UN-Generalsekretär Guterres: Klimawandel bringt Welt an den Abgrund

UN-Generalsekretär António Guterres hat vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels gewarnt. Die Welt nähere sich dem Abgrund und sei existenziell bedroht, betonte Guterres in New York. Die Menschen müssten bis 2020 entschlossen handeln. Sie müssten sich vom Verbrauch fossiler Brennstoffe lösen. Sonst werde der Klimawandel immer schneller und sei nicht mehr aufzuhalten sein, unterstrich Guterres.

Die Hitzewellen des Sommers seien ein Vorbote auf eine gefährliche Zukunft, sagte der UN-Generalsekretär. Er appellierte an Politiker, Wirtschaftsvertreter und Wissenschaftler, entschlossen die Führung im Kampf gegen die Erderwärmung zu übernehmen.

Die Staaten müssten den Pariser Klimavertrag ernst nehmen. Vor drei Jahren hatten sich die Regierungen geeinigt, den Temperaturanstieg auf unter zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Das Paris-Abkommen sei das absolute Minimum, um den Klimawandel zu bekämpfen, betonte Guterres.

Quelle: faz.net…

Welche Erkenntnisse das Enthüllungsbuch über Trump bringt und was es verschweigt

„Die tiefe Frustration von Donald Trumps engsten Mitarbeitern über die Wutausbrüche, die Ignoranz und die Sprunghaftigkeit des Präsidenten durchzieht das Enthüllungsbuch »Fear« des legendären Watergate-Reporters Bob Woodward wie ein roter Faden. Dass selbst Kabinettsmitglieder Trump manchmal als Idioten bezeichnet haben sollen, hat schon vor dem Erscheinen des Buches für Schlagzeilen in den USA gesorgt.“

Zum Artikel der Neuen Zürcher Zeitung…

USA drohen Richtern in Den Haag mit Sanktionen

Die USA haben dem Internationalen Strafgerichtshof mit Sanktionen gedroht, sollten Ermittlungen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen von Amerikanern in Afghanistan vorangetrieben werden. Wenn das Gericht gegen Bürger der USA, Israels oder anderer verbündeter Staaten vorgehe, werde seine Regierung Einreiseverbote und Finanzsanktionen gegen die Richter und Staatsanwälte verhängen, warnte der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton, in einer Rede in Washington. Zudem könnten sie vor ein US-Gericht gestellt werden.

„Die USA werden zu jedem Mittel greifen, um unsere Bürger und die unserer Verbündeten vor ungerechter Verfolgung von diesem illegitimen Gericht zu schützen“, sagte Bolton. Dem US-Sicherheitsberater zufolge könnte das Gericht schon bald den Beginn von formellen Ermittlungen zu diesen Vorwürfen verkünden. Dabei gehe es nach seinen Angaben unter anderem um die angebliche Misshandlung von Häftlingen.

Lesen auf ZEIT ONLINE…

Einsatz gegen Braunkohlegegner: Polizei rückt in Hambacher Forst vor

Die Polizei ist am Mittwochmorgen mit einem großen Aufgebot in Teile des Hambacher Forstes vorgerückt. Der Wald am Rheinischen Braunkohletagebau ist teilweise von Tagebau-Gegnern und Waldschützern besetzt. Mitarbeiter des Energieunternehmens RWE begannen mit schwerem Gerät, Hindernisse wie Baumstämme am Waldboden wegzuräumen. Die Polizei schütze die Arbeiter dabei, sagte Polizeisprecher Paul Kemen. Das Energieunternehmen RWE Power will für den Braunkohleabbau mehr als 100 der verbliebenen 200 Hektar Wald abholzen.

Die Rodung ist laut RWE nötig, um den Tagebau fortzusetzen. Gegen die Abholzung gibt es aber seit langem heftige Proteste von Waldbesetzern vor Ort. Darüber hinaus fordert ein breites Bündnis von Natur- und Klimaschützern einen Rodungsstopp, solange die bundesweite Kohlekommission in Berlin miteinander im Gespräch ist.

„Die Polizei versucht, die komplette Bewegung zu kriminalisieren und zu diffamieren“, sagte Emil Freytag von der „Aktion Unterholz“. Er verwies darauf, dass die Polizei den Hambacher Forst als „gefährlichen Ort“ definiert habe und seitdem Personen ohne konkreten Anlass kontrollieren könne.

Zum Artikel auf faz.net…

AUFRUF: Wer seinen Strom tatsächlich noch von RWE respektive innogy bezieht, sollte spätestens jetzt wechseln! Zum Beispiel zu Greenpeace Energy – mehr dazu unter meinen Links…
Übrigens: RWE steckt in vielen Stromangeboten, neben innogy zum Beispiel auch in LEW, eprimo und teilweise in vermeintlich lokalen Stadtwerken – genau hinsehen, googeln, nachfragen!

