Auch Rezo ist das Volk

Ein YouTuber macht ein Video, in dem er nach eigenen Angaben die CDU zerstört. Seine Kritik ist überspitzt, wütend und unfair. Zum Glück. Wie er schon aussieht, unmöglich. Der 26-jährige YouTuber Rezo, die Haare blau, der Kapuzenpulli orange, knapp zwei Millionen Follower auf seinen zwei Kanälen, hat am Samstag einen 55-Minuten-Monolog veröffentlicht, in dem er nach eigenen Angaben die CDU zerstört. Dafür bekam er drei Millionen Klicks auf YouTube, viele sind begeistert. Die CDU ist empört: Meinungsdiktatur, einseitig, Propaganda. Und, natürlich, die blauen Haare.

Zum Beitrag auf ZEIT Campus…

Fast Food: Immer mehr Restaurantketten setzen auf vegane Gerichte

Burger, Pizza, Sandwich und Co.: In einem Ranking betrachtete ProVeg 2018 das pflanzliche Angebot der umsatzstärksten Fast-Food-Ketten weltweit. Seitdem gab es einige Änderungen auf den internationalen Speisekarten. Ein Blick auf die Riesen der Branche zeigt erfreuliche Verbesserungen. So brachte beispielsweise McDonald’s den veganen Burger Big Vegan TS Ende April 2019 in die deutschen Filialen.

Ich freue mich über diese Entwicklung sehr!

Mehr zu diesem Thema und zu den einzelnen Ketten…

Das System braucht den Krieg, um noch funktionsfähig zu sein

In einer idealen Welt wäre Politik gleichbedeutend mit Friedenspolitik. Politiker würden alles in ihrer Macht und Kraft stehende tun, um den äußeren und inneren Frieden zu sichern. Doch wir leben nicht in einer idealen Welt. Wir sind – global betrachtet – von Friedenszuständen im Äußeren wie im Inneren weit entfernt und entfernen uns immer mehr.

Prof. Ulrich Teusch auf TELEPOLIS…

Umfrage zum Klimawandel: 86 Prozent sagen, der Mensch sei schuld

Die AfD bezweifelt, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist. Doch selbst ihre eigenen Anhänger sehen das überwiegend anders. Die große Mehrheit der Befragten im ARD-DeutschlandTrend hat dazu eine ganz klare Meinung.

Der Artikel auf tagesschau.de…

Wie klimaschädlich ist die Digitalisierung?

Welchen CO2-Fußabdruck erzeugt das Internet? Forscher versuchen, die CO₂-Bilanz von Streamingdiensten zu messen.

Vom Smartphone bis zum Rechenzentrum: Welche Folgen für die Umwelt aktuelle Trends haben auf sueddeutsche.de…

Verlangen lässt sich nicht verbieten

Weiche Drogen zu legalisieren, wäre keine Kapitulation des Rechtsstaats. Sondern ein pragmatischer Umgang mit einem Problem, das sich ohnehin nicht abschaffen lässt.

Nach Jahrzehnten der absoluten Hilflosigkeit in der Drogenpolitik wäre es endlich an der Zeit, weiche Rauschmittel wie Cannabis freizugeben und in eigens dafür lizenzierten Geschäften zu verkaufen.

Die Kolumne von Martin Klingst auf ZEIT ONLINE…

UN: Die Menschheit tilgt die Natur von der Erde

Die Menschheit lässt einem umfassenden Weltbericht zufolge in rasendem Tempo die Natur von der Erde verschwinden. Dafür gebe es inzwischen überwältigende Beweise, die ein unheilvolles Bild zeichneten, warnte der Vorsitzende des Weltbiodiversitätsrates (IPBES), Robert Watson. „Wir erodieren global die eigentliche Basis unserer Volkswirtschaften, Lebensgrundlagen, Nahrungsmittelsicherheit und Lebensqualität.“ Die Weltgemeinschaft müsse sich dringend abwenden von wirtschaftlichem Wachstum als zentralem Ziel, hin zu nachhaltigeren Systemen.

Der Beitrag auf heise online…

In welchen Ländern CO2 bereits richtig Geld kostet

Deutschland diskutiert noch, andere Länder sind schon vor Jahren auf eine Kohlendioxid-Steuer umgeschwenkt, um klimaschädliches Wirtschaften teurer und den Umstieg auf andere Energie lohnender zu machen. Erfahrungen dazu gibt es aus der Schweiz, Schweden, Frankreich, Großbritannien und jüngst auch aus Kanada.

Was funktioniert und welchen Fehler man nicht zweimal begehen sollte auf WiWo.de…

Die Erde retten, jetzt aber wirklich!

