1.000 kleine Taten für das Klima

Würden alle Menschen so leben wie die Deutschen, bräuchten wir drei Erden. Unser ökologischer Fußabdruck ist einfach zu groß: Wir pusten zu viel Treibhausgase in die Atmosphäre und produzieren zu viel Müll. Viele Menschen in Deutschland bemühen sich deshalb, umweltfreundlicher zu leben, auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZEIT-Verlags.

Bei ZEIT ONLINE erzählen sie von ihren kleinen Taten fürs Klima…

Anrufe ins EU-Ausland sollen 2019 billiger werden

Das EU-Parlament hat für ein neues Gesetzespaket gestimmt, wonach Kosten für Mobilfunkgespräche aus dem eigenen Land in einen anderen EU-Staat auf 19 Cent pro Minute gedeckelt werden. SMS sollen maximal sechs Cent kosten.

Das Gesetzespaket sieht auch vor, dass Handynutzer im Fall einer Katastrophe oder eines Terroranschlags gewarnt werden.

Stimmt nun noch der Europäische Rat zu, werden die Änderungen am 15. Mai 2019 wirksam.

Die Meldung auf sueddeutsche.de…

Urteil in den Niederlanden: Klimaschützer gewinnen gegen Regierung

Es ist ein historisches Urteil: Die niederländische Regierung muss den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2020 deutlich senken. Klimaschützer hatten den Staat verklagt.

Es war das erste erfolgreiche Verfahren von Klimaschützern gegen einen Staat, um die Reduzierung von Treibhausgasen durchzusetzen. Nach dem Urteil der ersten Instanz hatten Umweltinitiativen in zahlreichen Ländern ähnliche Prozesse angestrengt. Der Klimawandel stelle eine konkrete Bedrohung dar, sagte die Vorsitzende Richterin Marie Anne Tan-de Sonnaville. „Der Staat ist verpflichtet, dagegen Schutz zu bieten.“

Das Gericht skizzierte die hohen Risiken für die Niederlande wie Überflutungen, Krankheiten, Dürre, Waldbrände, Mangel an Trinkwasser und Schäden des Ökosystems. Bis Ende 2020 müssen die Niederlande nun nach dem Urteil den CO2-Ausstoß um mindestens 25 Prozent reduzieren im Vergleich zu den Werten von 1990. 2017 war der totale Ausstoß der Treibhausgase erst um 13 Prozent geringer als 1990.

Zum Bericht auf tagesschau.de…

Die EU versagt im Klimaschutz

Bei der Sitzung der EU-Umweltminister war es, als hätte es den jüngsten Report des Uno-Klimarats IPCC nie gegeben. Sicher, die Vertreter mancher Staaten haben den Bericht genutzt, um für schärfere Grenzwerte zu argumentieren. Schweden, Finnland, Slowenien und Irland etwa. Nur sind sie leider nicht die Schwergewichte in der EU. Deutschland unter der ehemaligen Klimakanzlerin Angela Merkel stand dagegen fest im Lager der Bremser.

Die vergangenen Monate haben eindrucksvoll gezeigt, dass die deutsche Autoindustrie zu einer schnelleren Aufgabe des Verbrennungsmotors gezwungen werden muss, soll sie nicht denselben Weg nehmen wie Kodak mit der Analogfotografie oder Nokia mit den Handys. Schweden, Großbritannien, Spanien oder Slowenien, allesamt Staaten mit großer Autoindustrie, haben das erkannt und sind für scharfe CO2-Grenzwerte. Sie befürchten völlig zu Recht, dass China ihnen bei der Entwicklung sauberer Autos den Rang ablaufen wird.

Zum Artikel auf SPIEGEL ONLINE…

„Der Verkehr steht bald still“

Elektroantriebe helfen aus Sicht des Berliner Mobilitätsforschers Andreas Knie nur bedingt, um die Verkehrsprobleme in den Städten zu lösen. Seine Forderung ist radikal.

„Wir sollten nur noch gemeinwirtschaftliche Ressourcen in Städten zulassen, und es sollte keinerlei privaten Besitz an Fahrzeugen mehr geben. Außerdem reichen Einzelfahrzeuge nicht aus, um die aufkommenden Mengen abzuwickeln. Wir müssen sie mit Bussen und Bahnen kombinieren. Nur ein Gesamtkonzept, bei dem sie gemeinsam vernetzt und zusammen mit Individualfahrzeugen für alle nutzbar sind, wird die Lösung sein.“

Zum Artikel auf bizz.energy…

Klimapolitik der Bundesregierung: Stillstand in Berlin

Es hätte ein Weckruf sein können: Hitze, Dürre und Waldbrände haben den Klimawandel zurück ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Doch wer erwartet hatte, dass die Bundesregierung nun endlich ankündigt, wie sie ihr Klimaschutzziel für 2020 – wie im Koalitionsvertrag versprochen – „so weit wie möglich“ erreichen will und welche Weichen sie stellt, damit zumindest das 2030er-Ziel voll erfüllt wird, wurde enttäuscht.

Die einzige Maßnahme, die im Verkehrsbereich wirklich wirksam wäre – schärfere EU-Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Neuwagen –, werden von der Bundesregierung in Brüssel nicht unterstützt, sondern blockiert. Und auch sonst sind die Zeiten vorbei, in denen Deutschland in Brüssel beim Klima auf Fortschritte drängte. Als der Klimakommissar Miguel Arias Cañete vorschlug, das EU-Klimaziel für 2030 zu verschärfen – statt um 40 Prozent sollte die CO2-Emission bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 45 Prozent sinken –, trat Angela Merkel sofort auf die Bremse.

