Schlechter Klimaschutz ist teuer

Die Kosten der Energiewende und des Kohleausstiegs? Wenn Deutschland die Klimaziele verfehlt, wird es richtig teuer für die Steuerzahler. Wenn der Bund weiterhin nichts bewegt bei den CO2-Emissionen durch Autos, ineffiziente Heizungen und Gülle in der Landwirtschaft, warnt die Studie „Kosten von unterlassenem Klimaschutz für den Bundeshaushalt“, die die Denkfabriken „Agora Verkehrswende“ und „Agora Energiewende“ am Montag veröffentlicht haben, vor Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe. Bereits für 2021 kommen demnach zwischen 600 Millionen und 1,2 Milliarden Euro Mehrkosten auf den Bundeshaushalt zu, weil Deutschland seine EU-Klimaziele nicht erreicht. Die Untersuchung warnt vor einem „ernsten Risiko für den Bundeshaushalt“: Fehlender Ehrgeiz beim Klimaschutz könne die Staatskasse zwischen 2021 und 2030 mit insgesamt 30 bis 60 Milliarden Euro belasten.

Zum Artikel auf taz.de…

Lebensmittelverschwendung vermeiden!

Allein in Deutschland landen laut WWF jährlich über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Gleichzeitig hungern weltweit 795 Millionen Menschen. Im Interview verrät die Welthungerhilfe, was wir gegen Lebensmittelverschwendung tun können.

Außerdem: 8 Tipps, wie du Verschwendung vermeiden und besser erkennen kannst, ob ein Lebensmittel wirklich reif für die Tonne ist.

Mehr auf www.madame.de…

Das irrsinnige 150 Mrd.-Geschäft mit dem abgefüllten Wasser

Leitungswasser ist in Deutschland nahezu flächendeckend ohne Bedenken konsumierbar, es wird strenger kontrolliert als abgefülltes Wasser und ist 180 bis 250 Mal günstiger. Hinzu kommt, dass abgefülltes Wasser überwiegend in Plastikflaschen abgepackt wird, oftmals weit transportiert werden muss und einen verheerenden ökologischen Fußabdruck hat. Die verlinkte Grafik, die das Startup trademachines entworfen hat, verdeutlicht die Konsequenzen anschaulich.

Zur Grafik auf diefarbedesgeldes.de…

Wie der Klimawandel unser Essen verdirbt

Die steigenden Konzentrationen an Kohlendioxid in der Luft dürften einer Studie zufolge wichtige Lebensmittel nährstoffärmer machen und langfristig bei mehr Menschen zu Mangelerscheinungen führen. Einige Grundnahrungsmittel, Getreide wie Reis und Weizen etwa, könnten nach Einschätzung der Forscher bereits bis zum Jahr 2050, wenn die Kohlendioxidkonzentration von heute über 400 auf dann 550 ppm steigt, zwischen 3 und 17 Prozent weniger Eisen, Zink und Eiweiß enthalten. Die Qualität der Pflanzenfrüchte leidet durch den Klimawandel direkt und indirekt – einerseits, weil viele Anbaugebiete sich durch klimatische Veränderungen verschlechtern und Missernten sich häufen.

Andererseits aber verändert Kohlendioxid auch direkt die Bildung von Nährstoffen und die Anreicherung von lebenswichtigen Spurenstoffen. Das hatte sich schon früher in Feldexperimenten mit unterschiedlichen Spurengaskonzentrationen angedeutet. Die Untersuchung der Universität Harvard zu den Folgen dieser Nahrungsmittelverschlechterung ist in der Zeitschrift „Nature Climate Change“ erschienen. Hunderte Millionen Menschen könnten demnach vermehrt Nährstoffmängel entwickeln.

Zum Artikel auf faz.net…

9 wertvolle Tipps, um auch im Urlaub vegan zu leben

Zuhause ist es nicht schwer, die eigenen moralische Vorsätze auch umzusetzen: Im Supermarkt weiß man, was man bedenkenlos essen kann, das Lieblingsrestaurant serviert mehr als genug vegane Gerichte und auch das Shampoo und die Creme der Wahl sind ohne tierische Inhaltsstoffe. Doch wie sieht es unterwegs aus?

In Großstädten wie Berlin oder New York ist es gang und gäbe, dass es für die meisten Gerichte auch eine vegane Alternative gibt. Doch in manchen Urlaubsländern oder -regionen ist es gar nicht so selbstverständlich, dass man auch etwas ohne tierische Produkte auf der Speisekarte findet.

TRAVELBOOK hat 9 nützliche Tipps zusammengestellt, wie man auf Reisen trotzdem gut vegan leben kann…

BUND: Bank wechseln

„Besser leben – nur wie? Tun Sie, was Sie längst schon tun wollten: Überdenken Sie Ihre Geldanlagen und schichten Sie Ihre Ersparnisse um. Unterstützen Sie mit Ihrem Geld nur noch, was Sie wirklich unterstützen wollen. Wer sein Geld nach ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien anlegt, schützt es zudem vor den riskanten Geschäften der Finanzjongleure. Als Kunde einer ’normalen‘ Bank fördern Sie ungewollt eine Konzernpolitik, die für mehr Wachstum und Rendite bereit ist, natürliche Ressourcen und menschliche Arbeitskraft auszubeuten.