Dem Planeten ging es schon mal besser. Wo man derzeit auch hinschaut, alles ist dabei, zu kollabieren. Weltweit verseuchen Plastik und Müll Flüsse, Seen und das Meer. Die Erde erwärmt sich seit Jahren zu schnell. Deutschland trocknete zuletzt wieder bis zur Brandgefahr aus. Und allein das, was der Mensch im Schnitt noch immer an Fleisch pro Jahr isst, verschärft die Klimakrise stetig weiter – von unseren Billigflugreisen gar nicht zu reden. Diese Woche der nächste Schock: 1.000.000 Tier- und Pflanzenarten könnten für immer verschwinden.

Statt alle Krisen getrennt zu betrachten, sollten wir uns klarmachen: Am Ende sind sie alle Teil eines einzigen großen Problems. Der gesamte Planet ist in Gefahr, die meisten Krisen bedingen einander.

Wir müssen handeln, jetzt! Alles hängt zusammen. Genau deshalb hilft es, Plastik zu meiden, weniger zu fliegen und politisch Druck zu machen. Wer anfängt zu handeln, hilft bei der Lösung.

Eine Analyse von Elena Erdmann und Maria Mast auf ZEIT ONLINE…

Polizei beendet Schlachthofbesetzung von Tierrechtsaktivisten

Etwa 30 Aktivisten haben im nordrhein-westfälischen Düren einen Schlachthof besetzt. Die Aktion richtete sich gegen das „massenhafte Töten von fühlenden Wesen“. Die Fleischindustrie ist auch ökologisch nicht tragbar. Der Massenkonsum tierischer Produkte trägt erheblich zur Klimakrise bei und verbraucht Unmengen an Wasser und Energie.

Und wie weit bist du in deiner Entwicklung? Isst du noch Fleisch oder bist du schon weiter?

Hier der Bericht auf ZEIT ONLINE…

„Wer ‚Fremdenfeindlichkeit‘ sagt, übernimmt die Sicht der Täter“

Warum scheitern so viele Gespräche über Rassismus? „Die Antwort“ hat mit der Journalistin Ferda Ataman über problematische Begriffe und Alternativen zu ihnen gesprochen, mit der Trainerin und Aktivistin Tupoka Ogette über Strategien, wie man Rassismus am besten anspricht – und mit der britischen Autorin Reni Eddo-Lodge über die Frage, ob es Gespräche über Diskriminierung gibt, die man besser nicht führt.

Der Beitrag auf ZEIT ONLINE…

Britisches Unterhaus ruft Klimanotstand aus

Das britische Unterhaus hat den Klimanotstand ausgerufen. Eine Mehrheit der Parlamentsabgeordneten unterstützt damit den entsprechenden Antrag.

Der Beschluss des Parlaments ist zwar rein symbolisch. Doch er kommt zeitgleich mit der Veröffentlichung eines Berichts einer einflussreichen Expertenkommission der Regierung. Die Fachleute fordern darin Maßnahmen, um den britischen Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) und anderer Treibhausgase bis zum Jahr 2050 auf Null zu senken.

Zum Artikel der Frankfurter Allgemeine…

Die Energie-Revolution auf dem Balkon

simon stehendDie Stromerzeugung auf dem eigenen Balkon ist mit einer innovativen Photovoltaikanlage so einfach wie nie. Und sie heißt simon. Das rund 1,40 Meter hohe und 70 Zentimeter breite, mobile Solarpanel muss bei Sonne bloß in eine übliche Steckdose gesteckt werden und schon speist es Strom ins häusliche Netz ein.

Möglich macht dies ein integrierter Wechselrichter, der die Einspeisung von bis zu 150 Watt Spitzenleistung narrensicher regelt. „Es gibt viele Menschen, die ihren Strom selbst produzieren wollen, aber nur über einen Balkon oder eine Terrasse verfügen“, sagt Entwickler und Namenspate Simon Niederkircher von der homemade.energy GmbH, einer Tochter der österreichischen oekostrom AG, die simon vertreibt. „Für sie haben wir den simon als möglichst unkompliziertes Solarmodul konzipiert. Es ist sofort startbereit und wandelt dann Sonnenlicht in Strom um.“

Bislang waren es vor allem Hausbesitzer, die auf ihren Dächern Photovoltaikanlagen installierten. Nun können sich auch Mieter aktiv an der Energiewende beteiligen. „Schon immer war der Ausbau der Erneuerbaren zu einem großen Teil durch privates Engagement getrieben“, sagt Nils Müller, Vorstand von Greenpeace Energy, „wir wollen die aktive Teilnahme an der Energie-Revolution nun aber noch mehr Menschen ermöglichen. Je mehr mitmachen, desto stärker ist die Identifikation mit dem Ziel einer vollständigen Energiewende in Deutschland und Österreich, die wir für den Klimaschutz so rasch wie möglich brauchen.“

Mehr zu simon bei Greenpeace Energy…
Und hier ein YouTube-Video (MDR, Einfach genial)…

EU-Kommissar wirbt für europaweite CO2-Steuer

In der Klimaschutzdebatte wird zunehmend über eine CO2-Steuer diskutiert. Sie soll den Ausstoß von Treibhausgasen verteuern und damit klimafreundliche Technologien fördern.