Zum kompletten Artikel auf taz.de…

Schlechter Klimaschutz ist teuer

Die Kosten der Energiewende und des Kohleausstiegs? Wenn Deutschland die Klimaziele verfehlt, wird es richtig teuer für die Steuerzahler. Wenn der Bund weiterhin nichts bewegt bei den CO2-Emissionen durch Autos, ineffiziente Heizungen und Gülle in der Landwirtschaft, warnt die Studie „Kosten von unterlassenem Klimaschutz für den Bundeshaushalt“, die die Denkfabriken „Agora Verkehrswende“ und „Agora Energiewende“ am Montag veröffentlicht haben, vor Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe. Bereits für 2021 kommen demnach zwischen 600 Millionen und 1,2 Milliarden Euro Mehrkosten auf den Bundeshaushalt zu, weil Deutschland seine EU-Klimaziele nicht erreicht. Die Untersuchung warnt vor einem „ernsten Risiko für den Bundeshaushalt“: Fehlender Ehrgeiz beim Klimaschutz könne die Staatskasse zwischen 2021 und 2030 mit insgesamt 30 bis 60 Milliarden Euro belasten.

Zum Artikel auf taz.de…

GLS Bank: Einfaches Bezahlen an Ladesäulen mit Giro-e

Die GLS Bank möchte im ganzen Bundesgebiet an E-Ladesäulen einfaches Bezahlen mit der kontaktlosen GiroCard anbieten: Karte vorhalten, laden, fertig. Giro-e heißt die Bezahlsoftware, die das möglich macht.

Bisher schließen die Fahrer eigens einen Vertrag mit dem jeweiligen Betreiber der Ladesäule. Der liefert dafür eine extra „Tankkarte“. Das macht das schnelle Laden unterwegs schwierig. „Giro-e macht damit Schluss“, sagt Christof Hülsdünker, Mobilitätsreferent bei der GLS Bank. „An allen Stationen mit Giro-e kann man den getankten Strom einfach mit der kontaktlosen GiroCard bezahlen.“

Als Partner für die Entwicklung von Giro-e hat die GLS Bank den Ladesäulenhersteller EBG Compleo gewinnen können, der die Bezahlsoftware jetzt in seinen Säulen anbietet. Ein weiterer Partner ist EWS, die Elektrizitätswerke Schönau, die den regenerativen Ladestrom liefern, wenn der Betreiber nicht bereits mit 100% Ökostrom versorgt wird.

Mehr im Blog der GLS Bank…

9 wertvolle Tipps, um auch im Urlaub vegan zu leben

Zuhause ist es nicht schwer, die eigenen moralische Vorsätze auch umzusetzen: Im Supermarkt weiß man, was man bedenkenlos essen kann, das Lieblingsrestaurant serviert mehr als genug vegane Gerichte und auch das Shampoo und die Creme der Wahl sind ohne tierische Inhaltsstoffe. Doch wie sieht es unterwegs aus?

In Großstädten wie Berlin oder New York ist es gang und gäbe, dass es für die meisten Gerichte auch eine vegane Alternative gibt. Doch in manchen Urlaubsländern oder -regionen ist es gar nicht so selbstverständlich, dass man auch etwas ohne tierische Produkte auf der Speisekarte findet.

TRAVELBOOK hat 9 nützliche Tipps zusammengestellt, wie man auf Reisen trotzdem gut vegan leben kann…

Die Zeit der kleinen Schritte ist vorbei

Manche Menschen können sich einen SUV leisten. Aber die Menschheit kann es sich nicht mehr leisten, Ressourcen so zu verschwenden. Wir müssen unseren Lebensstil ändern. Es gibt auch kein Recht auf diese Freiheit des Verbrauchs. Denn die Freiheit des einen hört nicht nur dort auf, wo die Freiheit des anderen anfängt. Sie hört dort auf, wo sie auf Kosten der Lebensgrundlagen anderer geht. Und die anderen sind hier die Menschen in den Entwicklungsländern und die kommenden Generationen.

Fair-Trade-Kaffee wird aus Coffee-to-Go-Bechern getrunken, Bioprodukte in Unmengen von Plastik verpackt. Viele wollen Öko-Strom, aber keine Windkraftwerke oder Stromtrassen vor der Haustür. Dafür bekommen Zwölfjährige ein neues Smartphone, wenn sie gute Noten haben. Flugreisen sind eine Selbstverständlichkeit – ob innerhalb Deutschlands oder in die Ferne.

„What on EARTH Are We Doing?“ fragte schon 1989 der US-Journalist Thomas A. Sancton und kam zu dem Schluss: „Während der Mensch in das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts eintritt, findet er sich an einem entscheidenden Wendepunkt: Was jene tun, die jetzt leben, wird über die Zukunft entscheiden, und vielleicht sogar über das Überleben der Gattung Mensch“.

Ein Kommentar von Markus C. Schulte von Drach auf sueddeutsche.de…

Wie Domino-Effekte die Erde in eine Heißzeit treiben könnten

Sogenannte Kippelemente im Klimasystem können unwiderruflich in einen instabilen Zustand fallen und so die Lebensbedingungen der Menschheit bedrohen. Das globale Klimasystem gleicht demnach einer Kette von Dominosteinen – wehe, der erste fällt. Der schwindende Amazonas-Regenwald, der auftauende Permafrostboden im hohen Norden oder die schmelzenden Eispanzer Grönlands sind einige dieser Domino-Elemente, die eine Kettenreaktion mit globalen Folgen auslösen können.

Zu lesen bei sueddeutsche.de…