Organspende: 10 Fakten zum Hirntod

Noch vor der Sommerpause wird der Bundestag am Mittwoch, 26.06.2019, in erster Lesung über die beiden Gesetzentwürfe zur Neuregelung der Organspende debattieren. Während die Abgeordneten bisher fraktionsübergreifend und überwiegend sachlich argumentieren, wird im Netz sehr emotional und unsachlich gestritten. Besonders am Begriff „Hirntod“ scheiden sich die Geister, über den Hirntod gibt es jede Menge Gerüchte und Unwahrheiten.

Hirntoten schlägt das Herz, sie sind warm, sie werden künstlich beatmet und künstlich ernährt. Äußerlich unterscheiden sie sich nicht von Komapatienten. Dies macht es so schwer, sie als Tote anzusehen.

Diese 10 Fakten zum Hirntod stellen die 10 schwersten und häufigsten Halb- und Unwahrheiten über Hirntod richtig. Hierbei geht es nicht um die Frage, ob Hirntote Lebende, Sterbende oder Tote sind, sondern um klar überprüfbare Fakten.

Zum lesenswerten Beitrag auf TELEPOLIS…

Konversionstherapie: Wie einem 23-Jährigen seine Homosexualität ausgetrieben werden sollte

Radikale Gläubige, Ärzte oder auch Therapeuten versuchen mit pseudowissenschaftlichen Methoden homosexuelle Menschen hetero zu machen. Demnach sei Homosexualität eine Krankheit, eine psychische Störung, die behandelbar ist. Viele Homosexuelle, die sich einer sogenannten Konversionstherapie unterziehen, leiden unter immensen psychischen Folgen. Auch Wladimir, 23, ist betroffen. Er erzählt, wie unmenschlich er behandelt wurde.

Das Interview auf ze.tt…

Streit über Grenzwerte: EU lässt Scheuer auflaufen

Verkehrsminister Scheuer wünscht sich von der EU eine Neubewertung der Schadstoffgrenzwerte. Die zuständigen Kommissare weisen die Anfrage süffisant ab.

Zum Artikel auf SPIEGEL ONLINE…

Erste Hilfe: Wie du im Ernstfall Leben rettest

Unfall, Schlaganfall, Herzinfarkt, Verletzungen, Ohnmacht: In diesen Situationen muss Jeder Erste Hilfe leisten. Doch wie gehe ich am Unfallort vor? Wie bediene ich einen Defibrillator? Wie funktionieren Beatmung und Herzdruckmassage?

Wissenswertes rund um die richtige Erste Hilfe auf süddeutsche.de…

Erste Hilfe bei Herzstillstand: Einfach Leben retten

Er ist sehr häufig ein überflüssiger Tod in Deutschland: der plötzliche Herztod. Schätzungsweise 80 000 bis 100 000 Menschen sterben jedes Jahr, weil plötzlich das Herz ausfällt und kein Blut mehr in Gehirn und Körper pumpt. Dabei zählt jede Sekunde. Die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem plötzlichen Herzstillstand verringert sich mit jeder verstrichenen Minute um etwa zehn Prozent.

Dabei ist die Therapie einfach und bekannt: Der nächtsstehende Passant müsste schnell die Notrufnummer 112 anrufen, sich dann über den Betroffenen beugen und ihm etwa 100-mal pro Minute fünf Zentimeter tief den Brustkorb eindrücken.

Es ist eine andauernde Tragödie, dass in Deutschland nach Daten der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiolgie und Intensivmedizin vermutlich nur jeder Dritte mit Herzstillstand diese simple Hilfe erfährt, manche Schätzungen liegen noch deutlich darunter. Deutschland liegt damit im europäischen Vergleich im unteren Drittel.

Womöglich liegt das Problem gar nicht am fehlenden Wissen, sondern am mangelnden Mut. Das ist wohl die wichtigste Botschaft: Nichthandeln ist auf jeden Fall die schlechteste Option. Leute, helft bitte!

