Glühbirnen, Energiesparlampen und LED richtig entsorgen

Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und LED-Lampen gelten als Elektrogeräte und müssen wie diese getrennt entsorgt werden. Schließlich enthalten LED-Lampen oft Arsenverbindungen und Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren Quecksilber. Daher gehören solche Altlampen nicht in die graue Restmülltonne oder zum Altglas. Damit enthaltene Schadstoffe umweltgerecht entsorgt und Wertstoffe recycelt werden können, müssen Altlampen bei Händlern oder den örtlichen Wertstoffhöfen abgeben werden.

Mehr zum Thema bei der Deutschen Umwelthilfe…

Berlins Wassermangel wird immer dramatischer

2018 hat es in Berlin und Umgebung nur halb so viel geregnet wie sonst. Das Land muss mit Brandenburg und Sachsen darüber verhandeln, wie es an Wasser kommt.

„Die Situation ist angespannt“, sagt Derk Ehlert von der Berliner Umweltverwaltung: Ein Speicherbecken in der sächsischen Oberlausitz sei schon leer, und im brandenburgischen Spremberg nähere sich die letzte Talsperre vor Berlin der Grenze, von der an entweder die Schotten geschlossen oder der Spreewald mit einer von Eisenocker aus dem Braunkohleabbau verschmutzten Brühe erstickt werden müssten.

Steigende Pegel melden nur die Rückhaltebecken, in denen mit Sulfat belastetes Wasser aus den Braunkohlegruben zurückgehalten wird. „Diese Becken sind demnächst voll“, sagt Ehlert. Wenn sie überlaufen, ohne dass sauberes Flusswasser ihren Inhalt verdünnt, steigt der Sulfatgehalt der Spree weiter an. Das ist zunächst nur für Bauwerke problematisch, denen das Salz der Schwefelsäure zusetzt. Aber unvermeidlich steigt dann auch die Konzentration im Großen Müggelsee, um dessen Ufer das Wasserwerk Friedrichshagen Trinkwasser für mehrere hunderttausend Berliner gewinnt.

Im Tagesspiegel…

25. Weltvegantag: Zehn Tipps für (werdende) Veganer

Am 1. November 2018 wird der internationale Weltvegantag zum 25. Mal gefeiert. Diesen Aktionstag führte die britische Vegan Society anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ein. Vegan lebende Menschen in aller Welt verbreiten an diesem Tag Informationen über ihre Lebensweise. ProVeg hat einige Empfehlungen zusammengestellt, die Veganerinnen und Veganern und denen, die es werden wollen, den Alltag erleichtern.

Diese findest du hier…

Bio-Bauern verklagen Regierung

Drei deutsche Bio-Landwirte verklagen gemeinsam mit Greenpeace die Bundesregierung, weil diese zu wenig gegen den Klimawandel unternehme. Die Klimaziele seien justiziabel und bindend, heißt es in einer Erklärung der Umweltschutzorganisation.

Die Bundesregierung verstoße gegen Grundrechte, wenn sie nicht weitere Maßnahmen ergreife, um das deutsche Klimaziel für das Jahr 2020 noch zu erreichen, heißt es darin weiter. Deutschland will bis zu diesem Jahr die Treibhausgas­emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 reduzieren.

Zum Artikel auf taz.de…

Dieselbetrug: Die VW-Rabatte sind eine Frechheit

Der VW-Konzern ist für den wohl größten Industriebetrug seit dem Zweiten Weltkrieg verantwortlich. Nun versucht er, damit weiter Profit zu machen. Volkswagen bietet ein Umtauschprogramm an, weil der Konzern das für die wirtschaftlich schlaueste Strategie hält. Es ist die Angst vor teuren Hardware-Nachrüstungen und vor Fahrverboten, die der Kalkulation zugrunde liegt: Bevor man mehrere Tausend Euro investieren muss, um ein dreckiges Auto ein bisschen sauberer zu bekommen, verkauft man lieber ein neues Auto mit höheren Rabatten, verdient noch daran und ist das Problem los.