Endloses Wirtschaftswachstum: „Ernteausfälle, Hitzetote und Umweltflüchtlinge sind die Rückzahlungen, die wir leisten müssen“

Hat das Wirtschaftswachstum ein Ende? Oder ist der Glaube von Staaten und Unternehmen an ein stetes Wachstum und ein jährlich steigendes Bruttoinlandsprodukt gerechtfertigt und sinnvoll? Dr. André Reichel, Professor für Internationales Management und Nachhaltigkeit an der International School of Management in Stuttgart, veröffentlicht in diesen Tagen mit dem Trendforscher Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut die Studie „Next Growth: Wachstum neu denken?“ Zentrale These: Die klassische, auf Maximierung von Wachstum fixierte Ökonomie ist in schweres Fahrwasser geraten und kommt in Teilen zum Erliegen. Er plädiert deshalb dafür, dass wir uns von den Wachstumszwängen befreien und neue Wege einschlagen. Er spricht vom humanen Kapitalismus.

Ein Gespräch über das mögliche Ende des jetzigen Systems und den quasi-religiösen Glauben an das Wirtschaftswachstum. „Materielles Wachstum auf einem materiell begrenzten Planeten hat natürlich Grenzen. Es ist bis heute der Trick der ökonomischen Wissenschaften, diese physikalische Binsenweisheit zu überdecken.“

Das Interview von Benjamin Reibert auf sueddeutsche.de…

„Niemand hat die wahre Geschichte von Mengele gekannt“

Es ist die wahre Geschichte, die Olivier Guez in „Das Verschwinden des Josef Mengele“ beschreibt. Der französische Autor kommt dem KZ-Arzt von Auschwitz und seinem Leben in Südamerika nach dem Krieg sehr nah.

„Ich wollte zwei Fragen beantworten. Es gibt sehr verschiedene Rätsel über Josef Mengele. Aber was wichtig für mich war, es ist ein Leben danach. Mengele nach Mengele. Wie ist dieser Mann nach Südamerika gegangen, wer hat Mengele in Südamerika geholfen, wie hat das funktioniert. Was hat der BND gemacht, was hat der Mossad gemacht, und so weiter.“

Olivier Guez im Gespräch mit Andrea Gerk, veröffentlicht auf Deutschlandfunk Kultur…

DIW-Studie: Deutscher Kohleausstieg stärkt Erneuerbare in Europa

Die Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) widersprechen Befürchtungen, dass bei einem Kohleausstieg Deutschlands mehr Kohlestrom aus dem Ausland importiert würde. Im Gegenteil könne der Ausstieg sogar dazu führen, dass der Anteil von erneuerbaren Energien in den Nachbarländern zunimmt.

Zurzeit wird ein Teil des deutschen Kohlestroms ins Ausland exportiert. Da er günstiger ist, verdrängt er dort vor allem emissionsärmere Gaskraftwerke. Die DIW-Forscher gehen davon aus, dass weniger deutscher Kohlestrom zu mehr Gaserzeugung führt. Die Atom- und Braunkohlekraftwerke in Länder wie Frankreich oder Polen seien ohnehin bereits ausgelastet. Darüber hinaus entstünden zusätzliche Anreize für den Ausbau erneuerbarer Energien, wenn die Möglichkeit des kostengünstigen Imports deutschen Kohlestroms entfalle. Der deutsche Kohleausstieg treibe somit die Dekarbonisierung in Europa voran.

Zum Artikel bei bizz.energy…

„Es passiert nichts, nichts, nichts“

Unter dem Eindruck des Extremsommers fordern Klimaschützer von der Bundesregierung mehr Tempo beim Kampf gegen die Erderwärmung – und einen raschen Kohleausstieg. Doch der scheint in weiter Ferne.

Nach den neuen Erkenntnissen zum Klimawandel hagelt es Vorwürfe. Umweltschützer attestieren der Bundesregierung schwere Versäumnisse in der Klimapolitik. Um die Erdüberhitzung zu stoppen, forderten Verbände seit Jahren eine zügige Neuausrichtung in der Klimapolitik, erklärt der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Olaf Tschimpke. Passiert sei aber „nichts, nichts, nichts“.

Auch der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger nutzt scharfe Worte: Wer im Kampf gegen die Klimakrise jetzt nicht handle, versündige sich an der Zukunft. Die Bundesrepublik sei einst Vorreiter in Sachen Klimaschutz gewesen, aber alle ambitionierten Ziele für die Jahre 2020, 2030 und 2050 würden verfehlt.

Am Montag stieg nun der weltgrößte Rückversicherer aus dem Kohlegeschäft aus. Munich Re kündigte an, nicht mehr in Aktien und Anleihen von Unternehmen zu investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle verdienen. Ohne Versicherungsschutz könnte es für Investoren zu riskant werden, Kohlekraftwerke zu finanzieren. Und damit bekommt die Kohleindustrie ein echtes Problem.

Der komplette Artikel bei tagesschau.de…

Deutlich mehr Solarstrom

Aus Windkraft kommt insgesamt am meisten Ökostrom, doch der Supersommer bringt auch den Solarkraftwerken einen reichen Ertrag: Aus Wind und Sonne ist im ersten Halbjahr 2018 im Norden und Osten Deutschlands deutlich mehr Energie gewonnen worden als in der Vorjahresperiode. Die Photovoltaik-Anlagen profitierten dabei von dem fast durchgängig sonnigen Wetter seit April.