Ein Kommentar von Christian Weber auf süddeutsche.de…

Debatte um Grenzwerte: Lungenfacharzt verrechnete sich mehrfach

Dieter Köhler hat die Schadstoffgrenzwerte infrage gestellt und eine Debatte ausgelöst. Einige seiner Zahlen waren aber falsch berechnet. „Ich mache ja praktisch alles allein und habe nicht einmal mehr eine Sekretärin als Rentner.“

Der Artikel dazu auf ZEIT ONLINE…

Pädagogik: Die Folgen der NS-Erziehung

Um eine Generation aus Mitläufern und Soldaten heranzuziehen, forderte das NS-Regime von Müttern, die Bedürfnisse ihrer Kleinkinder gezielt zu ignorieren, ihre Kinder möglichst bindungsarm aufwachsen zu lassen. Weine das Kind, solle man es schreien lassen. Übermäßige Zärtlichkeiten seien in jedem Fall zu vermeiden. Wissenschaftler fürchten, dass dies bei betroffenen Kindern zu einer Bindungsstörung geführt hat, die diese seitdem von Generation zu Generation weitergeben.

Zum ausgesprochen interessanten Artikel auf Spektrum.de…

Kuschel-Masern gibt es nicht

Die Masern gehören auch in Deutschland ausgerottet – und es wäre so einfach. Was hält uns auf?

Die Masern sind eine höchst ansteckende, bisweilen tödlich verlaufende Erkrankung. Etwa ein Viertel der Erkrankten muss im Krankenhaus behandelt werden. Man kann daran immer noch sterben! Und etwa jedes tausendste erkrankte Kind entwickelt eine Masern-Enzephalitis.

Wirklich harte Impfgegner sind zum Glück weiterhin nur zwei bis vier Prozent der Bevölkerung. Da eine notwendige Durchimpfungsrate von 95 Prozent diese Komplettverweigerer durchaus tragen könnte, ist es an uns allen anderen, die Impflücken zu schließen.

Spektrum der Wissenschaft…

Notarzt über blockierte Rettungsgassen: Was der Zeitverlust für Unfallopfer bedeutet

Im Sommer hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) an alle Kreis – und Landesverbände einen Fragebogen geschickt. Die Zentrale wollte wissen, wie groß das Problem mit den blockierten Rettungsgassen ist. 96 Rettungsteams aus ganz Deutschland haben geantwortet. Das Ergebnis ist beunruhigend: Mehr als 80 Prozent der Einsätze werden durch blockierte Rettungsgassen verzögert. Vom Stauende bis zum Einsatzort haben die Helfer deswegen im Schnitt fünf Minuten länger gebraucht.

Ein Notarzt erklärt, was das im Alltag für Folgen hat auf SPIEGEL ONLINE…

Freistetters Formelwelt: Die Mathematik der Gefahr

Wir Menschen sind nicht sonderlich gut darin, Risiken einzuschätzen. Wenn wir wirklich genau wissen wollen, wie gefährlich etwas ist, bleibt uns nur die Mathematik.

So ist es zum Beispiel wesentlich gefährlicher, mit dem Auto zu fahren, als mit dem Flugzeug zu fliegen. Das belegen alle Fakten und Daten über Verkehrsunfälle und Flugzeugabstürze. Trotzdem haben wir nur selten Angst, in ein Auto zu steigen, fürchten uns allerdings vor einer Flugreise. Unser Gehirn scheint nicht dafür gemacht zu sein, Risiken und Wahrscheinlichkeiten intuitiv zu verstehen. Wir müssen auf mathematische Berechnungen zurückgreifen.

Der Artikel auf Spektrum.de…

Glyphosat: Toxisches PR-Desaster

Der Aktienkurs von Bayer fiel kürzlich um 12 Prozent, seit dem ersten Urteil im August ist der Unternehmenswert an der Börse um fast 25 Prozent eingebrochen, und das, obwohl Bayer nur 5 bis 8 Prozent seines Umsatzes mit Glyphosat bestreitet.

