Acht EU-Länder bilden Klimaallianz – ohne Deutschland

Vor dem EU-Gipfel in Sibiu (Hermannstadt) in Rumänien haben Frankreich und sieben weitere EU-Länder eine Klimaallianz gebildet und gefordert, dass die EU bis 2050 klimaneutral werden soll.

Deutschland gehört der Allianz nicht an. Dazu sagt Sven Giegold, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament: “Es ist bezeichnend für die Klimapolitik der Bundesregierung in den letzten Jahren, dass ein Klimabündnis in der EU ohne Deutschland geschmiedet wird. Bei den C02-Grenzwerten für Pkws und Lastwagen hat Deutschland die Ziele der EU nach unten gedrückt. Die Bundesregierung hält selbst ihre eigenen Klimaziele für das Jahr 2020 nicht ein. Deutschland muss seine Bremserrolle beenden und zum Vorreiter beim Klimaschutz in der EU werden.“

Zum Beitrag auf sonnenseite.com…

Die Erde retten, jetzt aber wirklich!

Dem Planeten ging es schon mal besser. Wo man derzeit auch hinschaut, alles ist dabei, zu kollabieren. Weltweit verseuchen Plastik und Müll Flüsse, Seen und das Meer. Die Erde erwärmt sich seit Jahren zu schnell. Deutschland trocknete zuletzt wieder bis zur Brandgefahr aus. Und allein das, was der Mensch im Schnitt noch immer an Fleisch pro Jahr isst, verschärft die Klimakrise stetig weiter – von unseren Billigflugreisen gar nicht zu reden. Diese Woche der nächste Schock: 1.000.000 Tier- und Pflanzenarten könnten für immer verschwinden.

Statt alle Krisen getrennt zu betrachten, sollten wir uns klarmachen: Am Ende sind sie alle Teil eines einzigen großen Problems. Der gesamte Planet ist in Gefahr, die meisten Krisen bedingen einander.

Wir müssen handeln, jetzt! Alles hängt zusammen. Genau deshalb hilft es, Plastik zu meiden, weniger zu fliegen und politisch Druck zu machen. Wer anfängt zu handeln, hilft bei der Lösung.

Eine Analyse von Elena Erdmann und Maria Mast auf ZEIT ONLINE…

EU-Kommissar wirbt für europaweite CO2-Steuer

In der Klimaschutzdebatte wird zunehmend über eine CO2-Steuer diskutiert. Sie soll den Ausstoß von Treibhausgasen verteuern und damit klimafreundliche Technologien fördern.

Auch der Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten für die Europawahl hat sich für diesen Mechanismus ausgesprochen, um Nachhaltigkeit zu erreichen: Etwa im Bereich Verkehr und Gebäude könne eine CO2-Steuer einen Anreiz dafür setzen, stärker auf Elektroautos umzusteigen oder die energetische Gebäudesanierung voranzubringen. Die Grünen haben sich eine solche Steuer ebenfalls in ihr Europawahlprogramm geschrieben.

Der Artikel auf ZEIT ONLINE…

Photovoltaik und Windkraft decken Strombedarf am Ostermontag zeitweise fast vollständig

Die erneuerbaren Energien lieferten um 12 Uhr zusammen 56 Gigawatt – bei einem Verbrauch von 61 Gigawatt. Der Preis an der Strombörse fiel am Ostermontag in der Spitze auf minus 83,01 Euro pro Megawattstunde.

Auch am Dienstag nach Ostern machten die erneuerbaren Energien über viele Stunden hinweg den Löwenanteil der Stromzerzeugung aus.

Zum Artikel bei pv-magazine.de…

UN-Report warnt vor fünf folgenreichen Umweltgefahren

Die Nutzen und Risiken von Gentechnik, die Folgen auftauender Permafrostböden und die Zerschneidung der Lebensräume von Tier und Mensch durch gigantische Bauprojekte wie Staudämme, Eisenbahntrassen oder Überlandstraßen: Die Vereinten Nationen warnen in ihrem Unep-Bericht vor diesen und weiteren Gefahren für Umwelt und Ökologie. „All diese Umwelterscheinungen haben tiefgreifende Folgen für unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Ökosysteme“, schreiben die UN-Umweltexperten in ihrem Report, der kurz vor Beginn der UN-Umweltkonferenz im kenianischen Nairobi veröffentlicht wurde.

Mehr dazu im Artikel auf ZEIT ONLINE…

Schluss mit scheinheiligen Spielchen in der deutschen Umweltpolitik!

Viel versprechen, wenig bis gar nichts tun: So funktioniert deutsche Klimapolitik unter Angela Merkel. Klar, dass Umweltministerin Schulze das ändern will. Die Union ist düpiert.

