Tausende Wissenschaftler warnen vor Klima-Notfall

Mehr als 11.000 Wissenschaftler aus 153 Ländern fordern mehr Klimaschutz. In einer gemeinsamen Erklärung im Fachjournal BioScience konstatieren sie, ohne grundlegendes Umsteuern sei „unsägliches menschliches Leid“ nicht mehr zu verhindern. „Aus den vorliegenden Daten wird klar, dass ein Klima-Notfall auf uns zukommt.“ Fast drei Viertel der 184 Zusagen zum Einsparen von Treibhausgasen, die Länder im Rahmen des Pariser Abkommens eingereicht haben, sind dem zugehörigen Bericht zufolge nicht ehrgeizig genug.

Der Beitrag auf ZEIT ONLINE…

Bundesverfassungsgericht korrigiert endlich übermäßig harte Sanktionen bei Hartz IV

Die Prügelstrafe ist seit einem halben Jahrhundert aus deutschen Schulen verschwunden, aber im deutschen Sozialrecht hat das Prinzip durchaus noch seine Anhänger. Wenn der Staat einen Arbeitslosen zum Arbeiten erziehen will, dann waren ihm bisher ein paar Dinge erlaubt, die wirklich wehtun. Nämlich drastische Kürzungen einer Leistung, die ohnehin nur das Existenzminimum abdeckt – oder sogar deren komplette Streichung. Also Riemen und Rohrstock. Aber mit einer Kette von Demütigungen holt man niemanden aus der Arbeitslosigkeit.

Ein Kommentar von Wolfgang Janisch auf sueddeutsche.de…

Hate Speech: Sechs Tipps, wie man sich gegen Hass im Netz wehren kann

Soll ich Bedrohungen und Beleidigungen ignorieren oder melden? Bringt eine Anzeige etwas? Wo bekomme ich emotionale Hilfe? ZEIT ONLINE gibt Tipps zum Umgang mit Hass und Hetze. (Grafik: Alexander Hoepfner für ZEIT ONLINE)

Von Eike Kühl…

Vergesst die Erde, rettet H&M!

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg hat Karl-Johan Persson, Chef von Hennes & Mauritz, erklärt, es könne zu einem Problem werden, wenn Modeketten in den Fokus von Klimaaktivisten gerieten. Denn ihre Aktionen hätten „schreckliche gesellschaftliche Konsequenzen“. Dabei sollte man vor ihm warnen.

Ein Kommentar von Carmen Böker im ZEIT Magazin…

Datenschutzbeauftragter kritisiert Datenschutzabbau

Es habe nicht am Datenschutz gelegen, dass Terroristen in den vergangenen Jahren nicht aufgehalten wurden, erklärt der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber. „Statt weitere Eingriffsbefugnisse in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger zu fordern, sollte die Politik lieber bestehende Vollzugsdefizite abbauen und bereits vorhandene Befugnisse evaluieren.“ (Foto: Bundesregierung / Kugler)

Zum Beitrag auf golem.de…

Immer neue Sicherheitsgesetze helfen nicht

Braucht es strengere Sicherheitsgesetze, um Attentate wie in Halle verhindern zu können? Nein, sagen Sven Herpig, Experte für Cybersicherheitspolitik beim Thinktank Stiftung Neue Verantwortung, und Ulf Buermeyer, Vorsitzender der Bürgerrechtsorganisation Gesellschaft für Freiheitsrechte. Warum die Union das Attentat von Halle geschickt im eigenen Interesse nutzt und warum es nicht unbedingt hilft, den Sicherheitsbehörden noch mehr Kompetenzen, zum Beispiel beim Abfangen von WhatsApp-Nachrichten zu geben, argumentieren sie im ZEIT ONLINE Gastbeitrag.

Hier…

Vorsicht vor dem Kuschelkapitalismus!

