Geheimdienste fordern Hintertür

Der meistignorierte Skandal der Woche: Die Geheimdienste der sogenannten Five-Eyes-Allianz möchten die Tech-Branche zwingen, jegliche digitale Kommunikation für sie zu öffnen. Offenbar hat die Nicht-Reaktion auf die Snowden-Enthüllungen die Dienste noch unverfrorener gemacht. Anders ist die wohl meistignorierte wichtige Nachricht der zurückliegenden Woche nicht zu erklären. In einer öffentlichen Stellungnahme drohen die Geheimdienste der Five Eyes unverhohlen allen „Anbietern von Informations- und Kommunikationstechnologie“: Wenn sie für die Behörden der fünf Staaten der Spionageallianz keine Hintertüren in alle Verschlüsselungssysteme einbauen, werde man mit „technischen Mitteln, Strafverfolgung, gesetzlichen und anderen Maßnahmen“ dafür sorgen.

Skurrilerweise ist dabei immer wieder von „rechtmäßig erlangten Daten“ (lawfully obtained data) die Rede. Wenn man eines mit Sicherheit sagen kann, dann dies: Den Five-Eyes-Geheimdiensten sind Recht und Gesetz gleichgültig – jedenfalls die Rechte und Gesetze aller anderen.

Es gibt keine Rechtsgrundlage, derzufolge die NSA oder das britische GCHQ Zugriff auf die private Kommunikation beispielsweise aller deutschen Staatsbürger bekommen sollte. Selbstverständlich ohne jeden Gerichtsbeschluss, von welchem Gericht auch? Ganze elf Mal kommt der Begriff „lawful“ in dem Drohbrief an Facebook, Apple und Co. vor. Es gibt unter den Sicherheitsbehörden der Spionageallianz offenbar keine Schamgrenze.

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Telekom: Warum der LTE-Netzausbau manchmal dauert

1.300 neue Mobilfunkmasten baut die Telekom alleine in diesem Jahr in ihrem Netz auf, bis 2021 sollen insgesamt 9.000 dazu kommen. Doch dabei sieht sich die Telekom mit vielen Problem konfrontiert. Während sie in der Lage ist, im Notfall binnen vier bis fünf Stunden einen mobilen Sender aufzubauen, kann ein normaler Mast bis zu 18 Monate im Genehmigungsverfahren dauern. Auch die Grenzregionen sind problematisch.

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Europäische Sicherheitsagentur ENISA: Klimawandel verursacht mehr Netzausfälle

Extremwetterlagen verursachten 2017 fast ein Fünftel der Netzausfälle in Europa, heißt es im ENISA-Jahresbericht über Ausfälle in der Telekommunikationsbranche. Unüblich ist der hohe Anteil von 17,2 Prozent, den Naturphänomene im vergangenen Jahr an den Netzwerkausfällen hatten. Zu diesen Phänomenen zählen starke Schneefälle, Eis, Sturm, Überflutungen und nicht zu kontrollierende Waldbrände. In den drei Jahren zuvor hatten diese nur 5 Prozent der Ausfälle verursacht. Die ENISA erkennt in den Zahlen einen Aufwärtstrend und warnt: „Netzbetreiber in der Europäischen Union werden sich mit Naturphänomenen weiterhin befassen müssen, da Extremwetterlagen aufgrund des Klimawandels häufiger werden.“

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Unerlaubte Standortermittlung: Klage gegen Google eingereicht

Wegen angeblich dauerhafter Standortermittlung von Millionen Smartphone-Nutzern drohen Google juristische Konsequenzen. In einer Klageschrift werden dem Internet-Riesen Irreführung und Verletzung der Privatsphäre vorgeworfen.

Trotz Deaktivierung der Option „Standorthistorie“ werde der Standortverlauf gespeichert, heißt es in dem Dokument. Hauptziel von Google sei es, Handynutzer „heimlich zu überwachen“ und dies auch dritten Parteien zu erlauben. Angestrebt wird eine Sammelklage.

Vorausgegangen waren Recherchen der Nachrichtenagentur AP. Demnach speichern mehrere Google-Apps und -Webseiten die Nutzerortung, selbst wenn der Nutzer die Standorthistorie ausgestellt hat.

Nach dem AP-Bericht änderte der Konzern die Angaben zu seinen Ortungsdiensten, aber nicht die Praxis. Eine Hinweisseite zur Standorthistorie weist seitdem darauf hin, dass ein Abstellen dieser Einstellung nicht zwangsläufig dafür sorgt, dass auch andere Ortungsdienste keine Daten mehr sammeln. Einige Ortungsdaten könnten trotzdem in anderen Diensten gespeichert werden. Zuvor hatte es auf der Hinweisseite geheißen, mit ausgeschaltetem Ortungsdienst würden die Orte nicht länger gespeichert, an denen man sich befinde.

