Gericht: 1&1-Werbung „Das beste Netz“ ist irreführend

Da hat 1&1 mal wieder den Mund zu voll genommen: 1&1 darf nicht mit der Aussage „Das beste Netz gibt’s bei 1&1“ werben. Die Werbekampagne sei irreführend, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Köln nach Angaben vom Mittwoch. Die beanstandete Werbung könne so verstanden werden, dass 1&1 ein eigenes, von anderen Anbietern unabhängiges Netz besitze, befand das Gericht. Tatsächlich greife die Firma aber wesentlich auf die Netze anderer Anbieter – unter anderem der Telekom – zurück und nutze diese.

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Fritz!Box 6890: AVM stellt neuen Router offiziell vor – für DSL, mit LTE-Fallback

Im Vorfeld der IFA-Messe deutete es sich schon an, nun kündigt AVM selbst seine neue Fritz!Box 6890 LTE an. Dabei handelt es sich wie erwartet um die erste Fritz!Box, die ab Werk zwei Modems für je einen DSL- und LTE-Internetzugang mitbringt. Standardmäßig baut sie die Verbindung über ihr xDSL-Modem auf, das laut Hersteller bis zu 300 MBit/s im Downstream schafft (SuperVectoring 35b). Fällt DSL aus und ist das LTE/UMTS-Modem konfiguriert und mit einer SIM-Karte bestückt, schaltet die Box automatisch auf den Mobilfunk um (Fallback). Dort erreicht sie ebenfalls maximal 300 MBit/s (LTE Cat6).

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US-Regierung fordert Daten zu allen Besuchern einer Trump-kritischen Website

Die US-Regierung fordert von einem Web-Hoster Daten zu mehr als 1,3 Millionen Personen, die eine Website besucht haben, über die Proteste gegen US-Präsident Donald Trump organisiert wurden. Wie der US-Provider Dreamhost in einem Blogeintrag erläutert, verlangt das US-Justizministerium die IP-Adressen aller Besucher der bei Dreamhost gehosteteten Seite disruptj20.org. Dort wurden Proteste gegen die Amtseinführung von Donald Trump organisiert.

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Internet im Flugzeug wird selbstverständlicher

Der permanente und leistungsfähige Zugang ins Internet wird auch auf Flugreisen immer selbstverständlicher. In wenigen Jahren werde schnelles Internet im Flugzeug zum Standard gehören, sagte der Vorstandsvorsitzende des britischen Satellitenbetreibers Inmarsat, Rupert Pearce, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein Unternehmen stellt verschiedene Technologien zur Verfügung, mit denen die Signale in die Flugzeuge übertragen werden könne.

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Bayern führt die Unendlichkeitshaft ein: Eine Schande für einen Rechtsstaat

In Bayern kann man künftig, ohne dass eine Straftat vorliegt, schon wegen „drohender Gefahr“, unbefristet in Haft genommen werden. Da nimmt sich vergleichsweise das schludrige Prozedere, mit dem einst Gustl Mollath in der Psychiatrie festgehalten wurde, schon fast vorbildlich aus.

Das alles ist eigentlich unvorstellbar; bei diesem Gesetz „zur Überwachung gefährlicher Personen“ denkt man an Guantanamo, Erdogan oder die Entrechtsstaatlichung in Polen. Die Haft ad infinitum wurde aber im Münchner Landtag beschlossen. Die CSU sollte sich schämen; die Opposition, deren Aufstand nicht einmal ein Sturm im Wasserglas war, auch. Dieses Gesetz ist eine Schande für einen Rechtsstaat.

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Bayern kann Verdächtige fortan unendlich lange wegsperren

In Bayern gibt es jetzt eine Haftstrafe, die es nirgendwo sonst in Deutschland gibt. Das Fatale: Sie kann unendlich oft verlängert werden.

