Protest für den Hambacher Wald: Der ganz persönliche Kohleausstieg

Die geplante Abholzung des Hambacher Walds kostet den Energiekonzern RWE Kunden. Plötzlich schnellt die Nachfrage nach Ökostrom in die Höhe. Die RWE-Kunden wechseln im großen Stil zu Ökostromanbietern.

„Viermal mehr Kunden als normalerweise üblich“ wechselten aktuell zu Greenpeace Energy, teilte der Ökostromer kürzlich mit. Besonders seit Beginn der Räumung der Baumhäuser sei die Nachfrage nach sauberem Strom spürbar angestiegen.

Der Großteil der Neukunden sei zuvor bei den mit dem Essener Energiekonzern RWE verbundenen Versorgern innogy, eprimo und Rheinenergie sowie bei deren konventionellen Wettbewerbern E.ON, EnBW und Vattenfall unter Vertrag gewesen, analysierte die Hamburger Energiegenossenschaft.

Welche Macht aufgebrachte Kunden haben, hatte im Jahr 1995 der Energiekonzern Shell erleben müssen. Als er die ausgediente Ölplattform Brent Spar im Meer versenken wollte, brachen nach einer Greenpeace-Aktion die Umsätze an den Shell-Tankstellen so drastisch ein, dass der Konzern einlenkte. Nicht auszuschließen, dass nun der Hambacher Wald für RWE zur Brent-Spar-Erfahrung wird.

Also: Mitmachen und zu einem echten Ökostromanbieter wechseln! Auch als Nicht-RWE-Kunde! Zum Beispiel zu Greenpeace Energy. Und am besten gleich zu einer Bank wechseln, die fossile Energien nicht unterstützt. Mehr zu beiden Themen unter meinen Links…

Der Artikel auf taz.de…

Norwegen will nur noch in nachhaltige Firmen investieren

Norwegen setzt im Kampf gegen Umweltverschmutzung und Verstöße gegen Menschenrechte ein Zeichen: Norwegens eine Billion Dollar schwerer Staatsfonds ist gemessen am verwalteten Vermögen der größte seiner Art und soll zukünftig nur in Firmen investieren, die streng nachhaltig wirtschaften. Ein Schwerpunkt der Norweger liegt dabei auf der Bekämpfung der Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik. Skandinavische Länder wie Schweden und Norwegen gelten seit Jahren als Vorreiter bei dem Thema ESG-Investitionen, was für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governmental (Unternehmensführung) steht.

Der Artikel auf WiWo.de…

Die größte Müllkippe der Welt ist gut versteckt

Plastikinseln, größer als viele Länder, sollen im Meer treiben. Ein falsches Bild. Es ist schlimmer: Unser Plastikmüll ist überall, selbst in der Tiefsee und der Arktis.

Die Müllstrudel im Meer mögen weit weg sein und kaum sichtbar. Und gerade in Deutschland wird fleißig Abfall getrennt und recht gut entsorgt. Doch unser Umweltbewusstsein ließe sich weiter schärfen. Noch schädigt das Plastik die Ökosysteme der Ozeane und beeinflusst den Menschen kaum. Es sieht aber nicht danach aus, als würde es so bleiben. Der Verbrauch von Plastik steigt weiter an. Auch in Deutschland. 80 Prozent des Plastikmülls, der in den Ozeanen landet, stammen von Land.

Ein Artikel von Maria Mast und Sven Stockrahm auf ZEIT ONLINE…

Warum Touristen die Welt zerstören

„Gute Reisende sind herzlos“, schrieb Elias Canetti vor 50 Jahren. Der Schriftsteller hatte bei einem Marrakeschbesuch mit unverhohlenem Interesse blinde Bettler beobachtet. Obwohl in seiner Beschreibung noch die ursprüngliche Faszination durchscheint, spiegelt sie auch das Erschrecken über das eigene respektlose Verhalten.

Ein weitaus stärkeres Erschrecken müsste eigentlich heutige Touristen befallen. Denn ein „guter Reisender“ lebt nun mit ungleich größeren Widersprüchen. Auch er unterhält jenes konsumistische Verhältnis zu seinem Gastland und dessen Attraktionen, für das Canetti sich schämte. Jeder Ferienflieger verstärkt mit seinem CO2-Ausstoß den Klimawandel und trägt so zur Zerstörung jener natürlichen Räume und Städte bei, um derentwillen die Reisenden aufbrechen.

Der komplette Artikel auf taz.de…

Trump hebt Importverbot für erjagte Elefanten auf

Die Zahl Afrikanischer Elefanten ist in den letzten zehn Jahren um ein Fünftel zurückgegangen. Künftig dürfen sie dennoch wieder in die USA eingeführt werden. Trump hat seinem Sohn gerade ein krankes Geschenk gemacht: er hat das Gesetz geändert, damit amerikanische Jäger (wie Trump Junior!) Elefanten ermorden und ihre Köpfe als Trophäen nach Hause bringen dürfen.

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Jetzt mitmachen: zur Petition von avaaz.org…