Der Kapitalismus, wie wir ihn heute kennen, ist erledigt. Das zumindest wollen ausgerechnet 181 Firmenchefs, alles Mitglieder des Business Roundtable, der schlagkräftigsten Lobbygruppe der US-Großkonzerne, der Welt weismachen. Der Washingtoner Verband veröffentlichte jüngst eine Art Manifest, in dem CEOs erklärten, künftig nicht mehr allein die Steigerung der Gewinne für die Anteilseigner zum Ziel zu haben, sondern auch der Gesellschaft verpflichtet zu fühlen.

Der konservative New York Times Kolumnist Ross Douthat sieht in der Entdeckung des sozialen Gewissens der CEOs allerdings lediglich ein Ablenkungsmanöver.

Heike Buchter (New York) auf ZEIT ONLINE…

Frauen in Saudi-Arabien können alleine ins Ausland reisen

In Saudi-Arabien dürfen Frauen ohne die Erlaubnis eines männlichen Vormunds ins Ausland reisen. Das hat die saudi-arabische Passbehörde mitgeteilt. So können Frauen ab 21 Jahren nun Anträge für die Ausstellung oder Erneuerung eines Reisepasses einreichen. Damit setzen die Behörden des erzkonservativen Königreichs eine historische Reform um, die Anfang August beschlossen worden war.

Der Beitrag auf ZEIT ONLINE…

Erich Mielkes Panzerknacker

Oliver Diederichsen weiß, wie man Türen und Tresore öffnet. In einem faszinierenden und bedrückenden Buch erzählt er, wie viel die Stasi darüber wusste. Ein Buch, das die Brücke schlägt zwischen der technischen Faszination des Schloss- und Türöffnens ohne passenden Schlüssel und einer Epoche, in der es dabei um mehr ging als um verbummelte Schlüssel, Codes und Diebstahl. In Die geheimen Schlossöffnungswerkzeuge der Abt. VIII, so der prosaische Titel, dokumentiert Diederichsen, wie sich die Staatssicherheit der „DDR“ dem Einbrechen mit wissenschaftlicher Genauigkeit und nahezu grenzenlosen Mitteln widmete. Der „DDR“-Geheimdienst besaß große Abteilungen, deren einzige Aufgabe es war, Schlösser zu erforschen und Wege zu finden, sie unerkannt zu knacken.

Der Artikel dazu von Kai Biermann auf ZEIT ONLINE…

Wir brauchen ein „Netzwerk der Anständigen“

Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Kaum ein größeres Unternehmen, das dieses Thema noch nicht auf seiner Aufgabenliste hat. Bei einigen Firmen sollte man aber lieber etwas genauer hinsehen. Zum Beispiel bei dem Unternehmen Cargill, über das der Spiegel berichtete – siehe mein Blog-Beitrag von gestern.

Dazu heute ein Kommentar von Ralf-Dieter Brunowsky auf welt.de…

„Das schlimmste Unternehmen der Welt“

Ob Aldi, Edeka, Nestlé oder McDonald’s – alle haben Produkte von Cargill. Der Konzern ist ein Riese auf dem Agrarmarkt – und laut einem Bericht mitverantwortlich für Kinderarbeit, Regenwaldzerstörung und Umweltverschmutzung.

„Heute hat ein privat geführtes Unternehmen vielleicht mehr Macht, das Klima, das Wasser, die Ernährungssicherheit, die öffentliche Gesundheit und die Menschenrechte der Welt zu zerstören oder zu schützen als jedes andere Unternehmen in der Geschichte.“

Mit diesen Worten beginnt der Bericht der Umweltschutzorganisation Mighty Earth über den weltweit agierenden US-Agrarkonzern Cargill.

Und weiter geht es im Bericht auf SPIEGEL ONLINE…

50 Jahre Stonewall – Celebrate Diversity! Fight For Equality!

Die Münchner CSD-Politparade ist die größte Demonstration von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTI) für gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz im süddeutschen Raum. Sie findet in diesem Jahr am kommenden Samstag, 13. Juli, ab 12 Uhr unter dem Motto „50 Jahre Stonewall – Celebrate diversity! Fight for equality!“ statt.

