Am kommenden Samstag: CSD München

Das gesamte CSD-Wochenende über (14./15. Juli) erwartet uns wieder eine bunte Mischung aus Musik- und Showprogramm sowie politischer Talk rund um das CSD-Motto „Bunt ist das neue Weiß-Blau“. Der Umzug, die „Politparade“, findet am Samstag, 14. Juli, statt. Durch das Programm führen in diesem Jahr Ela Querfeld und Annie Heger.

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Schnelle Erdbeeren und unsere Angstgesellschaft

Deutsche Schüler bekommen als Süßigkeit getarnte Drogen! Koran-CDs mit Nervengift sind im Umlauf! Solche Meldungen verbreiten sich in privaten WhatsApp-Gruppen nahezu ungebremst. Das ist ein Symptom.

Medienwissenschaftler und -ethiker wie Bernhard Pörksen, Alexander Filipovic und John Hartley fordern auch angesichts dieser Entwicklung schon länger eine „redaktionelle Gesellschaft“. Eine, in der Menschen Fakten prüfen, bevor sie sie weitergeben.

Redaktionen und private Panikverbreiter arbeiten dabei versehentlich oder gar absichtlich denen zu, deren politisches Geschäftsmodell auf dem Angstmachen basiert.

Und die hat mit einem alten Bekannten zu tun: der Verfügbarkeitsheuristik. Wenn man über ein Thema ständig etwas hört, überschätzt man seine Relevanz. Wenn man etwas leicht aus dem Gedächtnis abrufen kann – sagen wir mal: Straftaten durch Flüchtlinge -, dann kommt es einem auch wahrscheinlicher vor. Deshalb bemühen sich die AfD und ihre Fußtruppen so intensiv und leider erfolgreich darum, dass von Flüchtlingen oder anderen Migranten begangene Straftaten möglichst viel Platz in der Berichterstattung bekommen. Das vergrößert die gefühlte Bedrohung, Fakten hin oder her.

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EIL: Ehe für alle – Bundesrat billigt Gesetzesänderung

Das Gesetz zur Öffnung der Ehe für Homosexuelle hat die letzte Hürde im parlamentarischen Verfahren genommen. Der Bundesrat ließ in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause die umstrittene Gesetzesänderung, durch die künftig auch gleichgeschlechtliche Paare die Ehe eingehen und gemeinsam Kinder adoptieren können, passieren. Die ersten Ehen von Homosexuellen sollen ab dem 1. Oktober geschlossen werden können.

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Apple auf mehreren Pride-Demonstrationen präsent

Apple hat sich an mehreren Pride-Umzügen beteiligt: Mitarbeiter des Konzerns waren erneut auf der Veranstaltung der LGBT-Community in San Francisco präsent sowie auf Pride-Demonstrationen in New York und im kanadischen Toronto, wie Apple-Chef Tim Cook auf Twitter mitteilte. Cook hatten in den vergangenen Jahren mehrfach auch persönlich an der Veranstaltung in San Francisco teilgenommen, die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen einsetzt.

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Ehe für alle – Alle für die Ehe

Für die Grünen ist das ein kleiner Triumph in schwierigen Zeiten. Diesen Triumph haben sie ausgerechnet einem scheidenden Parlamentarier zu verdanken. Der Kölner Bundestagsabgeordnete Volker Beck war es, der auf dem jüngsten Parteitag vor zehn Tagen einen Beschluss erzwang, in dem die Partei jede Koalitionsvereinbarung unter den Vorbehalt stellte, dass auch die Ehe für alle Bestandteil sein müsse. Die Parteispitze hatte nicht wirklich viel dagegen. Aber sie hatte Angst vor dem Begriff der „roten Linie“. Als der Parteitag trotzdem Becks Forderung folgte, freute sich der Kölner diebisch und die Parteispitze übte sich in guter Miene.

Zehn Tage später haben die Grünen, man muss das so sagen, diesen Kampf gewonnen. Erst begriff FDP-Chef Christian Lindner, dass der gleiche Kurs seiner Partei gut zu Gesicht stünde. Also sagte er in einem Interview knapp eine Woche nach den Grünen, dass er das mit der „roten Linie“ ganz genauso sehe.

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Ehe für alle: Gleiches Recht für Schwule und Lesben

  • Mit der Ehe für alle wird die komplette Öffnung der Ehe für Schwulen und Lesben in Deutschland gefordert.
  • Seit 2001 gibt es die eingetragene Lebenspartnerschaft, auch Homo-Ehe genannt. Sie ist aber nur ein ehe-ähnliches Konzept. Ein Adoptionsrecht haben gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland nicht.
  • Die SPD will noch im Juni über die Ehe für alle abstimmen lassen. Das verkündete sie, nachdem Angela Merkel sich bei einer Veranstaltung der „Brigitte” am 26. Juni erstmals offen zeigte und von ihrem klaren “Nein” abrückte. Die Grünen, Linke und FDP setzen sich im Bundestagswahlkampf aktiv für eine Ehe für alle ein. Die Union war bislang gegen die komplette Gleichstellung.
  • Internationale Vorbilder: Als erstes Land der Welt ermöglichten es 2001 die Niederlande gleichgeschlechtlichen Paaren zu heiraten. 17 weitere Staaten haben sich angeschlossen.

