Alarmzeichen verdrängen seit 1945

Halle? Unvorstellbar! NSU? Gibt’s doch gar nicht! Rechte Terrornetze in Deutschland? Alles Einzeltäter! Deutschland ist den Nationalsozialismus und den Rassismus nie ganz losgeworden. Sie waren immer da. Die Geschichte der Bundesrepublik ist auch eine nicht endende Geschichte rechter Gewalt, aber eben das wird seit 1945 gern verdrängt. (Foto: dpa)

Tanjev Schultz auf ZEIT ONLINE…

Die Erde, ein Körnchen im Universum

Wo kommen wir her? Und sind wir allein im Universum? Es sind die existenziellen Fragen, denen James Peebles, Michel Mayor und Didier Queloz ihre Forschung gewidmet haben. Auf der Suche nach Antworten haben sie nicht nur die Entstehung des Universums mit seinen Milliarden Galaxien und Galaxienhaufen hinterfragt, sie wagten es auch, die Besonderheit der Erde zu entzaubern. „Begründer des goldenen Zeitalters der Kosmologie“ seien sie. Deshalb erhalten die drei Kosmologen dieses Jahr den Nobelpreis in Physik.

Alina Schadwinkel auf ZEIT ONLINE…

„… dass heute Ihre Ausreise …“

Ich erinnere mich noch sehr gut an den Satz des damaligen Außenministers Hans-Dietrich Genscher, den er den dorthin geflüchteten „DDR“-Bürgern vom Balkon der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag verkündete. Der Satz war nur halb zu hören und ging dann im Jubel unter. Heute noch bekomme ich beim Gedanken daran Gänsehaut. Nun ist in Prag an die Ausreise der rund 4000 „DDR“-Bürger vor 30 Jahren erinnert worden. Es gab ein emotionales Wiedersehen – und eine Mahnung an Europa.

Der Beitrag auf tagesschau.de…

Frauen in Saudi-Arabien können alleine ins Ausland reisen

In Saudi-Arabien dürfen Frauen ohne die Erlaubnis eines männlichen Vormunds ins Ausland reisen. Das hat die saudi-arabische Passbehörde mitgeteilt. So können Frauen ab 21 Jahren nun Anträge für die Ausstellung oder Erneuerung eines Reisepasses einreichen. Damit setzen die Behörden des erzkonservativen Königreichs eine historische Reform um, die Anfang August beschlossen worden war.

Der Beitrag auf ZEIT ONLINE…

Vorabinfo: Klimastreik am 20. September

Bild 18.08.19 um 17.25Die Klimakrise ist zu einer realen Bedrohung für die menschliche Zivilisation geworden. Wir müssen jetzt gegensteuern und die Emissionen von Treibhausgasen deutlich reduzieren. Sonst zerstören wir die Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkel.

Am 20.9. findet der dritte globale Klimastreik statt  – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Klimaabkommens von Paris und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden.

Der Aufruf richtet sich an jede Generation an alle!

Auch Unternehmen und Organisationen können die Schüler von Fridays for Future beim Klimastreik unterstützen.

Weitere Informationen für dich bei fridaysforfuture.de…
Mehr zum Thema für Unternehmen / Organisationen bei der GLS Bank…

Drei Fußballfelder pro Minute

Unter Brasiliens neuer Regierung wird der Amazonaswald schneller abgeholzt als zuvor. Dabei brauchen die Landwirte diese Extraflächen gar nicht.

Der Klimaforscher Carlos Nobre von der Universität São Paulo warnt davor, dass das nicht mehr lange einfach so weitergehen kann: In wenigen Jahren, nach weiteren drei bis acht Prozent Abholzung, könnte der Wald „unumkehrbar in eine sehr degenerierte Form von Savanne“ umkippen. Sein empfindlicher und komplizierter Wasserhaushalt gerate durcheinander.

Brasiliens Regierung hat sich inzwischen darauf verlegt, das Abholzungsproblem am Amazonas zu verschleiern. Auch wenn es der Volkswirtschaft nichts bringt, ist das Roden billig, und der Verkauf des Tropenholzes deckt rasch Kosten für Arbeit und etwaige Vertreibungen.

