Erste Hilfe bei Herzstillstand: Einfach Leben retten

Er ist sehr häufig ein überflüssiger Tod in Deutschland: der plötzliche Herztod. Schätzungsweise 80 000 bis 100 000 Menschen sterben jedes Jahr, weil plötzlich das Herz ausfällt und kein Blut mehr in Gehirn und Körper pumpt. Dabei zählt jede Sekunde. Die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem plötzlichen Herzstillstand verringert sich mit jeder verstrichenen Minute um etwa zehn Prozent.

Dabei ist die Therapie einfach und bekannt: Der nächtsstehende Passant müsste schnell die Notrufnummer 112 anrufen, sich dann über den Betroffenen beugen und ihm etwa 100-mal pro Minute fünf Zentimeter tief den Brustkorb eindrücken.

Es ist eine andauernde Tragödie, dass in Deutschland nach Daten der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiolgie und Intensivmedizin vermutlich nur jeder Dritte mit Herzstillstand diese simple Hilfe erfährt, manche Schätzungen liegen noch deutlich darunter. Deutschland liegt damit im europäischen Vergleich im unteren Drittel.

Womöglich liegt das Problem gar nicht am fehlenden Wissen, sondern am mangelnden Mut. Das ist wohl die wichtigste Botschaft: Nichthandeln ist auf jeden Fall die schlechteste Option. Leute, helft bitte!

Ein Kommentar von Christian Weber auf süddeutsche.de…

UN-Report warnt vor fünf folgenreichen Umweltgefahren

Die Nutzen und Risiken von Gentechnik, die Folgen auftauender Permafrostböden und die Zerschneidung der Lebensräume von Tier und Mensch durch gigantische Bauprojekte wie Staudämme, Eisenbahntrassen oder Überlandstraßen: Die Vereinten Nationen warnen in ihrem Unep-Bericht vor diesen und weiteren Gefahren für Umwelt und Ökologie. „All diese Umwelterscheinungen haben tiefgreifende Folgen für unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Ökosysteme“, schreiben die UN-Umweltexperten in ihrem Report, der kurz vor Beginn der UN-Umweltkonferenz im kenianischen Nairobi veröffentlicht wurde.

Mehr dazu im Artikel auf ZEIT ONLINE…

Schluss mit scheinheiligen Spielchen in der deutschen Umweltpolitik!

Viel versprechen, wenig bis gar nichts tun: So funktioniert deutsche Klimapolitik unter Angela Merkel. Klar, dass Umweltministerin Schulze das ändern will. Die Union ist düpiert.

Schulze hat die Vertreter der Unionsparteien damit auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Weil die erstens nicht geglaubt haben, dass eine Sozialdemokratin in der Umweltpolitik so mutig sein würde und dabei auch noch ihre Parteiführung hinter sich hat. Und weil sie zweitens dadurch schlicht und einfach ertappt wurden. Schulzes Initiative dokumentiert allen: In der Umwelt und Klimapolitik sind CDU und CSU schlicht blank.

Eine Kolumne von Petra Pinzler auf ZEIT ONLINE…

Zulassung für Glyphosat bis zum Jahresende verlängert

Das sogenannte „Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit“ hat die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat bis zum Jahresende verlängert – dem Vernehmen nach ohne neue Auflagen und Einschränkungen. Dabei hatte die Bundesregierung angekündigt, künftig auf das umstrittene Herbizid verzichten zu wollen.

Das von der Firma Bayer produzierte Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Bayer muss sich deshalb in den USA auch gerade vor Gericht verantworten.

Mehr über die neue Posse aus der Regierung Merkel auf ZEIT ONLINE…

Donald Trump : Ein Gangster und seine Handlanger

Es ist der Donald Trump, den alle schon lange kennen: ein notorischer Lügner, ein Hochstapler und Betrüger, ein elender Rassist. Michael Cohen, sein früherer Anwalt, hat in der öffentlichen Anhörung vor dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses in Washington ein Porträt des US-Präsidenten als Mafioso geliefert, das niemanden überraschen kann.

Cohen, der es noch besser wissen muss, gab ihnen in der Anhörung eine besonders schmerzhafte Erkenntnis mit: „Ich bin verantwortlich für Ihre Dummheit, weil ich zehn Jahre lang getan habe, was Sie jetzt auch tun: Ich habe Mister Trump beschützt.“ Er warnte, wer dem Präsidenten folge, „blind, wie ich es getan habe“, der werde die Konsequenzen erleiden müssen, „die auch ich erlitten habe“. In Trumps Firmenimperium hätten alle die Aufgabe gehabt, Trump zu schützen: „Jeden Tag, wenn wir reinkamen, wussten die meisten von uns, sie würden für ihn über irgendetwas lügen, und das wurde zur Norm. Und das ist genau, was gerade jetzt in diesem Land passiert. Es ist genau das, was hier in der Regierung passiert.“

Ein Kommentar von Carsten Luther auf ZEIT ONLINE…

AfD, Trump, FPÖ und Lega Nord: Das Netzwerk der Klimaleugner

Nach der Europawahl im Mai könnten die Rechtspopulisten zum echten Problem für den Klimaschutz werden. „Die EU muss in den kommenden Jahren viel tun, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen“, erklärt Alexander Carius, Geschäftsführer von Adelphi. „Aber Klimapolitik war auf europäischer Ebene schon immer schwierig. Und sie dürfte nach der Europawahl unter den neuen politischen Konstellationen noch schwieriger werden.“ Im neuen Europaparlament würden Prognosen zufolge bis zu 25 Prozent Rechtspopulisten sitzen. Dazu komme, dass in sieben EU-Mitgliedstaaten bereits jetzt Rechtspopulisten in der Regierung seien. „Das Ambitionsniveau europäischer Klimapolitik droht daher deutlich zu sinken“, meint Carius.