Weiterlesen bei heise online…

Hoover-Damm: Sonnenstrom mit Wasser speichern

Endlich auch mal gute Nachrichten aus den USA: Die Stadtverwaltung der Millionenstadt Los Angeles hat einen Plan für einen gigantischen Stromspeicher entwickelt. Das Amt für Wasser und Energie will laut New York Times einen Staudamm zum Energiespeicher aufrüsten, den weltbekannten Hoover-Damm. Der Damm staut den Colorado-River in der Nähe von Las Vegas auf einer Länge von 170 Kilometern zum Lake Mead auf, dem größten Stausee der Vereinigten Staaten.

Das Problem ist bisher, dass Kalifornien tagsüber gigantische Mengen Solarstrom produziert – doch nachts müssen klassische Kraftwerke einspringen.

Und das sieht der Plan vor: Der Staudamm soll mit leistungsfähigen Pumpen aufgerüstet werden. Diese könnten tagsüber – wenn viel Strom verfügbar ist – Wasser die rund 200 Meter hohe Staustufe hinaufpumpen, also zurück in den Stausee. Nachts würde dann Wasser abgelassen, das die Stromgeneratoren des bereits vorhandenen Wasserkraftwerks antreibt.

Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch in Deutschland Pumpspeicherkraftwerke. Sie zeichnen sich durch einen verhältnismäßig hohen Wirkungsgrad aus.

Zum Artikel bei SPIEGEL ONLINE…

Profitgier ohne Gewissen: Zigaretten als Pausenbrot

In den Industrieländern sterben der Tabakindustrie die Raucher weg. Deshalb will sie neue Kunden gewinnen – vor allem in Afrika. Dafür tut sie fast alles. Auf die medizinische Behandlung solcher Krebsfälle „sind die afrikanischen Staaten gar nicht vorbereitet“. Die WHO beschreibt, wie die Industrie Zigaretten in rauen Mengen an Schulkinder verschenkt, um diese schon früh süchtig zu machen.

Wenn Profitgier keine Grenzen kennt…

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So korrigiert man übrigens Männer, die Leistungen von Frauen übergehen

Der Tennisprofi Andy Murray musste sich nach seiner bitteren Niederlage im Halbfinale des Wimbledon-Turniers bei einer Pressekonferenz den Fragen der Journalist*innen stellen. Keine schöne Aufgabe in so einem Moment, vermutlich könnten alle Sportler*innen sich da bessere Dinge vorstellen. Der Schotte Murray war dennoch auf Zack, wie ein kurzer Videoausschnitt der Konferenz zeigt.

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Brennbare Wärmedämmung – auch in Deutschland ein tödliches Risiko

Wie eine riesige Fackel brannte der Londoner Grenfell Tower. Entflammbare Dämmplatten als Brandbeschleuniger – droht diese Gefahr auch in Deutschland? Kritiker warnen schon seit längerem, dass auch in Deutschland vor allem billige Dämmstoffe wie Polystyrol verbaut werden, die sehr wohl brennbar sind. Schon 2014 warnte etwa der NDR, auch Flammschutzmittel könnten nicht verhindern, dass ganze Fassaden in Flammen aufgehen. Dies sei das Ergebnis von Brandtests, die eine Arbeitsgruppe im Auftrag der Bauministerkonferenz durchgeführt habe.

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Mutmaßlicher Schütze von Unterföhring soll in den USA polizeibekannt sein

Der Mann, der am Dienstag im S-Bahnhof Unterföhring um sich geschossen haben soll, hat nach Medienberichten in den USA wegen verschiedener Vergehen mit der Polizei zu tun gehabt. Er soll erst einen Tag vor der Schießerei aus Athen angereist sein und zunächst offenbar willkürlich auf einen Fahrgast in der S-Bahn eingeprügelt haben. Wie der 37-Jährige bei der Polizeikontrolle am Bahnsteig in Unterföhring schließlich an die Waffe eines Beamten gelangen konnte, wird derzeit noch untersucht. Bei der Schießerei wurden vier Personen verletzt, darunter eine Polizistin lebensgefährlich. Gegen den mutmaßlichen Täter wurde inzwischen ein Unterbringungsbefehl in der Psychiatrie erlassen.

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Schießerei in Unterföhring: Zeugenaufruf

Für eine rasche und umfassende Aufklärung bittet die Polizei um aktive Mithilfe.

Wer Foto-, Video- oder Audioaufnahmen vom Ereignisort bzw. aus der unmittelbaren Umgebung des Geschehens, zum Beispiel auch aus der S-Bahn heraus, gemacht oder zugesendet bekommen hat, den bittet die Polizei, die Dateien möglichst umgehend über ein Upload-Formular zur Verfügung zu stellen – auch anonym – oder sich direkt an die Polizei zu wenden.

(Der Aufruf des Hinweisformulars werde von der Polizei nicht protokolliert.)