Thomas Fischermann auf ZEIT ONLINE…

Erich Mielkes Panzerknacker

Oliver Diederichsen weiß, wie man Türen und Tresore öffnet. In einem faszinierenden und bedrückenden Buch erzählt er, wie viel die Stasi darüber wusste. Ein Buch, das die Brücke schlägt zwischen der technischen Faszination des Schloss- und Türöffnens ohne passenden Schlüssel und einer Epoche, in der es dabei um mehr ging als um verbummelte Schlüssel, Codes und Diebstahl. In Die geheimen Schlossöffnungswerkzeuge der Abt. VIII, so der prosaische Titel, dokumentiert Diederichsen, wie sich die Staatssicherheit der „DDR“ dem Einbrechen mit wissenschaftlicher Genauigkeit und nahezu grenzenlosen Mitteln widmete. Der „DDR“-Geheimdienst besaß große Abteilungen, deren einzige Aufgabe es war, Schlösser zu erforschen und Wege zu finden, sie unerkannt zu knacken.

Der Artikel dazu von Kai Biermann auf ZEIT ONLINE…

INF: USA erklären Abrüstungsvertrag mit Russland für beendet

US-Außenminister Mike Pompeo hat den formalen Ausstieg der USA aus dem INF-Abrüstungsvertrag zu atomaren Mittelstreckenraketen verkündet. Pompeo sagte bei einem Besuch in Bangkok, der Ausstieg der USA aus dem Vertrag „tritt heute in Kraft“. Kurz vor dem Auslaufen hatte Russland ein Moratorium vorgeschlagen.

Mehr auf ZEIT ONLINE…

Mensch, Narziss!

Wider besseres Wissen arbeitet der Mensch an der Zerstörung seiner eigenen Lebensgrundlagen. Rational ist das kaum zu erklären. Wie kann das sein?

Eine Kolumne von Ferdinand Otto auf ZEIT ONLINE…

„Ein Tag für die Wettergeschichte!“

In der niedersächsischen Stadt Lingen hat eine Messstation am Donnerstagnachmittag 42,6 Grad gemessen. Der Wert wird noch vom Deutschen Wetterdienst (DWD) überprüft. Aber noch während die Prüfung lief, twitterte der DWD, der Donnerstag sei „Ein Tag für die Wettergeschichte!“ Insgesamt haben demnach 25 Stationen über 40 Grad gemessen. In sechs Bundesländern sollen ebenfalls neue Hitzerekorde aufgestellt worden sein.

Paul Blickle, Flavio Gortana und Alina Schadwinkel auf ZEIT ONLINE…

Ein Jahrtausend-Klimawandel für den Planeten

Globale Temperaturen hätten schon immer geschwankt, die Klimaveränderungen in den vergangenen Jahrzehnten seien nichts Besonderes. So lautet ein gerne genutztes Argument von Menschen, die die Folgen und das Ausmaß des Klimawandels kleinreden wollen. Und es ist Unsinn. Nun belegen Wissenschaftler erneut, warum diese Sicht der Dinge nicht haltbar ist. In den vergangenen 2.000 Jahren habe es demnach keine Wärme- oder Kälteepoche gegeben, die so umfassend den gesamten Globus beeinflusst hat wie der Anstieg der Temperaturen gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Das stellten Forscher in gleich zwei Analysen fest, die gerade veröffentlicht worden sind.

Linda Fischer auf ZEIT ONLINE…

Der Weckruf

Was macht ein wissenschaftliches Gutachten politisch glaubwürdig? Der Umfang der Stellungnahme? Ihre Dringlichkeit? Die Zahl der Autoren? Der Glanz ihrer Titel? Was sorgt dafür, dass ein Papier nicht in einer ministeriellen Schublade verschwindet?

Ganz gewiss kein Fall für die Schublade ist jenes Papier, das die Leopoldina, die Nationale Akademie der Wissenschaften, am Dienstag zur deutschen Klimapolitik vorgelegt hat. Mit überraschender Schärfe geißeln Forscher die Versäumnisse der Umweltpolitik.