Auch der Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten für die Europawahl hat sich für diesen Mechanismus ausgesprochen, um Nachhaltigkeit zu erreichen: Etwa im Bereich Verkehr und Gebäude könne eine CO2-Steuer einen Anreiz dafür setzen, stärker auf Elektroautos umzusteigen oder die energetische Gebäudesanierung voranzubringen. Die Grünen haben sich eine solche Steuer ebenfalls in ihr Europawahlprogramm geschrieben.

Der Artikel auf ZEIT ONLINE…

Der Schatz in der Biotonne

In Bioabfall steckt großes, ungenutztes Potenzial – zum Beispiel als Kompost oder für die Energieerzeugung. Bioabfälle sind hervorragende Nahrung für Biogasanlagen. Um diese hochwertige stoffliche oder energetische Verwertung  zu erreichen, müssen Bioabfälle getrennt gesammelt werden.

Entweder wird er in großen Kompostierungsanlagen zu Kompost (als Ersatz für Mineraldünger und Torf) verarbeitet, um so Ressourcen zu schonen. Oder noch besser: der Bioabfall wird über die so genannte Kaskadennutzung in Biogasanlagen zu Biogas vergoren, also energetisch verwertet, um über die anschließende Rotte der Gärreste ebenfalls zusätzlich auch stofflich verwertet zu werden, zum Beispiel als Dünger für die Landwirtschaft.

Was in die Biotonne gehört und was mit dem Bioabfall genau passiert, erklärt ein Video des Umweltbundesamtes…

Jeder Veganer spart jährlich zwei Tonnen an Treibhausgasen

Der Ökologe Joseph Poore von der britischen Universität Oxford hat für den SPIEGEL den CO2-Fußabruck eines deutschen Veganers berechnet. Pro Kopf und Jahr produzieren die Deutschen durchschnittlich elf Tonnen Treibhausgase. Wer vegan lebt, reduziert seine Bilanz laut Poore um zwei Tonnen jährlich, bei ansonsten gleichbleibendem Lebensstil. Das entspricht, je nach Berechnungsgrundlage, in etwa acht Economy-Class-Flügen zwischen London und Berlin.

Ergebnisse veröffentlichten sie bereits 2018 in der Fachzeitschrift „Science“. In ihrem Papier kommen die beiden zu dem Schluss, dass selbst Tierprodukte mit einer verhältnismäßig guten Ökobilanz – Eier oder Geflügel – Umwelt und Klima stärker belasten als Pflanzenkost.

„Eine vegane Ernährung ist der wahrscheinlich größte Hebel, um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern“, sagte Poore dem SPIEGEL.

Der Beitrag auf SPIEGEL ONLINE…

Konversionstherapie: Wie einem 23-Jährigen seine Homosexualität ausgetrieben werden sollte

Radikale Gläubige, Ärzte oder auch Therapeuten versuchen mit pseudowissenschaftlichen Methoden homosexuelle Menschen hetero zu machen. Demnach sei Homosexualität eine Krankheit, eine psychische Störung, die behandelbar ist. Viele Homosexuelle, die sich einer sogenannten Konversionstherapie unterziehen, leiden unter immensen psychischen Folgen. Auch Wladimir, 23, ist betroffen. Er erzählt, wie unmenschlich er behandelt wurde.

Das Interview auf ze.tt…

Immer noch die „Scheißschwuchtel“

Homosexualität ist präsenter und normaler geworden. Bürgermeister, Firmenchefinnen, Lehrer: Viele Menschen gehen offen damit um, dass sie homosexuell sind. Lesben und Schwule heiraten und haben Kinder. Ein Coming-out sollte doch auch für Jugendliche heute einfacher sein als früher. Aber für viele ist es das nicht.

Parvin Sadigh auf ZEIT ONLINE…

Klimabündnis macht Front gegen LNG-Terminals

Ein Bündnis aus 25 Umweltverbänden, Nichtregierungsorganisationen und Bürgerinitiativen kritisiert in einer gemeinsamen Stellungnahme die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums in Sachen LNG-Terminals für den Import von US-Fracking-Gas. Dieses möchte den Investoren beim Netzanschluss für Flüssigerdgas entgegenkommen. Nur per Zufall hätte ein Teil der interessierten Öffentlichkeit davon erfahren, dass die Anschluss- und Betriebskosten nun auf die Öffentlichkeit umgelegt werden sollen.

Umweltverbände verweisen schon länger darauf, dass auch Erdgas ein fossiler Energieträger ist, der zur Rettung des Weltklimas mittelfristig aus der Nutzung genommen werden müsse. Bei Fracking-Gas würde die Klimabilanz teilweise schlechter ausfallen als bei Kohle. Auch in Hinblick auf die Pflicht zur vollständigen Dekarbonisierung bis 2050 sei der Ausbau zusätzlicher fossiler Infrastruktur eine „Fehlinvestition in verlorene Vermögenswerte.“

Zum Artikel auf bizz-energy.com…