Weltvegantag: Zehn Tipps für (werdende) Veganer

Am 1. November 2018 wird der internationale Weltvegantag zum 25. Mal gefeiert. Diesen Aktionstag führte die britische Vegan Society anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ein. Vegan lebende Menschen in aller Welt verbreiten an diesem Tag Informationen über ihre Lebensweise. ProVeg hat einige Empfehlungen zusammengestellt, die Veganerinnen und Veganern und denen, die es werden wollen, den Alltag erleichtern.

Diese findest du hier…

Bio-Bauern verklagen Regierung

Drei deutsche Bio-Landwirte verklagen gemeinsam mit Greenpeace die Bundesregierung, weil diese zu wenig gegen den Klimawandel unternehme. Die Klimaziele seien justiziabel und bindend, heißt es in einer Erklärung der Umweltschutzorganisation.

Die Bundesregierung verstoße gegen Grundrechte, wenn sie nicht weitere Maßnahmen ergreife, um das deutsche Klimaziel für das Jahr 2020 noch zu erreichen, heißt es darin weiter. Deutschland will bis zu diesem Jahr die Treibhausgas­emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 reduzieren.

Zum Artikel auf taz.de…

Die Öko-Lüge: Wie die Bundesregierung den Klimaschutz ignoriert

Einst wurde Merkel als Klimakanzlerin gefeiert. Doch der CO2-Rückgang ist zum Stillstand gekommen. Dabei könnte mehr Einsatz gegen Erderwärmung auch die Wirtschaft voranbringen.

Will Deutschland beim Klimaschutz jetzt noch relevante Fortschritte machen, fängt es an wehzutun. In jedem Fall gilt: Der Ausstoß des Klimagases CO2 müsste drastisch teurer werden, damit die Deutschen ihren Lebensstil ändern. Sie müssten weniger SUV fahren und mehr U-Bahn. Flixbus und ICE müssten die innerdeutschen Billigflüge ersetzen – und der Tofuburger zumindest hin und wieder das 1,99-Steak vom Discounter.

Alles spricht dafür, dass Deutschland und Europa gemeinsam mit einer weltweiten Koalition der Willigen nicht nachlassen in ihren Klimaschutzanstrengungen. „Es ist im Interesse der Wirtschaft, Deutschland auf einen vernünftigen, klimafreundlichen und nachhaltigen Innovationskurs zu bringen“, sagt Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Lösch beklagt, dass es der Bundesregierung „an Konsequenz bei der Umsetzung von Klimazielen“ fehle. „Sie befindet sich in einem permanenten Zielkonflikt mit anderen wichtigen Interessen wie Wachstum, Beschäftigung, Strompreisen, aber auch den Interessen von Immobilienbesitzern oder Pkw-Haltern“, so der Befund Löschs. „Am Ende stehen dann oft unglückliche Kompromisse.“ Nur zur Erinnerung: Das ist nicht die Wortmeldung eines Ökoverbands, sondern die offizielle Position der mächtigsten Lobbyorganisation der deutschen Industrie. Lange Zeit waren große Teile der Wirtschaft skeptisch, war ihr Beharrungsvermögen beachtlich.

Zum lesenswerten Artikel auf handelsblatt.com…

Donald Trump kündigt Ausbau des US-Atomwaffenarsenals an

US-Präsident Donald Trump hat einen Ausbau des amerikanischen Atomwaffenarsenals angekündigt. Vor Journalisten sagte Trump, sein Land werde seinen Bestand an Atomwaffen ausbauen, bis „die Leute zur Vernunft kommen“. Er fügte hinzu, diese Bemerkung richte sich an China und Russland.

Russland warnte vor globalen Sicherheitsrisiken, sollten die USA aus dem Abrüstungsabkommen aussteigen. Das mache die Welt zu einem „gefährlicheren Ort“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Russland wolle den USA deshalb entgegenkommen.

Der INF-Vertrag wurde 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion ausgehandelt. Das Abkommen untersagt den Bau und Besitz landgestützter, atomar bewaffneter Raketen oder Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometern. Die USA und Russland werfen einander vor, den Vertrag gebrochen zu haben.

Zum Artikel auf ZEIT ONLINE…

Sexualisierte Gewalt: Mythos der Falschbeschuldigung

Wenn Frauen Männer der sexualisierten Gewalt beschuldigen, gibt es einen gesellschaftlichen Reflex. Anstatt den Anschuldigungen zunächst Glauben zu schenken, werden sofort Gründe und Motive bemüht, warum diese falsch sein könnten.

Dabei ist die Angst vor der Falschbeschuldigung irrational. Solche Fälle sind so selten, dass sie es nicht rechtfertigen, dass beinahe jede Frau, die mit dem Vorwurf der Vergewaltigung an die Öffentlichkeit geht, mit ihnen konfrontiert wird.

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