Ein Kommentar von Angelika Slavik auf sueddeutsche.de…

Glyphosat: Toxisches PR-Desaster

Der Aktienkurs von Bayer fiel kürzlich um 12 Prozent, seit dem ersten Urteil im August ist der Unternehmenswert an der Börse um fast 25 Prozent eingebrochen, und das, obwohl Bayer nur 5 bis 8 Prozent seines Umsatzes mit Glyphosat bestreitet.

Die Zahlen belegen eindeutig, welch faules Ei sich der Chemieriese mit Monsanto in den Konzern geholt hat.

Es ist noch nicht einmal zwei Wochen her, da wies Bayer-Chef Werner Baumann die Vorwürfe von Umweltschützern scharf zurück. „Dank Glyphosat wird die Menschheit satt“, behauptete er in einem Interview und bezeichnete die Kritik an dem Herbizid als Geschäftsmodell, um Spenden zu bekommen.

Nun wird klar, welches Geschäftsmodell Bayer verfolgt: ein äußerst zynisches, wenn es „ein Medikament vertreibt, das eine Krebsart heilt, zu deren Auslöser sehr wahrscheinlich Glyphosat zählt.“

Ein taz-Kommentar von Jörn Kabisch…

Dieselfahrverbote: Mit Grenzwerten sollte man keinen Wahlkampf machen

Angela Merkel hat plötzlich eine völlig neue Lösung in der Dieselfrage präsentiert und der Zeitpunkt dafür ist vielsagend: Eine Woche vor der Landtagswahl in Hessen, bei der es wohl auch um ihre Zukunft geht.

Um Fahrverbote in vielen deutschen Städten zu vermeiden, will sie offenbar eine Art Toleranzbereich festlegen, bis zu dem Grenzwerte überschritten werden dürfen. Im Ergebnis unterscheidet sich das nicht davon, die Werte zu erhöhen.

Ein ZEIT ONLINE-Kommentar von Sören Götz…

32 Jahre nach Tschernobyl: Wildpilze noch immer radioaktiv belastet

Das belegen Messergebnisse, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in zwei aktuellen Berichten veröffentlicht hat. Demnach sind einzelne Wildpilzarten in bestimmten Regionen Bayerns nach wie vor stark radioaktiv belastet. Bei landwirtschaftlichen Produkten insgesamt ist die Belastung infolge des Reaktorunfalls von Tschernobyl aber deutlich zurückgegangen und die aktuellen Messwerte sind gering.

Bei einer Reihe wild wachsender Speisepilze werden immer noch deutlich erhöhte Werte des radioaktiven Cäsium (Cäsium-137) gemessen, welches nach dem Unfall in Tschernobyl ausgetreten ist. Das geht aus dem aktuellen BfS-Bericht „Radioaktive Kontamination von Speisepilzen (Stand: 2017)“ hervor.

Zur Pressemeldung des BfS beim Informationsdienst Wissenschaft…

Umweltbundesamt fordert Parkplatz-Rückbau in Städten

Das Umweltbundesamt (UBA) regt einen radikalen Rückbau von Parkplätzen in deutschen Städten an, um die Bedingungen für Fußgänger zu verbessern. Für Autos sollten pro Einwohner langfristig nur noch 1,5 Quadratmeter am Straßenrand und auf Wohngrundstücken zur Verfügung stehen, schreibt die Behörde in einem Vorbericht für eine bundesweite Fußverkehrsstrategie. Derzeit haben Autos noch 4,5 Quadratmeter Platz. In einem Zwischenschritt soll die Fläche bis zum Jahr 2030 auf drei Quadratmeter schrumpfen. „Fußgängerinnen und Fußgänger sind die blinden Flecken der Verkehrspolitik“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

„Frei werdende Flächen werden nach diesem Konzept für breitere Fußwege, Fahrradwege und ÖPNV-Spuren, für Freizeit und Grünflächen, Fahrradstellplätze und – in begrenztem Umfang – für Carsharing verwendet“, schreiben die Autoren. Zu den Vorschlägen zählen auch kürzere Wartezeiten für Fußgänger an Ampeln und flächendeckend Tempo 30 in Städten.