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Ehe für alle: Parlamentarier fordern Abstimmung zu gleichgeschlechtlicher Ehe

Nach den überraschenden Äußerungen der Kanzlerin zur Ehe für alle fordern mehrere Abgeordnete, eine von Angela Merkel ins Gespräch gebrachte „Gewissensentscheidung“ im Bundestag noch vor der Wahl zu ermöglichen. Politiker von SPD und Grünen pochten auf eine Abstimmung in dieser Woche, ähnlich äußerten sich ein CDU-Parlamentarier und zahlreiche Twitter-Nutzer. In sozialen Netzwerken ist die #Ehefueralle ein vieldiskutiertes Thema.

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Türkei: Polizei verhaftet Gay-Pride-Aktivisten und Reporter in Istanbul

Türkische Einsatzkräfte haben eine Gay-Pride-Parade in Istanbul größtenteils verhindert. Die Gay Pride war einen Tag zuvor verboten worden. Mit Wasserwerfern sperrten Polizisten den Bereich um die Einkaufsstraße Istiklal im Stadtzentrum ab, die zum Taksim-Platz führt. Einige Aktivisten schafften es dennoch, sich zu versammeln und Slogans zu skandieren. Mehrere von ihnen wurden festgenommen, berichteten Medien übereinstimmend. Die Organisatoren bezifferten die Gesamtzahl der Festnahmen auf Twitter mit mehr als 20. Die Polizei setzte Gummigeschosse ein.

Amnesty International teilte in einem Statement mit, man sei tief beunruhigt. Die Organisation rief die Behörden auf, das Verbot aufzuheben. Stattdessen solle der Staat die Demonstranten schützen. Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) kritisierte, das Verbot sei „ein klarer Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention“. Er forderte die Bundesregierung zum Handeln auf.

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Homosexualität: Schwule werden mit neuem Gesetz rehabilitiert

Tausende ehemals verurteilte Homosexuelle werden rehabilitiert. Ein entsprechendes Gesetz hat der Bundestag einstimmig verabschiedet. Demnach sollen die Justizopfer eine finanzielle Entschädigung von pauschal 3.000 Euro pro Person erhalten, hinzu kommen 1.500 Euro für jedes angefangene Jahr im Gefängnis. Damit die Regelung in Kraft treten kann, fehlt noch die Zustimmung des Bundesrats, sie gilt aber als sicher.

Hintergrund des Gesetzes ist der ehemalige Paragraf 175 des Strafgesetzbuchs (StGB), der sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte.

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TV-Tipp: „Somewhere over the Rainbow“ – Die schwule Bewegung und ihre Hymnen

Der Film blickt auf die größten schwulen Hymnen zurück und zeigt, wie sie die homosexuelle Emanzipation gefördert haben. Internationale Musiker, Künstler, Zeitzeugen, Journalisten und Aktivisten der Bewegung erklären, warum welche Songs prägend waren für ein schwules Selbstverständnis und warum Schwule zur wichtigsten Zielgruppe popkulturellen Marketings geworden sind.

Am Freitag, 23.06.2017, um 21.40 Uhr auf arte.

Hier mehr und jetzt schon ein kurzer Ausschnitt…

„I want to break free“ – Pop vom anderen Ufer

Der Kampf um die Rechte Homosexueller war seit der Nachkriegszeit eng an die Entwicklung einer eigenen schwul-lesbischen Kultur gebunden. Zunächst war die homosexuelle Szene eine verbotene Subkultur. Anlässlich des Christopher Street Days untersucht der Film, auf welche Weise Homosexualität in der Kunst ab den 50er Jahren zum Ausdruck kommt – versteckt oder ganz offen.

Gestern auf arte, aber hier Teil I und II online verfügbar…

Humanitätsvisum: Erstmals Asyl für Homosexuellen aus Tschetschenien

Zum ersten Mal hat ein Homosexueller aus Tschetschenien in Deutschland humanitäres Asyl erhalten. Der Mann sei am Dienstag in Deutschland eingetroffen, teilte das Auswärtige Amt mit, mindestens drei weitere Fälle würden derzeit geprüft. Die Betroffenen werden in der Deutschen Botschaft in Moskau angehört, bevor über ihre Anträge auf Asyl entschieden wird.

Mit einem humanitären Visum wird Personen, die noch im Ausland sind, „aus dringenden humanitären Gründen“ die Aufenthaltserlaubnis erteilt – eine Seltenheit in Deutschland, genauso wie in anderen EU-Staaten. Auch Frankreich und Litauen haben bereits homosexuelle Tschetschenen aufgenommen.

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