Der Artikel im Tagesspiegel…

„Im Straßenverkehr herrscht ein eher archaisches Gesellschaftsbild“

Der Verkehrspsychologe Bernhard Schlag fordert eine rationalere Tempolimit-Debatte. Autobahnen erzeugten das trügerische Gefühl, dass auch 250 km/h beherrschbar seien.

„Ein schwedischer Kollege hat sehr gut belegt, dass mit einer Senkung der gefahrenen Geschwindigkeit um fünf Prozent die Zahl der Unfälle mit Personenschäden um zehn Prozent sinkt und die Unfälle mit Getöteten um 20 Prozent abnehmen. Das Argument der Gegenseite, es würden auf der Autobahn ohnehin weniger Unfälle als auf Landstraßen passieren, kann kein Grund sein, untätig zu bleiben. Auf der Autobahn sterben zu viele Menschen, das lässt sich deutlich reduzieren.“

Das Interview auf ZEIT ONLINE…

Umweltverschmutzung: Wie geht es dem Wasser?

Den Ozeanen geht buchstäblich die Luft aus, die Todeszonen werden immer größer. Und unter Wasser regeneriert sich das Ökosystem besonders langsam.

Die Wassermenge ist so gigantisch, dass man lange annahm, die Ressourcen der Meere und ihre Kraft, Müll und Schadstoffe aller Art zu absorbieren, seien unerschöpflich. Tatsächlich belastet der Mensch die Ozeane immer weiter – bis über die Grenzen ihrer natürlichen Regenerationsfähigkeit hinaus. Die Aussichten für die Zukunft sind wenig ermutigend.

Tim Kalvelage auf ZEIT ONLINE…

1.000 kleine Taten für das Klima

Würden alle Menschen so leben wie die Deutschen, bräuchten wir drei Erden. Unser ökologischer Fußabdruck ist einfach zu groß: Wir pusten zu viel Treibhausgase in die Atmosphäre und produzieren zu viel Müll. Viele Menschen in Deutschland bemühen sich deshalb, umweltfreundlicher zu leben, auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZEIT-Verlags.

Bei ZEIT ONLINE erzählen sie von ihren kleinen Taten fürs Klima…

Saubere Energie statt Braunkohle im Rheinischen Revier: Greenpeace Energy unterbreitet RWE ein Angebot

Der Kohleausstieg wird kommen – das steht fest. Die entscheidende Frage ist, wie schnell es uns gelingen wird, die Kohlekraftwerke abzuschalten und den Tagebau einzustellen. Weil die Große Koalition beim Klimaschutz bislang versagt und immer noch keinen Ausstiegsplan vorgelegt hat, hat Greenpeace Energy im Dezember 2018 einen aufsehenerregenden Plan vorgestellt: die ReinRevierWende. Im Kern sieht das Konzept vor, die Braunkohle-Kraftwerke und -Tagebaue des RWE-Konzerns im Rheinischen Revier ab 2020 stufenweise zu übernehmen und bis 2025 stillzulegen.

Parallel möchte Greenpeace Energy auf den ehemaligen Tagebauflächen im großen Maßstab Windkraft- und Solaranlagen bauen. Die Erneuerbaren sollen hier schon in wenigen Jahren die schmutzige Braunkohle ersetzen. Im Zusammenspiel mit weiteren Aktivitäten sollen so neue Arbeitsplätze geschaffen werden und alte erhalten bleiben. RWE hat das Angebot bereits abgelehnt. Greenpeace Energy sei „mit zahlreichen Akteuren aus dem Rheinischen Revier im Gespräch, die genau wie wir fest an eine erneuerbare Zukunft glauben und diese gemeinsam mit uns umsetzen wollen.“

Mehr dazu auf reinrevierwende.de…

Pädagogik: Die Folgen der NS-Erziehung

Um eine Generation aus Mitläufern und Soldaten heranzuziehen, forderte das NS-Regime von Müttern, die Bedürfnisse ihrer Kleinkinder gezielt zu ignorieren, ihre Kinder möglichst bindungsarm aufwachsen zu lassen. Weine das Kind, solle man es schreien lassen. Übermäßige Zärtlichkeiten seien in jedem Fall zu vermeiden. Wissenschaftler fürchten, dass dies bei betroffenen Kindern zu einer Bindungsstörung geführt hat, die diese seitdem von Generation zu Generation weitergeben.

Zum ausgesprochen interessanten Artikel auf Spektrum.de…

„Luder, Krawall-Barbie, Mutti, Schlampe“ – diese Plakataktion will Sexismus entlarven

Wer in den letzten Tagen durch Berlin spaziert ist, musste bei diesen Plakaten wohl zweimal hinsehen: Seit Freitag hängen in Berlin-Mitte und Berlin-Kreuzberg zahlreiche große Plakate, die auf den ersten Blick wie Werbeanzeigen der BILD-Zeitung aussehen. Roter Hintergrund, weiße Schrift und unten, rechts in der Ecke, das Logo der Zeitung, samt Slogan „BILD dir deine Meinung!“ Schaut man sich dann jedoch die Botschaften auf den Werbeplakaten ein wenig genauer an, wird schnell klar, dass die BILD-Zeitung sicherlich nicht hinter der Kampagne steckt.

Künstler haben Plakate der BILD umgestaltet und wollen so auf Sexismus in den Medien aufmerksam machen.

Mehr auf ze.tt…