Start und Ziel ist wie immer der Münchner Marienplatz. Die circa 4,5 Kilometer lange Strecke verläuft über den Max-Joseph-Platz, Promenadeplatz, Lenbachplatz, Stachus, Sendlinger Tor, Pestalozzistraße, Müllerstraße, Corneliusstraße, Gärtnerplatz, Reichenbachstraße, Frauenstraße, Isartor und Tal.

Mehr auf der offiziellen Homepage csdmuenchen.de…

Stolz, stark, schwul

Vor 50 Jahren war das Stonewall Inn in der Christopher Street in New York eine billige, angegammelte Kneipe ohne fließend Wasser. Hier trafen sich Schwule, die in der Hierarchie ganz unten standen: Schwarze, Dragqueens, Strichjungen, Straßenkinder ohne Geld. Einer der Stammgäste war Stormé DeLarverie, eine halb schwarze, hochgewachsene, männlich wirkende Lesbe. Dort, in der New Yorker Christopher Street, begann vor 50 Jahren die weltweite Bewegung für die Rechte Homosexueller. (Foto: © Fred W. McDarrah/Getty Images)

Begib dich auf eine interessante Spurensuche in Greenwich Village mit Eva C. Schweitzer auf ZEIT ONLINE…

UN: Länder scheitern an Nachhaltigkeitszielen

Bis 2030 wollte die Weltgemeinschaft eine nachhaltige Welt schaffen: Kein Mensch sollte mehr in Armut leben oder Hunger leiden, der Zugang zu Bildung und der Gesundheitszustand sollten verbessert, die Diskriminierung von Frauen beseitigt und der Klimawandel bekämpft werden. Diese Ziele hatten die Vereinten Nationen 2015 formuliert. Vier Jahre später zeigt sich: Es wird kaum möglich sein, diese Nachhaltigkeitsziele innerhalb des kommenden Jahrzehnts zu verwirklichen.

Die Vereinten Nationen haben nun unter Federführung des UN-Sonderberaters Jeffrey Sachs eine Studie zu den Nachhaltigkeitszielen veröffentlicht, mit ernüchterndem Ergebnis: Kein einziges Land dieser Erde sei auf dem Weg, alle 17 übergeordneten Punkte zu erfüllen, stellten die Autoren der Studie fest.

Der Artikel auf ZEIT ONLINE…

Christopher Street Day München am 13./14. Juli

Den Christopher Street Day feiern wir in München in diesem Jahr am Wochenende 13./14. Juli; die Demonstration, die „Politparade“, findet wie immer am Samstag statt (13. Juli).

Das diesjährige Motto „50 Jahre Stonewall! Celebrate diversity! Fight for equality!“ erinnert an den Aufstand von Stonewall, als sich dort am 28. Juni 1969 Lesben, Schwule, Queens, Tunten und People of Colour erstmals gegen die willkürlichen Polizeirazzien wehrten. Die mehrtägigen Aufstände vor dem Stonewall Inn in New York gelten als Beginn der modernen LGBTI-Bewegung, wie wir sie heute kennen.

Mehr auf der offiziellen Homepage csdmuenchen.de…

Bitte, bitte mehr Verbote!

Es wird sich heute reflexartig um die Freiheit gesorgt, sobald jemand versucht, etwas mit Gesetzen zu verändern. Aber von Aufklärung allein ändert sich nichts.

Der größte Feind des Sinneswandels ist die Gewohnheit. Sie wirkt stärker als die Informationsvermittlung, stärker als die Aufklärung. Andernfalls wären die meisten Menschen schlank und bewegten sich täglich an der frischen Luft. Sie würden Gutes tun und tippitoppi Typen sein. Niemand würde sich, einem anderen oder der Umwelt schaden.

Der Handykonsum beispielsweise. Alle Menschen, die ein Mobilfunktelefon benutzen, wissen, wie ihr Gerät zustande kommt. Sie wissen, dass dafür Kinder misshandelt und ausgebeutet werden…

Eine interessante und kontrovers kommentierte Kolumne von Mely Kiyak, die mir in weiten Teilen „aus der Seele spricht“, auf ZEIT ONLINE…

Das System braucht den Krieg, um noch funktionsfähig zu sein

In einer idealen Welt wäre Politik gleichbedeutend mit Friedenspolitik. Politiker würden alles in ihrer Macht und Kraft stehende tun, um den äußeren und inneren Frieden zu sichern. Doch wir leben nicht in einer idealen Welt. Wir sind – global betrachtet – von Friedenszuständen im Äußeren wie im Inneren weit entfernt und entfernen uns immer mehr.

