Eine heikle Partnerschaft

Wenn Umweltschützer und Konzerne kooperieren, können sie eine Menge erreichen. Zumindest theoretisch. So ist der deutsche WWF seit 2009 ein Partner der Edeka-Genossenschaft. Die Tierrechtler von Peta verhandeln mit Wiesenhof – jenen Hähnchenmäster, den sie zugleich öffentlich „Wiesentod“ nennen. Eine „Bienen-Aktion“ im Penny-Markt war eine Gemeinschaftsidee vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Penny-Mutter Rewe Group. Einzig für Greenpeace kommt so eine Kooperation nicht in Betracht.

Ein Realitäts-Check auf brandeins.de…

UN-Report warnt vor fünf folgenreichen Umweltgefahren

Die Nutzen und Risiken von Gentechnik, die Folgen auftauender Permafrostböden und die Zerschneidung der Lebensräume von Tier und Mensch durch gigantische Bauprojekte wie Staudämme, Eisenbahntrassen oder Überlandstraßen: Die Vereinten Nationen warnen in ihrem Unep-Bericht vor diesen und weiteren Gefahren für Umwelt und Ökologie. „All diese Umwelterscheinungen haben tiefgreifende Folgen für unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Ökosysteme“, schreiben die UN-Umweltexperten in ihrem Report, der kurz vor Beginn der UN-Umweltkonferenz im kenianischen Nairobi veröffentlicht wurde.

Mehr dazu im Artikel auf ZEIT ONLINE…

Schluss mit scheinheiligen Spielchen in der deutschen Umweltpolitik!

Viel versprechen, wenig bis gar nichts tun: So funktioniert deutsche Klimapolitik unter Angela Merkel. Klar, dass Umweltministerin Schulze das ändern will. Die Union ist düpiert.

Schulze hat die Vertreter der Unionsparteien damit auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Weil die erstens nicht geglaubt haben, dass eine Sozialdemokratin in der Umweltpolitik so mutig sein würde und dabei auch noch ihre Parteiführung hinter sich hat. Und weil sie zweitens dadurch schlicht und einfach ertappt wurden. Schulzes Initiative dokumentiert allen: In der Umwelt und Klimapolitik sind CDU und CSU schlicht blank.

Eine Kolumne von Petra Pinzler auf ZEIT ONLINE…

Zulassung für Glyphosat bis zum Jahresende verlängert

Das sogenannte „Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit“ hat die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat bis zum Jahresende verlängert – dem Vernehmen nach ohne neue Auflagen und Einschränkungen. Dabei hatte die Bundesregierung angekündigt, künftig auf das umstrittene Herbizid verzichten zu wollen.

Das von der Firma Bayer produzierte Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Bayer muss sich deshalb in den USA auch gerade vor Gericht verantworten.

Mehr über die neue Posse aus der Regierung Merkel auf ZEIT ONLINE…

Wichtig! „Bienen-Volksbegehren“: hingehen und eintragen!

„Die Initiatoren sprechen von einer ‚erfreulichen Bilanz‘ nach der ersten Woche des Volksbegehrens ‚Rettet die Bienen‘. Damit es zum Volksentscheid kommt, müssen sich bis zum 13. Februar noch mindestens 250.000 Wählerinnen und Wähler eintragen. Mit einer Million Unterschriften wäre das Quorum von 10 Prozent der bayerischen Wahlberechtigten erreicht“, so der Bayerische Rundfunk.

Liebe Bayern, bevor es knapp wird: unbedingt noch hingehen und eintragen!

Zur Meldung des Bayerischen Rundfunk…
Zur Seite des Volksbegehrens… (Seite zeitweise überlastet)

Volksbegehren Artenvielfalt: jetzt informieren & vom 31.01. – 13.02.2019 eintragen!

„In Bayern gehen viele Tier- und Pflanzenarten massiv in ihrem Bestand zurück oder sterben sogar aus. Besonders betroffen sind Insekten, die um ca. 75 % zurückgegangen sind. Jeder, der mit dem Auto unterwegs ist, erlebt diesen Bestandsrückgang: Während früher die Windschutzscheibe mit toten Insekten bedeckt war, kann man heute wochenlang fahren ohne das Fenster zu putzen.

Der Rückgang der Insekten verläuft zeitgleich mit dem Rückgang blühender Wiesen und anderer natürlicher Lebensräume, welche die Insekten für Nahrung und Fortpflanzung benötigen. Darunter leiden auch alle Insektenfresser, allen voran viele Vogelarten.

