ProVeg: Klimaschutzprogramm der Regierung enttäuscht

Das Klimakabinett hat nach monatelangen Verhandlungen die Eckpunkte des Maßnahmenprogramms vorgelegt, mit dem die deutschen Klimaziele 2030 erreicht werden sollen. Leider ist dabei kein großer Wurf gelungen. Problematisch seien insbesondere die Maßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung, so ProVeg. „Ohne eine deutliche Senkung der Emissionen aus der Tierhaltung werden wir keine Chance haben, den Klimawandel auf die im Pariser Abkommen verankerte 1,5-Grad-Grenze zu beschränken. Dabei steht Deutschland zudem als reiche Industrienation besonders in der Pflicht.“

Der Beitrag bei ProVeg…

Zehn Alternativen zu Milchprodukten: vegane Butter, Joghurt, Sahne und Co.

Immer mehr Verbraucher stellen den Verzehr von tierischen Milchprodukten aufgrund der Auswirkungen auf die Tiere, die Umwelt und unsere Gesundheit infrage. Bei etwa 75 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung löst die Laktose aus der Tiermilch Beschwerden wie Verdauungsprobleme und Bauchschmerzen aus. Außerdem weisen verschiedene Studien darauf hin, dass der vermehrte Konsum von Milch und Milchprodukten mit einem erhöhten Risiko für Diabetes, Übergewicht und bestimmte Krebsarten in Verbindung steht. (Foto: ProVeg)

ProVeg präsentiert Alternativen zu verschiedenen Milchprodukten…

EU zwingt Hersteller von Haushaltsgeräten zu mehr Umweltschutz

Die EU-Kommission hat erstmals Regeln beschlossen, die Hersteller von Haushaltsgeräten dazu verpflichten, Umwelt und Klima besser zu schützen. So müssen Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher und andere Geräte ab 2021 so konstruiert sein, dass sie leichter zu reparieren sind, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Sollten die Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament keine Einwände haben, sollen die Regeln 2021 in Kraft treten.

Der Beitrag auf ZEIT ONLINE…

Das falsche Fleisch

Fleisch zu ersetzen, ist durchaus sinnvoll. 14,5 Prozent der Treibhausgasemissionen, das berichtet die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO, stammt aus der Tierhaltung, ein Großteil davon von Kühen für die Milch- und Fleischproduktion. Fleischverzicht erspart den Tieren enormes Leid und schont die Umwelt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat rotes Fleisch zudem vor einigen Jahren als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Doch sind Imitate wie Burger aus Erbsen wirklich gesund? Abgesehen davon, dass man das von Fleisch nicht sagen kann. (Foto: Westend61 /​ Werner Dieterich)

Eine Analyse von Sina Horsthemke auf ZEIT ONLINE…

Über Tiere als Opfer der Modeindustrie und den Etikettenschwindel mit Kunstpelz

Bald heißt es wieder: Klamotten für den Herbst und Winter kaufen. Dabei wird der Modewelt Pelz noch immer stark nachgefragt: als Kragen an Jacken, als Fellbommel an Mützen und sogar als Kissenbezug. Vergessen wird hierbei oft das Leid hinter diesem vermeintlichen Modetrend. Nerze, Füchse und Marderhunde werden wegen ihres Fells gezüchtet und verbringen ihr kurzes Leben in engen Käfigen.

Oftmals kaufen Verbraucher unwissentlich Echtpelz, der durch fehlende oder falsche Kennzeichnung in Kaufhäusern landet. Häufig wird außerdem Hunde- und Katzenfell als Kunstfell deklariert (zum Beispiel mit „100 % Polyester“), obwohl Import und Handel von Hunde- und Katzenfell in Deutschland verboten sind. China ist dafür bekannt, Marderhunde, die zur Familie der Füchse und Wölfe zählen, sowie Katzen und Hunde aufgrund ihres Fells zu halten und zu töten. Recherchen verschiedener Tierrechtsorganisationen dokumentieren regelmäßig katastrophale Zustände in Chinas Hunde- und Katzenfellindustrie.

Das Ende ihres Lebens ist für sogenannte Pelztiere ebenfalls mit Qualen verbunden. Nerze werden meist mit Kohlendioxid (CO2) oder Kohlenmonoxid (CO) vergast und ersticken qualvoll. Füchse und Marderhunde hingegen sterben durch Elektroschocks. Hierfür wird ein Gerät mit 2 Elektroden sowohl in den Mund als auch in den Enddarm der Tiere eingeführt.

