„Narzissten trauen wir Führungspotenzial zu“

Unternehmen weltweit werden von Männern geleitet. Nur ein Bruchteil aller Führungskräfte ist weiblich. Sieht man von diesem Ungleichgewicht ab, sollte man erwarten, dass die Männer, die aufsteigen, wenigstens kompetent sind. Leider ist das falsch, sagt der Psychologe Tomas Chamorro-Premuzic. Zwar gibt es kompetente Männer, genauso wie es kompetente Frauen gibt, nur werden sie häufig nicht zu Chefs.

ZEIT ONLINE hat mit ihm über die Gründe gesprochen…

„Die Menschen müssen den Klimawandel wohl erst spüren“

Gut Ding will Weile haben. Fragt man Menschen, ob sie fürs Klima oder die Umwelt zu Verzicht bereit seien, stimmen die meistens zu. Trotzdem plagen uns riesige ökologische Probleme. Wie passt das zusammen?

Warum Menschen ökologisch korrektes Verhalten häufig schwer fällt und wie man es ihnen erleichtern könnte, weiß der Magdeburger Sozialpsychologe Florian Kaiser.

…im Interview mit bizz-energy.com…

„Akzeptieren Sie die Meinung Ihres Kindes“

Minderjährige trinken Alkohol, rauchen oder kiffen. Sie schlucken auf Partys Ecstasy oder andere Substanzen. Was lässt sich tun, wenn das eigene Kind Drogen nimmt? Auf jeden Fall darüber sprechen – und zuhören.

Wie das am besten geht, erklärt der Suchtforscher und Psychotherapeut Jens Reimer in einem ZEIT ONLINE Schwerpunkt zu Drogen im Alltag (Interview: Maria Mast)…

Konversionstherapie: Wie einem 23-Jährigen seine Homosexualität ausgetrieben werden sollte

Radikale Gläubige, Ärzte oder auch Therapeuten versuchen mit pseudowissenschaftlichen Methoden homosexuelle Menschen hetero zu machen. Demnach sei Homosexualität eine Krankheit, eine psychische Störung, die behandelbar ist. Viele Homosexuelle, die sich einer sogenannten Konversionstherapie unterziehen, leiden unter immensen psychischen Folgen. Auch Wladimir, 23, ist betroffen. Er erzählt, wie unmenschlich er behandelt wurde.

Das Interview auf ze.tt…

„Im Straßenverkehr herrscht ein eher archaisches Gesellschaftsbild“

Der Verkehrspsychologe Bernhard Schlag fordert eine rationalere Tempolimit-Debatte. Autobahnen erzeugten das trügerische Gefühl, dass auch 250 km/h beherrschbar seien.

„Ein schwedischer Kollege hat sehr gut belegt, dass mit einer Senkung der gefahrenen Geschwindigkeit um fünf Prozent die Zahl der Unfälle mit Personenschäden um zehn Prozent sinkt und die Unfälle mit Getöteten um 20 Prozent abnehmen. Das Argument der Gegenseite, es würden auf der Autobahn ohnehin weniger Unfälle als auf Landstraßen passieren, kann kein Grund sein, untätig zu bleiben. Auf der Autobahn sterben zu viele Menschen, das lässt sich deutlich reduzieren.“

Das Interview auf ZEIT ONLINE…

Pädagogik: Die Folgen der NS-Erziehung

Um eine Generation aus Mitläufern und Soldaten heranzuziehen, forderte das NS-Regime von Müttern, die Bedürfnisse ihrer Kleinkinder gezielt zu ignorieren, ihre Kinder möglichst bindungsarm aufwachsen zu lassen. Weine das Kind, solle man es schreien lassen. Übermäßige Zärtlichkeiten seien in jedem Fall zu vermeiden. Wissenschaftler fürchten, dass dies bei betroffenen Kindern zu einer Bindungsstörung geführt hat, die diese seitdem von Generation zu Generation weitergeben.

Zum ausgesprochen interessanten Artikel auf Spektrum.de…

Was wäre, wenn uns Nachrichten uninformierter machen würden?

Wann hast du das letzte Mal in der Zeitung die Schlagzeile gelesen: »Heute schon wieder 25 000 Flugzeuge sicher gelandet.«? Oder kannst du dich daran erinnern, dass der »Tagesschau«-Sprecher jemals gesagt hat: »Derzeit herrscht in 189 Ländern dieser Erde Frieden.«? Warum ploppt niemals die Meldung auf: »Im letzten Jahr sind 99,8 Prozent der Deutschen nicht gestorben.«? Wissenschaftskabarettist Vince Ebert auf Spurensuche bei Spektrum der Wissenschaft…

Warum wir den Klimawandel fürchten, aber nichts dagegen unternehmen

Warum sich viele Menschen so schwer damit tun, ihr Leben umweltgerechter zu gestalten, liegt am sogenannten Status-quo-Fehler. Gibt es viele Alternativen, behält der Mensch eher die bei, die er schon von Anfang an gewählt hatte. Oder anders: Wenn sich die Frage stellt, was man wegen eines Problems unternehmen sollte, so unternimmt der Mensch am liebsten – überhaupt nichts. Zu groß ist die Angst vor dem, was mögliche Veränderungen mit sich bringen.

Ein psychologischer Erklärungsansatz von Lena Puttfarcken auf SPIEGEL ONLINE…