Dieser Rückgang ist nicht nur ein Verlust unserer Lebensqualität, sondern eine eine konkrete Gefahr für unsere Zukunft. Denn wenn das Zusammenspiel zwischen der Pflanzen- und Tierwelt und dem Menschen gestört wird, wird vieles, was wir heute als selbstverständlich erachten, in Zukunft nicht mehr möglich sein– allem voran die natürliche Bestäubung der Pflanzen durch Insekten. Wir möchten daher den Rückgang der Arten minimieren, indem wir das bayrische Naturschutzgesetz in wesentlichen Teilen verbessern.“

Hier gibt es weitere Informationen…

Gärten des Grauens

Gärten sind vielerorts zu wertvollen Rückzugsräumen für Tiere und Pflanzen geworden, die in der intensiv genutzten Agrarlandschaft kein Auskommen mehr finden. Naturschützer warnen allerdings vor einem Trend, der diesen Erfolg zunichtemachen könnte: Sie sehen die Artenvielfalt durch Mähroboter und andere intensive Formen der Gartenpflege in Gefahr.

Roboter fürs Rasenmähen und andere motorisierte Gartengeräte wie Laubbläser werden immer beliebter. Und auch Schneckenkorn und andere Pestizide kommen in Privatgärten nach wie vor zum Einsatz. Das alles aber kann unerwünschte Folgen für die Artenvielfalt haben, warnen Ökologen und Naturschützer. Sie sehen die Gefahr, dass die Gärten dadurch ihre Funktion als Refugien für Tiere und Pflanzen verlieren könnten.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat zum Beispiel eigens eine Kampagne ins Leben gerufen, um auf den ökologischen Wert naturnaher Privatgrundstücke hinzuweisen. „Gärten sind wichtige Rückzugsorte für viele Arten, die immer weniger Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeiten in unserer Kulturlandschaft finden“, erklärt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb.

Der Artikel auf Spektrum.de…

Über Tiere als Opfer der Modeindustrie und den Etikettenschwindel mit Kunstpelz

In der Modewelt wird Pelz noch immer stark nachgefragt! Als Kragen an Jacken, als Fellbommel an Mützen und sogar als Kissenbezug. Vergessen wird hierbei oft das Leid hinter diesem vermeintlichen Modetrend. Nerze, Füchse und Marderhunde werden wegen ihres Fells gezüchtet und verbringen ihr kurzes Leben in engen Käfigen.

Oftmals kaufen Verbraucher unwissentlich Echtpelz, der durch fehlende oder falsche Kennzeichnung in Kaufhäusern landet. Häufig wird außerdem Hunde- und Katzenfell als Kunstfell deklariert (zum Beispiel mit „100 % Polyester“), obwohl Import und Handel von Hunde- und Katzenfell in Deutschland verboten sind. China ist dafür bekannt, Marderhunde, die zur Familie der Füchse und Wölfe zählen, sowie Katzen und Hunde aufgrund ihres Fells zu halten und zu töten. Recherchen verschiedener Tierrechtsorganisationen dokumentieren regelmäßig katastrophale Zustände in Chinas Hunde- und Katzenfellindustrie.

Das Ende ihres Lebens ist für sogenannte Pelztiere ebenfalls mit Qualen verbunden. Nerze werden meist mit Kohlendioxid (CO2) oder Kohlenmonoxid (CO) vergast und ersticken qualvoll. Füchse und Marderhunde hingegen sterben durch Elektroschocks. Hierfür wird ein Gerät mit 2 Elektroden sowohl in den Mund als auch in den Enddarm der Tiere eingeführt.

Es ist dringend geboten, den Unsinn mit dem Kauf von Pelzapplikationen an Kleidungsstücken – egal ob echter oder Kunstpelz – einfach ganz bleiben lassen und damit ein Zeichen zu setzen!

Mehr dazu bei ProVeg…

Protest für den Hambacher Wald: Der ganz persönliche Kohleausstieg

Die geplante Abholzung des Hambacher Walds kostet den Energiekonzern RWE Kunden. Plötzlich schnellt die Nachfrage nach Ökostrom in die Höhe. Die RWE-Kunden wechseln im großen Stil zu Ökostromanbietern.

„Viermal mehr Kunden als normalerweise üblich“ wechselten aktuell zu Greenpeace Energy, teilte der Ökostromer kürzlich mit. Besonders seit Beginn der Räumung der Baumhäuser sei die Nachfrage nach sauberem Strom spürbar angestiegen.