Es ist dringend geboten, den Unsinn mit dem Kauf von Pelzapplikationen an Kleidungsstücken – egal ob echter oder Kunstpelz – einfach ganz bleiben lassen und damit ein Zeichen zu setzen!

Mehr dazu bei ProVeg…

Vorsicht vor dem Kuschelkapitalismus!

Der Kapitalismus, wie wir ihn heute kennen, ist erledigt. Das zumindest wollen ausgerechnet 181 Firmenchefs, alles Mitglieder des Business Roundtable, der schlagkräftigsten Lobbygruppe der US-Großkonzerne, der Welt weismachen. Der Washingtoner Verband veröffentlichte jüngst eine Art Manifest, in dem CEOs erklärten, künftig nicht mehr allein die Steigerung der Gewinne für die Anteilseigner zum Ziel zu haben, sondern auch der Gesellschaft verpflichtet zu fühlen.

Der konservative New York Times Kolumnist Ross Douthat sieht in der Entdeckung des sozialen Gewissens der CEOs allerdings lediglich ein Ablenkungsmanöver.

Heike Buchter (New York) auf ZEIT ONLINE…

Nestlé setzt voll auf die Vegan-Strategie

Der Lebensmittelriese ist seit Jahren umstritten. Nun schreibt sich Nestlé Gesundheit und Nachhaltigkeit auf die Fahnen. Mal sehen, ob das etwas wird!

Der Pflanzenburger auf Sojabasis jedenfalls ist seit April auf dem deutschen Markt und laut Nestlé ein Verkaufshit. Im Oktober nun kommt veganes Hackfleisch dazu. „Vegane Produkte waren früher nur etwas für Wollsockenträger“, sagte Nestlé-Deutschlandchef Marc-Aurel Boersch vor Journalisten. „Inzwischen ist es eine Bewegung.“

Katrin Terpitz im Handelsblatt…

Zustände bei der Kuhhaltung in der Milchproduktion

Deutschland ist der größte Milchproduzent und Milchexporteur Europas. Dabei müssen die intelligenten, sozialen und leidensfähigen Milchkühe unangenehme und stressige Haltungsbedingungen ertragen. ProVeg informiert über die Situation in Milchbetrieben und gibt einen Überblick über die besten pflanzlichen Alternativen zu Käse und Milch.

Weiterlesen bei ProVeg…

Drei Fußballfelder pro Minute

Unter Brasiliens neuer Regierung wird der Amazonaswald schneller abgeholzt als zuvor. Dabei brauchen die Landwirte diese Extraflächen gar nicht.

Der Klimaforscher Carlos Nobre von der Universität São Paulo warnt davor, dass das nicht mehr lange einfach so weitergehen kann: In wenigen Jahren, nach weiteren drei bis acht Prozent Abholzung, könnte der Wald „unumkehrbar in eine sehr degenerierte Form von Savanne“ umkippen. Sein empfindlicher und komplizierter Wasserhaushalt gerate durcheinander.

Brasiliens Regierung hat sich inzwischen darauf verlegt, das Abholzungsproblem am Amazonas zu verschleiern. Auch wenn es der Volkswirtschaft nichts bringt, ist das Roden billig, und der Verkauf des Tropenholzes deckt rasch Kosten für Arbeit und etwaige Vertreibungen.

Thomas Fischermann auf ZEIT ONLINE…

Mensch, Narziss!

Wider besseres Wissen arbeitet der Mensch an der Zerstörung seiner eigenen Lebensgrundlagen. Rational ist das kaum zu erklären. Wie kann das sein?

Eine Kolumne von Ferdinand Otto auf ZEIT ONLINE…

„Die Menschen müssen den Klimawandel wohl erst spüren“

Gut Ding will Weile haben. Fragt man Menschen, ob sie fürs Klima oder die Umwelt zu Verzicht bereit seien, stimmen die meistens zu. Trotzdem plagen uns riesige ökologische Probleme. Wie passt das zusammen?

Warum Menschen ökologisch korrektes Verhalten häufig schwer fällt und wie man es ihnen erleichtern könnte, weiß der Magdeburger Sozialpsychologe Florian Kaiser.

…im Interview mit bizz-energy.com…

Wir brauchen ein „Netzwerk der Anständigen“

Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Kaum ein größeres Unternehmen, das dieses Thema noch nicht auf seiner Aufgabenliste hat. Bei einigen Firmen sollte man aber lieber etwas genauer hinsehen. Zum Beispiel bei dem Unternehmen Cargill, über das der Spiegel berichtete – siehe mein Blog-Beitrag von gestern.