Schulze hat die Vertreter der Unionsparteien damit auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Weil die erstens nicht geglaubt haben, dass eine Sozialdemokratin in der Umweltpolitik so mutig sein würde und dabei auch noch ihre Parteiführung hinter sich hat. Und weil sie zweitens dadurch schlicht und einfach ertappt wurden. Schulzes Initiative dokumentiert allen: In der Umwelt und Klimapolitik sind CDU und CSU schlicht blank.

Eine Kolumne von Petra Pinzler auf ZEIT ONLINE…

AfD, Trump, FPÖ und Lega Nord: Das Netzwerk der Klimaleugner

Nach der Europawahl im Mai könnten die Rechtspopulisten zum echten Problem für den Klimaschutz werden. „Die EU muss in den kommenden Jahren viel tun, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen“, erklärt Alexander Carius, Geschäftsführer von Adelphi. „Aber Klimapolitik war auf europäischer Ebene schon immer schwierig. Und sie dürfte nach der Europawahl unter den neuen politischen Konstellationen noch schwieriger werden.“ Im neuen Europaparlament würden Prognosen zufolge bis zu 25 Prozent Rechtspopulisten sitzen. Dazu komme, dass in sieben EU-Mitgliedstaaten bereits jetzt Rechtspopulisten in der Regierung seien. „Das Ambitionsniveau europäischer Klimapolitik droht daher deutlich zu sinken“, meint Carius.

Der Artikel im Tagesspiegel…

1.000 kleine Taten für das Klima

Würden alle Menschen so leben wie die Deutschen, bräuchten wir drei Erden. Unser ökologischer Fußabdruck ist einfach zu groß: Wir pusten zu viel Treibhausgase in die Atmosphäre und produzieren zu viel Müll. Viele Menschen in Deutschland bemühen sich deshalb, umweltfreundlicher zu leben, auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZEIT-Verlags.

Bei ZEIT ONLINE erzählen sie von ihren kleinen Taten fürs Klima…

Europas Stromnetz stand kurz vor dem Blackout

Europa scheint in der vergangenen Woche nur knapp einem kompletten Stromausfall entgangen zu sein. Wie nun bekannt wurde, meldete die Regulierungskommission CRE am vergangenen Wochenende, dass am Donnerstag, 10. Januar, um 21 Uhr die Stromfrequenz in Europas Stromnetz auf deutlich unter 50 Hertz abgesunken war. Liegt die Frequenz unter 50 Hertz müsse mit erheblichen Einschnitten gerechnet werden bis hin zum Blackout, schreibt die Behörde, die über das europäische Stromnetz wacht, in einer Pressemitteilung.

Laut dem österreichischen Übertragungsnetzbetreiber APG soll „ein Datenfehler an einem Netzregler“ im Gebiet des deutschen Unternehmens TenneT den Störfall ausgelöst haben. TenneT betreibt das komplette Hochspannungsübertragungsnetz in den Niederlanden und einen großen Teil des Stromnetzes in Deutschlands.

Zum Artikel im manager magazin…

Autos, passt euch dem Leben an!

Zwischen 1995 und 2016 stieg die Zahl der Zulassungen der deutlich breiteren und längeren SUV bundesweit von knapp 68 000 auf mehr als 735 000 Stück. Der ADAC fordert eine Anpassung der städtischen Infrastruktur an jene neuen Autos, die nun mal etwas größer seien als ältere Autos.

Auf die Idee, wonach die Städte sich den bizarren Autowünschen anpassen müssten, kann man nur kommen, wenn man das seit Jahrtausenden kaum größer gewordene menschliche Hirn ständig andieselt.

Der Artikel auf sueddeutsche.de…

Sprit muss teurer werden!

Emmanuel Macron beweist Mut: wer das Klima ernsthaft schützen will, kommt um weitere Preisaufschläge auf fossile Energie nicht herum.

Es braucht einen Mut, der dieser Bundesregierung fremd ist. Dass im Jahr 2018 eine deutsche Behörde immer noch steigende Emissionen im Verkehr konstatiert, schreit eigentlich zum Himmel. Es verhöhnt nicht nur die Leidtragenden des Klimawandels, sondern auch alle Ziele, die in diesem Land jemals für den Klimaschutz ausgegeben wurden. Doch die große Koalition lässt das kalt. Sie hat sich offenbar fest vorgenommen, in der Energie- und Klimapolitik möglichst keine Spuren zu hinterlassen, von der Kohle vielleicht mal abgesehen.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller auf sueddeutsche.de…