Prof. Ulrich Teusch auf TELEPOLIS…

UN: Die Menschheit tilgt die Natur von der Erde

Die Menschheit lässt einem umfassenden Weltbericht zufolge in rasendem Tempo die Natur von der Erde verschwinden. Dafür gebe es inzwischen überwältigende Beweise, die ein unheilvolles Bild zeichneten, warnte der Vorsitzende des Weltbiodiversitätsrates (IPBES), Robert Watson. „Wir erodieren global die eigentliche Basis unserer Volkswirtschaften, Lebensgrundlagen, Nahrungsmittelsicherheit und Lebensqualität.“ Die Weltgemeinschaft müsse sich dringend abwenden von wirtschaftlichem Wachstum als zentralem Ziel, hin zu nachhaltigeren Systemen.

Der Beitrag auf heise online…

„Wer ‚Fremdenfeindlichkeit‘ sagt, übernimmt die Sicht der Täter“

Warum scheitern so viele Gespräche über Rassismus? „Die Antwort“ hat mit der Journalistin Ferda Ataman über problematische Begriffe und Alternativen zu ihnen gesprochen, mit der Trainerin und Aktivistin Tupoka Ogette über Strategien, wie man Rassismus am besten anspricht – und mit der britischen Autorin Reni Eddo-Lodge über die Frage, ob es Gespräche über Diskriminierung gibt, die man besser nicht führt.

Der Beitrag auf ZEIT ONLINE…

Konversionstherapie: Wie einem 23-Jährigen seine Homosexualität ausgetrieben werden sollte

Radikale Gläubige, Ärzte oder auch Therapeuten versuchen mit pseudowissenschaftlichen Methoden homosexuelle Menschen hetero zu machen. Demnach sei Homosexualität eine Krankheit, eine psychische Störung, die behandelbar ist. Viele Homosexuelle, die sich einer sogenannten Konversionstherapie unterziehen, leiden unter immensen psychischen Folgen. Auch Wladimir, 23, ist betroffen. Er erzählt, wie unmenschlich er behandelt wurde.

Das Interview auf ze.tt…

Immer noch die „Scheißschwuchtel“

Homosexualität ist präsenter und normaler geworden. Bürgermeister, Firmenchefinnen, Lehrer: Viele Menschen gehen offen damit um, dass sie homosexuell sind. Lesben und Schwule heiraten und haben Kinder. Ein Coming-out sollte doch auch für Jugendliche heute einfacher sein als früher. Aber für viele ist es das nicht.

Parvin Sadigh auf ZEIT ONLINE…

Betreute Menschen dürfen nicht von Wahlen ausgeschlossen werden

Menschen, die Betreuung benötigen, dürfen in Deutschland bislang nicht wählen. Mehrere Betroffene hatten Beschwerde gegen ihren Ausschluss von der Bundestagswahl 2013 eingelegt. Nach Angaben des Bundesverfassungsgerichts waren damals 81.220 voll betreute Menschen betroffen. Der Zweite Senat in Karlsruhe monierte nun einen Verstoß gegen den Grundsatz der Allgemeinheit der Wahl nach Artikel 38 und gegen das Verbot der Benachteiligung wegen einer Behinderung nach Artikel 3 des Grundgesetzes.

Der Artikel auf ZEIT ONLINE…

Willkommen im Grundgesetz, liebe Kirche!

Homosexuell, geschieden, nicht getauft – es gibt vieles, was der Kirche als Arbeitgeber nicht passt. Jetzt muss auch sie sich endlich an geltendes Arbeitsrecht halten. Ein Grund zum Feiern für 1,3 Millionen Angestellte!

Ein Kommentar von Luisa Jacobs auf ZEIT ONLINE…