Dazu heute ein Kommentar von Ralf-Dieter Brunowsky auf welt.de…

„Das schlimmste Unternehmen der Welt“

Ob Aldi, Edeka, Nestlé oder McDonald’s – alle haben Produkte von Cargill. Der Konzern ist ein Riese auf dem Agrarmarkt – und laut einem Bericht mitverantwortlich für Kinderarbeit, Regenwaldzerstörung und Umweltverschmutzung.

„Heute hat ein privat geführtes Unternehmen vielleicht mehr Macht, das Klima, das Wasser, die Ernährungssicherheit, die öffentliche Gesundheit und die Menschenrechte der Welt zu zerstören oder zu schützen als jedes andere Unternehmen in der Geschichte.“

Mit diesen Worten beginnt der Bericht der Umweltschutzorganisation Mighty Earth über den weltweit agierenden US-Agrarkonzern Cargill.

Und weiter geht es im Bericht auf SPIEGEL ONLINE…

Mastschweine leiden in der Massentierhaltung

Das Leben und Sterben der Mastschweine bleibt in der Massentierhaltung für die Konsumentinnen und Konsumenten unsichtbar. ProVeg wirft einen Blick auf das Sozialverhalten von Schweinen sowie ihr Leben in Schweinezuchtanlagen und macht auf leckere Alternativen zu Fleisch aufmerksam.

Auf ProVeg.com/de…

Klimaschutz-Studie: Die Jugend fühlt sich im Stich gelassen

Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future füllt derzeit Schlagzeilen, Talkshows sowie Fußgängerzonen und wird scheinbar von weiten Teilen der Jugendlichen unterstützt. Das SINUS-Institut hat hierzu nun eine repräsentative Studie bei jungen Menschen durchgeführt.

Demnach beklagen zwei Drittel der Jugendlichen (67%), dass sie sich beim Thema Klimaschutz von der älteren Generation im Stich gelassen fühlen. Wie sehr das Thema zu einer Frage der Generationengerechtigkeit geworden ist, zeigt die hohe Zustimmung (75%) zur Aussage „Ich habe das Gefühl, wir Jungen müssen die Fehler der Älteren beim Klimaschutz ausbaden“. Den Jugendlichen fehlt das Vertrauen in Politik und Wirtschaft, die Klimakrise wirksam zu bekämpfen. Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen haben Angst vor dem Klimawandel.

Die Studie zeigt außerdem deutlich, wie sehr das Klimaschutzbewusstsein und der Bewältigungsoptimismus in Bezug auf das Klimaproblem mit dem formalen Bildungshintergrund zusammenhängen.

Der Beitrag zur Studie auf sonnenseite.com…

Mal ganz ehrlich: Arsch hoch!

Im Gegensatz zu uns haben viele von Euch Kinder. Und in deren Sinne solltet ihr jetzt mal ganz schnell in Sachen Nachhaltigkeit handeln und nicht weiter die Hände in den Schoß legen oder halbherzig vielleicht mal irgendwann schon irgendwas zu machen.

Der Nachhaltigkeits-Leporello von Greenpeace Energy liefert praxistaugliche und anschauliche Tipps zum Thema Nachhaltigkeit. Für Jedermann. Für dich. Jetzt.

Hier geht es zum Leporello als PDF…

Klimawandel als irreversibler Selbstläufer

Der Sommer 2019 könnte als die große Umbruchszeit in die Menschheitsgeschichte eingehen, in der das Überschreiten der Kipppunkte des globalen Klimasystems evident wurde. Der Klimawandel wird gewissermaßen zu einem irreversiblen Selbstläufer. Das Auftauen des Permafrosts soll inzwischen so weit vorangeschritten sein, wie es in den aktuellen Szenarien des Weltklimarates (IPCC) eigentlich für das Jahr 2090 prognostiziert wurde. Die Klimawissenschaft hat sich somit um rund 70 Jahre in dieser entscheidentsten aller wissenschaftlichen Fragen verkalkuliert.

Der Artikel auf TELEPOLIS…

Tanken, Essen und Einkaufen: Ladesäulen auf dem Kundenparkplatz

Das Elektroauto ist ideal für Kurzstrecken, zum Einkaufen und Essen gehen. Inzwischen bieten immer mehr Geschäfte Ladestationen auf ihrem Parkplatz an: Lidl, Aldi Süd, Rewe, Kaufland, Hagebau, Ikea und McDonald’s. Dabei ist das Laden während des Einkaufs meist kostenlos.