Ein Kommentar von Andreas Sentker auf ZEIT ONLINE…

Wir brauchen ein „Netzwerk der Anständigen“

Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Kaum ein größeres Unternehmen, das dieses Thema noch nicht auf seiner Aufgabenliste hat. Bei einigen Firmen sollte man aber lieber etwas genauer hinsehen. Zum Beispiel bei dem Unternehmen Cargill, über das der Spiegel berichtete – siehe mein Blog-Beitrag von gestern.

Dazu heute ein Kommentar von Ralf-Dieter Brunowsky auf welt.de…

Klimaschutz-Studie: Die Jugend fühlt sich im Stich gelassen

Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future füllt derzeit Schlagzeilen, Talkshows sowie Fußgängerzonen und wird scheinbar von weiten Teilen der Jugendlichen unterstützt. Das SINUS-Institut hat hierzu nun eine repräsentative Studie bei jungen Menschen durchgeführt.

Demnach beklagen zwei Drittel der Jugendlichen (67%), dass sie sich beim Thema Klimaschutz von der älteren Generation im Stich gelassen fühlen. Wie sehr das Thema zu einer Frage der Generationengerechtigkeit geworden ist, zeigt die hohe Zustimmung (75%) zur Aussage „Ich habe das Gefühl, wir Jungen müssen die Fehler der Älteren beim Klimaschutz ausbaden“. Den Jugendlichen fehlt das Vertrauen in Politik und Wirtschaft, die Klimakrise wirksam zu bekämpfen. Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen haben Angst vor dem Klimawandel.

Die Studie zeigt außerdem deutlich, wie sehr das Klimaschutzbewusstsein und der Bewältigungsoptimismus in Bezug auf das Klimaproblem mit dem formalen Bildungshintergrund zusammenhängen.

Der Beitrag zur Studie auf sonnenseite.com…

Klimawandel als irreversibler Selbstläufer

Der Sommer 2019 könnte als die große Umbruchszeit in die Menschheitsgeschichte eingehen, in der das Überschreiten der Kipppunkte des globalen Klimasystems evident wurde. Der Klimawandel wird gewissermaßen zu einem irreversiblen Selbstläufer. Das Auftauen des Permafrosts soll inzwischen so weit vorangeschritten sein, wie es in den aktuellen Szenarien des Weltklimarates (IPCC) eigentlich für das Jahr 2090 prognostiziert wurde. Die Klimawissenschaft hat sich somit um rund 70 Jahre in dieser entscheidentsten aller wissenschaftlichen Fragen verkalkuliert.

Der Artikel auf TELEPOLIS…

Der Walkman feiert 40. Geburtstag

Vor 40 Jahren erschien der Walkman und revolutionierte das Musikhören. Wer einen Walkman oder seine diversen Nachfolger besessen hat, erinnert sich aber nicht nur an die Freiheiten, welche die Geräte mit sich brachten. Walkman zu hören bedeutete auch, regelmäßige Frustmomente ertragen zu müssen.

ze.tt lässt die fünf nervigsten Momente zum 40. Geburtstag des Walkmans noch einmal Revue passieren…

Stolz, stark, schwul

Vor 50 Jahren war das Stonewall Inn in der Christopher Street in New York eine billige, angegammelte Kneipe ohne fließend Wasser. Hier trafen sich Schwule, die in der Hierarchie ganz unten standen: Schwarze, Dragqueens, Strichjungen, Straßenkinder ohne Geld. Einer der Stammgäste war Stormé DeLarverie, eine halb schwarze, hochgewachsene, männlich wirkende Lesbe. Dort, in der New Yorker Christopher Street, begann vor 50 Jahren die weltweite Bewegung für die Rechte Homosexueller. (Foto: © Fred W. McDarrah/Getty Images)

Begib dich auf eine interessante Spurensuche in Greenwich Village mit Eva C. Schweitzer auf ZEIT ONLINE…

Katrin Göring-Eckardt fordert staatlichen Klimafonds

Die Grünen-Bundestagsfraktion will die deutsche Klimapolitik nicht mehr aus dem regulären Bundeshaushalt, sondern aus einem staatlichen Fonds finanzieren. „Wir stehen mit der Klimakrise vor einer Generationenaufgabe. Im Vergleich zur deutschen Einheit sogar noch größer, weil wir weniger Zeit haben und schneller massive Investitionen brauchen“, sagte die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt. Das sei nicht einfach nebenbei aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. „Wir wollen deshalb einen Klimafonds, aus dem alle nationalen Klimaprojekte finanziert werden.“