Zum Artikel auf SPIEGEL ONLINE…

Die Autoindustrie muss abspecken

Die Automobilindustrie behauptet, bereits die von den EU-Ministern vereinbarte Reduktion des CO2-Ausstoßes sei zu hoch. Schon eine Effizienzsteigerung um 30 Prozent sei kaum machbar. Doch das ist irreführend. Diese Marke würde 2030 schon allein durch den von den Autoherstellern selbst bis dahin angekündigten Verkauf von Elektroautos erreicht. Das hieße aber: Die CO2-Schleudern, die immer noch den größten Teil der Autoflotte ausmachen, könnten sich weiterhin jedem technischen Fortschritt entziehen. Technisch möglich wäre laut dem International Council on Clean Transportation (ICCT) bis 2030 eine Senkung des CO2-Ausstoßes um ganze 50 Prozent – durch eine Kombination von Elektroautos und technischen Effizienzsteigerungen bei den bestehenden Verbrennungsmotoren.

Der Streit um die technischen Verbesserungspotenziale übersieht außerdem ein zentrales Problem: Die Autoindustrie leidet an Übergewicht. Die Regelungen bevorzugen sogar noch schwerere Autos, die mehr Treibstoff verbrauchen, denn die Autohersteller dürfen die CO2-Ziele um das Durchschnittsgewicht ihrer Autoflotte anpassen. Wer wie die deutschen Hersteller viele hochmotorisierte und schwere Autos herstellt, muss somit weniger CO2 einsparen als andere. Hersteller, die bis 2021 möglichst viele Dickschiffe in den Markt drücken, profitieren besonders.

Ein Grund für die Beliebtheit der übermotorisierten, schweren Autos liegt in ihrer Funktion als Statusbestätigung. Im Gegensatz zu anderen Konsumgütern werden die Automarke und die Fahrzeugart nicht versteckt, sondern für alle zur Begutachtung vorgeführt. Die Motorisierung dient oftmals dazu, den ökonomischen Status zu zeigen, und weniger dazu, Mobilitätsbedürfnisse zu befriedigen.

Im Grunde geht es um höhere Gewinnmargen für die Autohersteller, die den Konsumenten mit teuren, PS-starken Autos eine attraktive Möglichkeit geben, den eigenen Status zu präsentieren. Mit dem Klimaschutz ist dieses System aus Status und betriebswirtschaftlicher Logik allerdings nicht vereinbar.

Zum kompletten Gastbeitrag von Felix Creutzig auf ZEIT ONLINE…

Urteil in den Niederlanden: Klimaschützer gewinnen gegen Regierung

Es ist ein historisches Urteil: Die niederländische Regierung muss den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2020 deutlich senken. Klimaschützer hatten den Staat verklagt.

Es war das erste erfolgreiche Verfahren von Klimaschützern gegen einen Staat, um die Reduzierung von Treibhausgasen durchzusetzen. Nach dem Urteil der ersten Instanz hatten Umweltinitiativen in zahlreichen Ländern ähnliche Prozesse angestrengt. Der Klimawandel stelle eine konkrete Bedrohung dar, sagte die Vorsitzende Richterin Marie Anne Tan-de Sonnaville. „Der Staat ist verpflichtet, dagegen Schutz zu bieten.“

Das Gericht skizzierte die hohen Risiken für die Niederlande wie Überflutungen, Krankheiten, Dürre, Waldbrände, Mangel an Trinkwasser und Schäden des Ökosystems. Bis Ende 2020 müssen die Niederlande nun nach dem Urteil den CO2-Ausstoß um mindestens 25 Prozent reduzieren im Vergleich zu den Werten von 1990. 2017 war der totale Ausstoß der Treibhausgase erst um 13 Prozent geringer als 1990.