Quelle: tagesschau.de…

Niederlande stellen ihr 3G-Netzwerk ab

Der niederländische Netzbetreiber KPN schaltet sein UMTS-Netzwerk (3G) im Januar 2022 ab. Das Spektrum bei 2.100 MHz wird bereits für das LTE-Netzwerk (4G) mitgenutzt. Die Abschaltung erfolgt, um mehr Kapazität in das LTE-Netz zu bekommen. Wer nicht Voice over LTE kann, wird weiter über GSM (2G) telefonieren.

Der Technikchef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, hatte sich im März 2017 zur Abschaltung von 3G-Mobilfunk geäußert. „UMTS wird der erste Netzlayer sein, den wir abschalten“.

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Sind Anrufe zu 0800-Nummern immer gebührenfrei?

Telefonkunden, die eine 0800-Nummer von Deutschland aus anrufen, müssen nicht befürchten, dass ihnen Kosten dafür entstehen. Der Angerufene übernimmt die Gebühren. Dies ist gesetzlich geregelt. Auch ist egal bei welchem Telefonanbieter man ist.

Dasselbe gilt auch für Telefonate über eine 0800-Rufnummer vom Handy oder von einem öffentlichen Telefon. Bei einem sogenannten Basistelefon, einer einfachen Telefonsäule der Telekom als Ersatz für eine klassische Telefonzelle, erfolgt das Telefonat durch das Drücken der „0800“-Taste. Bei anderen öffentlichen Telefonen kann man in der Regel einfach nach dem Abheben des Hörers ohne Münzen oder Karte mit der Wahl einer 0800-Nummer beginnen (unabhängig von Meldungen im Display wie „Münzen einwerfen“ oder „Karte eingeben“).

Hinter zahlreichen 0800-Nummern sind intelligente Routingsysteme wie Sprachmenüs geschaltet. Auch wenn solche Systeme zum Einsatz kommen oder wenn der Anruf zum Beispiel auf ein Mobiltelefon weitergeleitet wird, bleibt der Anruf kostenlos.

Hintergrundinformationen zu 0800-Nummern bei Wikipedia…

Weitere Beiträge zu diesem Thema:
In eigener Sache: Ab sofort sind wir über eine einheitliche 0800-Nummer erreichbar
In eigener Sache: 0800-Faxnummer jetzt auch geschaltet
In eigener Sache: 0800-Nummer ab sofort auch von öffentlichen Telefonen erreichbar

Reisen mit dem iPhone

15 Tipps, die (nicht nur) Urlaub und Dienstreisen erleichtern. Die meisten Besitzer unterschätzen ihr iPhone – und glauben, alles zu wissen, um unterwegs besser zurechtzukommen. Doch wie so oft bei Apple verbergen sich in Einstellungen, Optionen und Apps wertvolle Möglichkeiten. So wird das iPhone zum perfekten Reiseassistenten.

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Fritz!Box 6890: AVM stellt neuen Router offiziell vor – für DSL, mit LTE-Fallback

Im Vorfeld der IFA-Messe deutete es sich schon an, nun kündigt AVM selbst seine neue Fritz!Box 6890 LTE an. Dabei handelt es sich wie erwartet um die erste Fritz!Box, die ab Werk zwei Modems für je einen DSL- und LTE-Internetzugang mitbringt. Standardmäßig baut sie die Verbindung über ihr xDSL-Modem auf, das laut Hersteller bis zu 300 MBit/s im Downstream schafft (SuperVectoring 35b). Fällt DSL aus und ist das LTE/UMTS-Modem konfiguriert und mit einer SIM-Karte bestückt, schaltet die Box automatisch auf den Mobilfunk um (Fallback). Dort erreicht sie ebenfalls maximal 300 MBit/s (LTE Cat6).

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Internet im Flugzeug wird selbstverständlicher

Der permanente und leistungsfähige Zugang ins Internet wird auch auf Flugreisen immer selbstverständlicher. In wenigen Jahren werde schnelles Internet im Flugzeug zum Standard gehören, sagte der Vorstandsvorsitzende des britischen Satellitenbetreibers Inmarsat, Rupert Pearce, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein Unternehmen stellt verschiedene Technologien zur Verfügung, mit denen die Signale in die Flugzeuge übertragen werden könne.

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