Das Problem mit Julia Klöckners Nestlé-Video

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner lächelt Marc-Aurel Boersch, Deutschland-Chef des Lebensmittelkonzerns Nestlé, freundlich zu. Der kurze Videoclip, in dem Ministerin und Konzernchef über ihr Gespräch resümieren, wurde am Montag vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf Twitter veröffentlicht.

Twitter-Nutzer fragen sich, warum sich die Ministerin bei einem so wichtigen Thema wie dem Kampf gegen zu hohe Zucker-, Fett- und Salzwerte in Fertigprodukten, ausgerechnet von einem Lobbyvertreter beraten lässt. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg prüft den Fall.

Der Konzern wird von Umweltaktivisten immer wieder scharf kritisiert, regelmäßig rufen Menschen seit Jahrzehnten zum Boykott von Nestlé-Produkten auf. Grund dafür ist unter anderem der Erwerb von Wasserrechten, die der Konzern von staatlichen Wasserbehörden kauft. Dadurch kann das Unternehmen Grundwasser abpumpen und in Flaschen abgefüllt weiterverkaufen. Gerade in Regionen, in denen Wasser sowieso knapp ist, wird Menschen dadurch der Zugang zu Trinkwasser erschwert und der Grundwasserspiegel gesenkt. Weiter betreibt das Unternehmen für einige seiner Produkte Tierversuche und rodet für den Abbau von Palmöl Teile des Regenwalds ab.

So zeigt Youtuber Rezo auf ze.tt, was das Problem mit Julia Klöckners Nestlé-Video ist…

Auch Rezo ist das Volk

Ein YouTuber macht ein Video, in dem er nach eigenen Angaben die CDU zerstört. Seine Kritik ist überspitzt, wütend und unfair. Zum Glück. Wie er schon aussieht, unmöglich. Der 26-jährige YouTuber Rezo, die Haare blau, der Kapuzenpulli orange, knapp zwei Millionen Follower auf seinen zwei Kanälen, hat am Samstag einen 55-Minuten-Monolog veröffentlicht, in dem er nach eigenen Angaben die CDU zerstört. Dafür bekam er drei Millionen Klicks auf YouTube, viele sind begeistert. Die CDU ist empört: Meinungsdiktatur, einseitig, Propaganda. Und, natürlich, die blauen Haare.

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„Luder, Krawall-Barbie, Mutti, Schlampe“ – diese Plakataktion will Sexismus entlarven

Wer in den letzten Tagen durch Berlin spaziert ist, musste bei diesen Plakaten wohl zweimal hinsehen: Seit Freitag hängen in Berlin-Mitte und Berlin-Kreuzberg zahlreiche große Plakate, die auf den ersten Blick wie Werbeanzeigen der BILD-Zeitung aussehen. Roter Hintergrund, weiße Schrift und unten, rechts in der Ecke, das Logo der Zeitung, samt Slogan „BILD dir deine Meinung!“ Schaut man sich dann jedoch die Botschaften auf den Werbeplakaten ein wenig genauer an, wird schnell klar, dass die BILD-Zeitung sicherlich nicht hinter der Kampagne steckt.

Künstler haben Plakate der BILD umgestaltet und wollen so auf Sexismus in den Medien aufmerksam machen.

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