Warum Touristen die Welt zerstören

„Gute Reisende sind herzlos“, schrieb Elias Canetti vor 50 Jahren. Der Schriftsteller hatte bei einem Marrakeschbesuch mit unverhohlenem Interesse blinde Bettler beobachtet. Obwohl in seiner Beschreibung noch die ursprüngliche Faszination durchscheint, spiegelt sie auch das Erschrecken über das eigene respektlose Verhalten.

Ein weitaus stärkeres Erschrecken müsste eigentlich heutige Touristen befallen. Denn ein „guter Reisender“ lebt nun mit ungleich größeren Widersprüchen. Auch er unterhält jenes konsumistische Verhältnis zu seinem Gastland und dessen Attraktionen, für das Canetti sich schämte. Jeder Ferienflieger verstärkt mit seinem CO2-Ausstoß den Klimawandel und trägt so zur Zerstörung jener natürlichen Räume und Städte bei, um derentwillen die Reisenden aufbrechen.

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Trump hebt Importverbot für erjagte Elefanten auf

Die Zahl Afrikanischer Elefanten ist in den letzten zehn Jahren um ein Fünftel zurückgegangen. Künftig dürfen sie dennoch wieder in die USA eingeführt werden. Trump hat seinem Sohn gerade ein krankes Geschenk gemacht: er hat das Gesetz geändert, damit amerikanische Jäger (wie Trump Junior!) Elefanten ermorden und ihre Köpfe als Trophäen nach Hause bringen dürfen.

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