Zum Beitrag in der Frankfurter Allgemeine…

Klimawandel und Wirtschaft – ein Index der ökologischen Verantwortung

Unternehmen bekannten sich nach der Pariser Klimakonferenz dazu, an der Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C mitzuwirken. Nach den jüngsten Ergebnissen des Sonderberichts des Weltklimarats müssen bis 2030 45 Prozent der CO2-Emissionen reduziert sein, um die globale Erderhitzung noch zu begrenzen. Aktuell sind die Unternehmen allerdings nicht auf Kurs: Würden alle Unternehmen wie die Unternehmen des Börsenindex DAX 30 wirtschaften, würden sie eine Erderwärmung von 4,94 °C bis 2050 erzeugen.

Zum Artikel auf heise online…

Sadiq Kahn nennt Sprache von US-Präsident Trump faschistoid

Kurz vor Donald Trumps Staatsbesuch in England am Montag hat der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan den US-Präsidenten ungewöhnlich hart kritisiert. In einem Beitrag für die britische Tageszeitung Guardian schrieb Khan: Die Sprache, mit der Trump seine Anhänger mobilisiere, erinnere an jene „der Faschisten im 20. Jahrhundert“. Der Republikaner sei „ein ungeheuerliches Beispiel für die wachsende globale Bedrohung durch rechtsextreme Tendenzen“. Die in den letzten 70 Jahren „hart erkämpften bürgerlichen Rechte und Freiheiten sowie die Werte der demokratischen Gesellschaft“ seien bedroht.

Weiter auf ZEIT ONLINE…

Das System braucht den Krieg, um noch funktionsfähig zu sein

In einer idealen Welt wäre Politik gleichbedeutend mit Friedenspolitik. Politiker würden alles in ihrer Macht und Kraft stehende tun, um den äußeren und inneren Frieden zu sichern. Doch wir leben nicht in einer idealen Welt. Wir sind – global betrachtet – von Friedenszuständen im Äußeren wie im Inneren weit entfernt und entfernen uns immer mehr.

Prof. Ulrich Teusch auf TELEPOLIS…

UN: Die Menschheit tilgt die Natur von der Erde

Die Menschheit lässt einem umfassenden Weltbericht zufolge in rasendem Tempo die Natur von der Erde verschwinden. Dafür gebe es inzwischen überwältigende Beweise, die ein unheilvolles Bild zeichneten, warnte der Vorsitzende des Weltbiodiversitätsrates (IPBES), Robert Watson. „Wir erodieren global die eigentliche Basis unserer Volkswirtschaften, Lebensgrundlagen, Nahrungsmittelsicherheit und Lebensqualität.“ Die Weltgemeinschaft müsse sich dringend abwenden von wirtschaftlichem Wachstum als zentralem Ziel, hin zu nachhaltigeren Systemen.

Der Beitrag auf heise online…

Die Erde retten, jetzt aber wirklich!

Dem Planeten ging es schon mal besser. Wo man derzeit auch hinschaut, alles ist dabei, zu kollabieren. Weltweit verseuchen Plastik und Müll Flüsse, Seen und das Meer. Die Erde erwärmt sich seit Jahren zu schnell. Deutschland trocknete zuletzt wieder bis zur Brandgefahr aus. Und allein das, was der Mensch im Schnitt noch immer an Fleisch pro Jahr isst, verschärft die Klimakrise stetig weiter – von unseren Billigflugreisen gar nicht zu reden. Diese Woche der nächste Schock: 1.000.000 Tier- und Pflanzenarten könnten für immer verschwinden.

Statt alle Krisen getrennt zu betrachten, sollten wir uns klarmachen: Am Ende sind sie alle Teil eines einzigen großen Problems. Der gesamte Planet ist in Gefahr, die meisten Krisen bedingen einander.

Wir müssen handeln, jetzt! Alles hängt zusammen. Genau deshalb hilft es, Plastik zu meiden, weniger zu fliegen und politisch Druck zu machen. Wer anfängt zu handeln, hilft bei der Lösung.

Eine Analyse von Elena Erdmann und Maria Mast auf ZEIT ONLINE…