Die Zahlen belegen eindeutig, welch faules Ei sich der Chemieriese mit Monsanto in den Konzern geholt hat.

Es ist noch nicht einmal zwei Wochen her, da wies Bayer-Chef Werner Baumann die Vorwürfe von Umweltschützern scharf zurück. „Dank Glyphosat wird die Menschheit satt“, behauptete er in einem Interview und bezeichnete die Kritik an dem Herbizid als Geschäftsmodell, um Spenden zu bekommen.

Nun wird klar, welches Geschäftsmodell Bayer verfolgt: ein äußerst zynisches, wenn es „ein Medikament vertreibt, das eine Krebsart heilt, zu deren Auslöser sehr wahrscheinlich Glyphosat zählt.“

Ein taz-Kommentar von Jörn Kabisch…

Ist jedes Glas eines zu viel?

Ab und zu etwas Wein, Bier, Whisky – das gehört für viele zum Leben dazu. Eine aktuelle Studie kommt zum Schluss, dass schon geringe Mengen Alkohol gesundheitsschädlich sind. Um der Gesundheit nicht zu schaden, sollte man darauf verzichten.

„Wir sollten weltweit die gesetzlichen Regelungen und Gesundheitsprogramme überprüfen und erwägen, Abstinenz zu empfehlen“, sagt Emmanuela Gakidou von der University of Washington, die an der Studie beteiligt war. Man müsse über höhere Steuern auf Alkohol, Einschränken der Werbung für Alkohol, eingeschränkte Zeiten für den Alkoholverkauf und ähnliche Maßnahmen nachdenken.

Bisher wird in Deutschland nicht Abstinenz empfohlen, sondern ein maßvoller Konsum. Männer sollten pro Tag höchstens 24 Gramm Alkohol (entspricht gut einem halben Liter Bier oder einem Viertelliter Wein) trinken, Frauen die Hälfte. Beide sollten an mindestens zwei Tagen pro Woche ganz auf Alkohol verzichten.

Die Arbeit wurde von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert.

Zum Artikel auf SPIEGEL ONLINE…

„Es passiert nichts, nichts, nichts“

Unter dem Eindruck des Extremsommers fordern Klimaschützer von der Bundesregierung mehr Tempo beim Kampf gegen die Erderwärmung – und einen raschen Kohleausstieg. Doch der scheint in weiter Ferne.

Nach den neuen Erkenntnissen zum Klimawandel hagelt es Vorwürfe. Umweltschützer attestieren der Bundesregierung schwere Versäumnisse in der Klimapolitik. Um die Erdüberhitzung zu stoppen, forderten Verbände seit Jahren eine zügige Neuausrichtung in der Klimapolitik, erklärt der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Olaf Tschimpke. Passiert sei aber „nichts, nichts, nichts“.

Auch der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger nutzt scharfe Worte: Wer im Kampf gegen die Klimakrise jetzt nicht handle, versündige sich an der Zukunft. Die Bundesrepublik sei einst Vorreiter in Sachen Klimaschutz gewesen, aber alle ambitionierten Ziele für die Jahre 2020, 2030 und 2050 würden verfehlt.

Am Montag stieg nun der weltgrößte Rückversicherer aus dem Kohlegeschäft aus. Munich Re kündigte an, nicht mehr in Aktien und Anleihen von Unternehmen zu investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle verdienen. Ohne Versicherungsschutz könnte es für Investoren zu riskant werden, Kohlekraftwerke zu finanzieren. Und damit bekommt die Kohleindustrie ein echtes Problem.

Der komplette Artikel bei tagesschau.de…

Umweltschutz in Deutschland: Europa stinkt es

Deutschland hinkt beim Umweltschutz immer öfter hinterher, das Land verfehlt seine Klimaziele und reißt bei Schadstoffen immer wieder EU-Grenzwerte.

Ein Überblick über die Themen Infrastruktur, Dieselabgase, Grundwasser und Massentierhaltung auf sueddeutsche.de…