Der Beitrag auf aiomag.de…

Experten stellen Julia Klöckner miserables Zeugnis aus

Nicht nur in den vergangenen Wochen häufte sich die Kritik an Ernährungsministerin Julia Klöckner. Elisabeth Meyer-Renschhausen, Privatdozentin und Publizistin mit den Schwerpunkten Ernährung und Urban Agriculture befindet: „Aus Julia Klöckners Haus kommen viele Worte, aber nichts Konkretes.“

Beispiel „Tierwohl“: Ungebremste Massentierhaltung und Tiertransporte über sehr große Strecken seien in Deutschland gang und gäbe, sagt Elisabeth Meyer-Renschhausen. Von Tierwohl zu sprechen, sei deshalb „ein Witz“. Der Hannoveraner Professor, der auch Vorstandsmitglied bei der „Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz“ ist, wirft Klöckner beim Thema Ferkelkastration „Politikversagen“ vor. Die tierschonende Impfung der Eber zur Vermeidung des Geschlechtsgeruchs ohne Kastration sei praxisreif und für den Verbraucher völlig unbedenklich. Das Landwirtschaftsministerium dagegen gebe der so genannten Isofluranmethode künftig den Vorzug, bei der die Ferkel mit einem für Menschen potenziell gefährlichen und hochgradig klimaschädlichen Narkosegas betäubt und dann kastriert werden. Das sei „aus tierethischer Sicht“ nicht hinzunehmen und außerdem ein „Verfassungsbruch“, weil die „Staatszielbestimmung Tierschutz“ des Grundgesetzes nicht berücksichtigt werde.

Bitte, bitte mehr Verbote!

Es wird sich heute reflexartig um die Freiheit gesorgt, sobald jemand versucht, etwas mit Gesetzen zu verändern. Aber von Aufklärung allein ändert sich nichts.

Der größte Feind des Sinneswandels ist die Gewohnheit. Sie wirkt stärker als die Informationsvermittlung, stärker als die Aufklärung. Andernfalls wären die meisten Menschen schlank und bewegten sich täglich an der frischen Luft. Sie würden Gutes tun und tippitoppi Typen sein. Niemand würde sich, einem anderen oder der Umwelt schaden.

Der Handykonsum beispielsweise. Alle Menschen, die ein Mobilfunktelefon benutzen, wissen, wie ihr Gerät zustande kommt. Sie wissen, dass dafür Kinder misshandelt und ausgebeutet werden…

Eine interessante und kontrovers kommentierte Kolumne von Mely Kiyak, die mir in weiten Teilen „aus der Seele spricht“, auf ZEIT ONLINE…

Grüne wollen Vernichtung zurückgesandter Waren verbieten

Den großen Onlineversandhändler wird vorgeworfen, dass sie einen Teil ihrer Waren vernichten, die Kunden ihnen zurückschicken. Die Grünen wollen nun dafür sorgen, dass zumindest neuwertige Waren nicht mehr einfach weggeworfen werden. „Wir erleben eine Perversion der Wegwerfgesellschaft“, sagte die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Da ist der Staat gefordert.“

Zum Beitrag auf ZEIT ONLINE…

Das Problem mit Julia Klöckners Nestlé-Video

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner lächelt Marc-Aurel Boersch, Deutschland-Chef des Lebensmittelkonzerns Nestlé, freundlich zu. Der kurze Videoclip, in dem Ministerin und Konzernchef über ihr Gespräch resümieren, wurde am Montag vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf Twitter veröffentlicht.

Twitter-Nutzer fragen sich, warum sich die Ministerin bei einem so wichtigen Thema wie dem Kampf gegen zu hohe Zucker-, Fett- und Salzwerte in Fertigprodukten, ausgerechnet von einem Lobbyvertreter beraten lässt. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg prüft den Fall.

Der Konzern wird von Umweltaktivisten immer wieder scharf kritisiert, regelmäßig rufen Menschen seit Jahrzehnten zum Boykott von Nestlé-Produkten auf. Grund dafür ist unter anderem der Erwerb von Wasserrechten, die der Konzern von staatlichen Wasserbehörden kauft. Dadurch kann das Unternehmen Grundwasser abpumpen und in Flaschen abgefüllt weiterverkaufen. Gerade in Regionen, in denen Wasser sowieso knapp ist, wird Menschen dadurch der Zugang zu Trinkwasser erschwert und der Grundwasserspiegel gesenkt. Weiter betreibt das Unternehmen für einige seiner Produkte Tierversuche und rodet für den Abbau von Palmöl Teile des Regenwalds ab.

So zeigt Youtuber Rezo auf ze.tt, was das Problem mit Julia Klöckners Nestlé-Video ist…