Das Gesetz bezieht sich nicht nur auf mögliche terroristische Anschläge. Es betrifft alle Bürger. Damit kann die Polizei schon überwachen oder in Gewahrsam nehmen, ohne dass eine unmittelbare Gefahr bevorsteht. Statt einer konkreten Gefahr braucht es zukünftig nur noch eine drohende Gefahr, eine von der CSU-Regierung neu geschaffene Kategorie.

Bleibt die Frage: Bietet das Gesetz wirklich Sicherheit oder ist das schon Freiheitsberaubung?

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Allgemeine Geschäftsbedingungen: 22.000 Menschen willigen ein, Klos zu putzen

Bei einem Festival in Manchester haben 22.000 Menschen sich dazu verpflichtet, 41,7 Tage die Toiletten zu putzen, indem sie den AGB eines Wlan-Betreibers zustimmten. Das Unternehmen will mit der Aktion zeigen, wie leichtsinnig viele Menschen mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen umgehen. Bei jeder Zustimmung wird ein Vertrag abgeschlossen. Dieser kann mehrere Jahre gültig sein.

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Fritz!Box-Lücke erlaubt delikate Einblicke ins lokale Netz

In der aktuellen Fritz!Box-Firmware existiert offenbar ein Informationsleck, das Angreifern aus dem Internet einen detaillierten Einblick in die interne Netzwerkstruktur erlaubt: Der Angreifer erfährt die Hostnamen der an der Fritz!Box angemeldeten Geräte, ihre lokalen IP-Adressen und MAC-Adressen sowie, ob die Geräte derzeit mit dem AVM-Router verbunden sind. Zudem verrät die Fritz!Box ihre Modellbezeichnung und ihre ID, über die man das Gerät eindeutig identifizieren und wiedererkennen kann. Ist eine Fritz!-App am Router angemeldet, können anscheinend auch Mail-Adressen Teil der Datenbeute sein. Diese Informationen enthalten teilweise Bezüge zu Personen und könnten nachgelagerte Angriffe erleichtern.

Entdeckt hat das Problem Birk Blechschmidt, der den Hersteller AVM nach eigenen Angaben am 17. März darüber informierte. Nach der ursprünglichen Kontaktaufnahme hat der Berliner Router-Hersteller laut Blechschmidt über einen Zeitraum von über 90 Tagen nichts mehr von sich hören lassen, ohne das Problem bestätigt oder gar beseitigt zu haben. Also entschied sich der Finder, seine Informationen zu veröffentlichen und publizierte eine Seite mit einem Security-Advisory.

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Ende der Störerhaftung: Koalition ersetzt Abmahnkosten durch Netzsperren

Im dritten Anlauf soll es nun endlich Rechtssicherheit für Betreiber offener WLAN geben. Nach dem Wegfall der Störerhaftung ist aber unklar, wie umfangreich Netzsperren durchgesetzt werden.

Im neu gefassten Paragrafen 8 des Telemediengesetzes (TMG) wird klargestellt, dass Hotspot-Betreiber nicht für die rechtswidrige Übertragung von Inhalten haften: Sofern diese Diensteanbieter nicht verantwortlich sind, können sie insbesondere nicht wegen einer rechtswidrigen Handlung eines Nutzers auf Schadensersatz oder Beseitigung oder Unterlassung einer Rechtsverletzung in Anspruch genommen werden; dasselbe gilt hinsichtlich aller Kosten für die Geltendmachung und Durchsetzung dieser Ansprüche.

Allerdings bedeutet die Regelung nicht, dass man als privater Betreiber eines offenen WLAN nun vor Abmahnungen oder gar Hausdurchsuchungen sicher ist. Werden über eine bestimmte IP-Adresse Urheberrechtsverletzungen begangen oder gar kinderpornografisches Material heruntergeladen, können Ermittler und Rechteinhaber auch künftig gegen den Anschlussinhaber vorgehen. Bislang ist noch nicht abzusehen, welche Anforderungen Strafverfolgungsbehörden und Gerichte an den Nachweis stellen werden, dass jemand ein offenes WLAN betreibt und damit das Providerprivileg genießt.

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