Der Großteil der Neukunden sei zuvor bei den mit dem Essener Energiekonzern RWE verbundenen Versorgern innogy, eprimo und Rheinenergie sowie bei deren konventionellen Wettbewerbern E.ON, EnBW und Vattenfall unter Vertrag gewesen, analysierte die Hamburger Energiegenossenschaft.

Welche Macht aufgebrachte Kunden haben, hatte im Jahr 1995 der Energiekonzern Shell erleben müssen. Als er die ausgediente Ölplattform Brent Spar im Meer versenken wollte, brachen nach einer Greenpeace-Aktion die Umsätze an den Shell-Tankstellen so drastisch ein, dass der Konzern einlenkte. Nicht auszuschließen, dass nun der Hambacher Wald für RWE zur Brent-Spar-Erfahrung wird.

Also: Mitmachen und zu einem echten Ökostromanbieter wechseln! Auch als Nicht-RWE-Kunde! Zum Beispiel zu Greenpeace Energy. Und am besten gleich zu einer Bank wechseln, die fossile Energien nicht unterstützt. Mehr zu beiden Themen unter meinen Links…

Der Artikel auf taz.de…

Norwegen will nur noch in nachhaltige Firmen investieren

Norwegen setzt im Kampf gegen Umweltverschmutzung und Verstöße gegen Menschenrechte ein Zeichen: Norwegens eine Billion Dollar schwerer Staatsfonds ist gemessen am verwalteten Vermögen der größte seiner Art und soll zukünftig nur in Firmen investieren, die streng nachhaltig wirtschaften. Ein Schwerpunkt der Norweger liegt dabei auf der Bekämpfung der Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik. Skandinavische Länder wie Schweden und Norwegen gelten seit Jahren als Vorreiter bei dem Thema ESG-Investitionen, was für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governmental (Unternehmensführung) steht.

Der Artikel auf WiWo.de…

Die größte Müllkippe der Welt ist gut versteckt

Plastikinseln, größer als viele Länder, sollen im Meer treiben. Ein falsches Bild. Es ist schlimmer: Unser Plastikmüll ist überall, selbst in der Tiefsee und der Arktis.

Die Müllstrudel im Meer mögen weit weg sein und kaum sichtbar. Und gerade in Deutschland wird fleißig Abfall getrennt und recht gut entsorgt. Doch unser Umweltbewusstsein ließe sich weiter schärfen. Noch schädigt das Plastik die Ökosysteme der Ozeane und beeinflusst den Menschen kaum. Es sieht aber nicht danach aus, als würde es so bleiben. Der Verbrauch von Plastik steigt weiter an. Auch in Deutschland. 80 Prozent des Plastikmülls, der in den Ozeanen landet, stammen von Land.

Ein Artikel von Maria Mast und Sven Stockrahm auf ZEIT ONLINE…

Warum Touristen die Welt zerstören

„Gute Reisende sind herzlos“, schrieb Elias Canetti vor 50 Jahren. Der Schriftsteller hatte bei einem Marrakeschbesuch mit unverhohlenem Interesse blinde Bettler beobachtet. Obwohl in seiner Beschreibung noch die ursprüngliche Faszination durchscheint, spiegelt sie auch das Erschrecken über das eigene respektlose Verhalten.

Ein weitaus stärkeres Erschrecken müsste eigentlich heutige Touristen befallen. Denn ein „guter Reisender“ lebt nun mit ungleich größeren Widersprüchen. Auch er unterhält jenes konsumistische Verhältnis zu seinem Gastland und dessen Attraktionen, für das Canetti sich schämte. Jeder Ferienflieger verstärkt mit seinem CO2-Ausstoß den Klimawandel und trägt so zur Zerstörung jener natürlichen Räume und Städte bei, um derentwillen die Reisenden aufbrechen.

Der komplette Artikel auf taz.de…

Trump hebt Importverbot für erjagte Elefanten auf

Die Zahl Afrikanischer Elefanten ist in den letzten zehn Jahren um ein Fünftel zurückgegangen. Künftig dürfen sie dennoch wieder in die USA eingeführt werden. Trump hat seinem Sohn gerade ein krankes Geschenk gemacht: er hat das Gesetz geändert, damit amerikanische Jäger (wie Trump Junior!) Elefanten ermorden und ihre Köpfe als Trophäen nach Hause bringen dürfen.

Weiterlesen bei ZEIT ONLINE…

Jetzt mitmachen: zur Petition von avaaz.org…