Zum Bericht auf tagesschau.de…

Die EU versagt im Klimaschutz

Bei der Sitzung der EU-Umweltminister war es, als hätte es den jüngsten Report des Uno-Klimarats IPCC nie gegeben. Sicher, die Vertreter mancher Staaten haben den Bericht genutzt, um für schärfere Grenzwerte zu argumentieren. Schweden, Finnland, Slowenien und Irland etwa. Nur sind sie leider nicht die Schwergewichte in der EU. Deutschland unter der ehemaligen Klimakanzlerin Angela Merkel stand dagegen fest im Lager der Bremser.

Die vergangenen Monate haben eindrucksvoll gezeigt, dass die deutsche Autoindustrie zu einer schnelleren Aufgabe des Verbrennungsmotors gezwungen werden muss, soll sie nicht denselben Weg nehmen wie Kodak mit der Analogfotografie oder Nokia mit den Handys. Schweden, Großbritannien, Spanien oder Slowenien, allesamt Staaten mit großer Autoindustrie, haben das erkannt und sind für scharfe CO2-Grenzwerte. Sie befürchten völlig zu Recht, dass China ihnen bei der Entwicklung sauberer Autos den Rang ablaufen wird.

Zum Artikel auf SPIEGEL ONLINE…

Eisenbedarf pflanzlich decken

Wer sich vegan-vegetarisch ernährt, genießt einige gesundheitliche Vorteile. Unabhängig von der Ernährungsform ist es wichtig, dem Körper alle notwendigen Nährstoffe zuzuführen. Eisenmangel ist die am weitesten verbreitete Mangelerscheinung. Das Spurenelement hat zahlreiche Funktionen im Körper. Gleichzeitig ist Eisenmangel der häufigste Nährstoffmangel weltweit. Es empfiehlt sich, eisenreiche Lebensmittel mit solchen zu kombinieren, die die Eisenaufnahme fördern.

ProVeg verrät, welche Lebensmittel das sind und welche Symptome auf einen Eisenmangel hinweisen…

Umweltpolitik findet in dieser Koalition nicht statt

Immer nur kneifen und der Wirtschaft nicht wehtun: Die Bundesregierung agiert in der Klimapolitik verantwortungslos.

In der Union hat der Wirtschaftsflügel das Sagen, in der SPD das Gewerkschaftslager. Die Schnittmenge aus beidem ist das Gegenteil von Umwelt- und Klimaschutz. Die Umweltministerin von der SPD merkt zwar zuweilen zu Recht an, dass es auf einem toten Planeten keine Jobs gebe. Ein Aufschrei ist aber von ihr nicht überliefert. Der Kanzlerin, die selbst mal Umweltministerin war, fehlt mittlerweile die Kraft, auch noch für mehr Klimaschutz zu kämpfen. Wie bei so vielen anderen Themen regiert auch hier die AfD längst mit: nur keinen mehr verprellen mit einer Politik, die zwar künftige Generationen schützt, dafür aber neue Unsicherheiten im Jetzt schafft. Mutlos ist die freundliche Beschreibung solcher Politik, verantwortungslos die treffendere.

Zum Artikel auf sueddeutsche.de…

Und was macht eigentlich dein Geld?

Wolltest du schon immer einmal wissen, was deine Bank mit dem Geld macht, das du ihr anvertraust? Wird dein Geld in die Produktion von Waffen investiert? Finanzierst du unbewusst Kredite für Unternehmen, die gegen Menschenrechte verstoßen? Nimmt deine Bank Rücksicht auf Arbeitsrechte? Und wie sieht eigentlich die Klimabilanz deiner Bank aus? Überprüfe selbst, wie deutsche Banken bei sozialen und ökologischen Themen abschneiden.

Der FairFinanceGuide Deutschland weiß mehr…