Rückruf des A8: Was Audi seinen Kunden verschweigt

Ausgerechnet Audis Flaggschiff entpuppt sich als extreme Dreckschleuder. Einen amtlich verordneten Rückruf mehrerer Tausend A8 versucht der Hersteller nun als Servicemaßnahme zu kaschieren. Prüfer des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) haben laut SPIEGEL-Informationen bei den Diesel-A8, die im Zeitraum zwischen September 2013 und August 2017 produziert wurden, Emissionswerte von bis zu 2000 Milligramm Stickoxid pro Kilometer gemessen. Erlaubt sind 80 Milligramm.

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Rückenwind für die Ächtung von Atomwaffen

Die Bekanntgabe des Friedensnobelpreises 2017 lieferte eine befreiende Überraschung. Mit der Nominierung der Internationalen Kampagne zur Abschaffung der Nuklearen Waffen (ICAN) erhält kein glänzender „Politstar“ wie etwa 2009 der damalige US-Präsident Barack Obama oder ein großer Staatenbund wie drei Jahre später die EU die Auszeichnung – die beide weder das Geld für friedenspolitische Impulse nötig hatten, noch es im Kreuz hatten, derartige Hoffnungen einzulösen -, sondern eine Organisation aus vielen jungen Aktivisten, die sich gegen ein mächtiges etabliertes Getriebe aus Interessen stemmen, das die atomare Aufrüstung anschiebt.

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CO2-Steuer: Wie eine Steuer den Klimawandel aufhalten könnte

SUV statt E-Auto: Auch nach dem Abgasskandal wollen die Deutschen nicht auf Diesel und Benziner verzichten. Die Schäden lassen sich verdrängen. Muss der Staat eingreifen?

Wenn Konsumenten Produkte kaufen und nutzen, die der Allgemeinheit schaden, ohne sie dafür zu entschädigen, ist das für Volkswirtschaftler ein Beispiel für „Marktversagen“: Das freie Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage maximiert dann nicht das Gemeinwohl, sondern belastet Unbeteiligte. Der Klimawandel ist eine Folge dieses Marktversagens: Unternehmen und Verbraucher dürfen die Atmosphäre, die für uns alle die Lebensgrundlage ist, mit CO2 belasten, ohne dafür aufzukommen. Die Rechnung zahlen nicht die Verursacher – sondern diejenigen, die unter dem Klimawandel leiden. Denen zum Beispiel Dürren oder Überschwemmungen die Felder rauben, von denen sie leben.

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Bundestag: Auch falsche Politikmüdigkeit stärkt Populisten

Die Rede des scheidenden Bundestagspräsidenten Lammert war eindrücklich: Wehrt euch gegen Rechtspopulisten, war die Botschaft. Noch gibt es Mittel dafür.

Noch könnte die AfD an der Fünfprozenthürde scheitern, wenn – wie die SPD es gerne formuliert – alle „anständigen Leute“ auch zur Wahl gehen. Und vor allem die Bürger, die die AfD aus einem diffusen Protest heraus wählen wollen, noch mal darüber nachdenken,  dass sie dann nicht nur der vermeintlich so moderaten Alice Weidel aus dem TV-Fünfkampf ihre Stimme geben. Sondern auch Alexander Gauland, der die Integrationsministerin Aydan Özoguz in Anatolien „entsorgen“ will. Und die Björn Höckes der Partei, die finden, Deutschland habe nun genug über den Holocaust gesprochen.

Ein Kommentar von Lisa Caspari.

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Rosneft: Ein Konzern, der immer mächtiger wird

Altkanzler Schröder hält Rosneft für ein normales Unternehmen. Dabei spielt es in Russland eine wichtige Rolle. Konzernchef Setschin könnte sogar Putin gefährlich werden.

Dabei dürfte auch Schröder der zweifelhafte Aufstieg von Rosneft von einem halbtoten staatlichen Betrieb zum Global Player nicht entgangen sein. Es sei „jenseits von Gut und Böse“, zürnte einst Michail Chodorkowskis Anwalt über ein Treffen des damaligen Bundeskanzlers Schröders mit Russlands Präsident Wladimir Putin im Dezember 2004 in Deutschland. Nur wenige Tage zuvor hatte der russische Staat Chodorkowskis enteigneten Milliarden-Konzern Yukos an eine Briefkastenfirma versteigert, während Chodorkowski hinter Gittern saß. Etwas später schluckte der staatliche Nobody Rosneft den Konkurrenten Yukos und wurde über Nacht zum größten Ölkonzern des Landes.

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Braunkohle: „Wir brauchen ein Kohleausstiegsgesetz“

Umweltverbände, Grüne und rund 3.000 Bürger haben in Nordrhein-Westfalen mit einer Menschenkette ihre Forderung nach einem Kohleausstieg in Deutschland untermauert.

Am rheinischen Tagebau Hambach formierten sich die in Rot gekleideten Teilnehmer zu einer zwei Kilometer langen Linie, um dem Energiekonzern RWE ihren Protest zu zeigen. Nordrhein-Westfalen dürfe höchstens ein Viertel der vorgesehenen Kohlemengen abbauen, damit Deutschland seine Klimaschutzziele einhalten könne, sagte der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Hubert Weiger.

Die Bemühungen zum Erreichen der Klimaschutzziele müssten verstärkt werden: „Wir brauchen ein Kohleausstiegsgesetz, wir brauchen Strukturmaßnahmen für die Menschen, für die Region, Arbeitsplätze und einen Schub für die Energiewende“, forderte der BUND-Vorsitzende bei der Demonstration im Dorf Kerpen-Manheim, das von 2023 an für den Tagebau Hambach abgebaggert werden soll.

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Donald Trump rastet aus

Schlimmer geht’s immer: Den skandalgewohnten Medien in den Vereinigten Staaten gehen so langsam die Superlative aus, um die immer neuen Absurditäten des US-Präsidenten zu kommentieren. Die jüngste Pressekonferenz des Präsidenten, stilecht gehalten in seinem goldenen Turm, dem Trump Tower in New York, hat jedenfalls alle bisherigen Negativrekorde gebrochen. Im Endeffekt hat Trump die jüngsten rechtsextremen Aufmärsche in Charlottesville legitimiert und die Schuld für die rechten Gewaltexzesse, in deren Verlauf die Antifaschistin Heather Heyer ermordet und 19 Demonstrationsteilnehmer zum Teil schwer verletzt wurden, den Gegendemonstranten zugeschoben.

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