Wer seinen Anlegern viel Geld auszahlt, kann das nur, indem er anderswo noch mehr Geld einnimmt. Das so generierte Wachstum aber ist bis heute mit dem Verbrauch endlicher Ressourcen verbunden, also mit Belastungen für die Biosphäre. Wachstum muss deshalb nicht per se schlecht sein: Bestimmte Branchen – wie die erneuerbaren Energien oder der Biolandbau – sollen auch aus Umweltsicht wachsen, um schädlichere Branchen zu verdrängen. In diesen Zukunftsbereichen dürfen Anleger guten Gewissens auf Gewinne hoffen.

Langfristig muss es gelingen, unseren Lebensstandard vom Ressourcenverbrauch abzukoppeln. Als Ziel wird oft ein ‚qualitatives‘ Wachstum formuliert, das ohne zusätzliche Rohstoffe auskommt. Doch für eine global nachhaltige Entwicklung muss viel mehr passieren: Die Industrieländer müssen ihren Verbrauch deutlich reduzieren.“

Weitere Informationen zum Thema Bankwechsel, Altersvorsorge, nachhaltige Kapitalanlage in diesem PDF des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND)… (leider funktionieren nicht mehr alle dort genannten Links)

Die Zeit der kleinen Schritte ist vorbei

Manche Menschen können sich einen SUV leisten. Aber die Menschheit kann es sich nicht mehr leisten, Ressourcen so zu verschwenden. Wir müssen unseren Lebensstil ändern. Es gibt auch kein Recht auf diese Freiheit des Verbrauchs. Denn die Freiheit des einen hört nicht nur dort auf, wo die Freiheit des anderen anfängt. Sie hört dort auf, wo sie auf Kosten der Lebensgrundlagen anderer geht. Und die anderen sind hier die Menschen in den Entwicklungsländern und die kommenden Generationen.

Fair-Trade-Kaffee wird aus Coffee-to-Go-Bechern getrunken, Bioprodukte in Unmengen von Plastik verpackt. Viele wollen Öko-Strom, aber keine Windkraftwerke oder Stromtrassen vor der Haustür. Dafür bekommen Zwölfjährige ein neues Smartphone, wenn sie gute Noten haben. Flugreisen sind eine Selbstverständlichkeit – ob innerhalb Deutschlands oder in die Ferne.

„What on EARTH Are We Doing?“ fragte schon 1989 der US-Journalist Thomas A. Sancton und kam zu dem Schluss: „Während der Mensch in das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts eintritt, findet er sich an einem entscheidenden Wendepunkt: Was jene tun, die jetzt leben, wird über die Zukunft entscheiden, und vielleicht sogar über das Überleben der Gattung Mensch“.

Ein Kommentar von Markus C. Schulte von Drach auf sueddeutsche.de…

„Es passiert nichts, nichts, nichts“

Unter dem Eindruck des Extremsommers fordern Klimaschützer von der Bundesregierung mehr Tempo beim Kampf gegen die Erderwärmung – und einen raschen Kohleausstieg. Doch der scheint in weiter Ferne.

Nach den neuen Erkenntnissen zum Klimawandel hagelt es Vorwürfe. Umweltschützer attestieren der Bundesregierung schwere Versäumnisse in der Klimapolitik. Um die Erdüberhitzung zu stoppen, forderten Verbände seit Jahren eine zügige Neuausrichtung in der Klimapolitik, erklärt der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Olaf Tschimpke. Passiert sei aber „nichts, nichts, nichts“.

Auch der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger nutzt scharfe Worte: Wer im Kampf gegen die Klimakrise jetzt nicht handle, versündige sich an der Zukunft. Die Bundesrepublik sei einst Vorreiter in Sachen Klimaschutz gewesen, aber alle ambitionierten Ziele für die Jahre 2020, 2030 und 2050 würden verfehlt.

Am Montag stieg nun der weltgrößte Rückversicherer aus dem Kohlegeschäft aus. Munich Re kündigte an, nicht mehr in Aktien und Anleihen von Unternehmen zu investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle verdienen. Ohne Versicherungsschutz könnte es für Investoren zu riskant werden, Kohlekraftwerke zu finanzieren. Und damit bekommt die Kohleindustrie ein echtes Problem.

Der komplette Artikel bei tagesschau.de…

Wie Domino-Effekte die Erde in eine Heißzeit treiben könnten

Sogenannte Kippelemente im Klimasystem können unwiderruflich in einen instabilen Zustand fallen und so die Lebensbedingungen der Menschheit bedrohen. Das globale Klimasystem gleicht demnach einer Kette von Dominosteinen – wehe, der erste fällt. Der schwindende Amazonas-Regenwald, der auftauende Permafrostboden im hohen Norden oder die schmelzenden Eispanzer Grönlands sind einige dieser Domino-Elemente, die eine Kettenreaktion mit globalen Folgen auslösen können.

Zu lesen bei sueddeutsche.de…

Die Katastrophe hätte verhindert werden können

Die Welt nähert sich dem Abgrund, doch statt zu handeln, stecken wir den Kopf in den trockenen Sand. Warum weckt der mögliche Untergang der Menschheit so wenig Interesse?

Dabei reicht es nicht, wenigstens eine Erwärmung von zwei Grad Celsius zu verhindern. Bei drei Grad, so Robert Watson, der früher für die Vereinten Nationen Lösungen für den Klimawandel, wie es verharmlosend heißt, suchte, werden die Küstenstädte der Welt verloren gehen, womöglich New York, Hamburg, Kalkutta, Bangkok und viele mehr. Bei vier Grad wird in Europa permanente Dürre herrschen, weite Teile Chinas, Indiens und Bangladeschs werden zu Wüsten, der Südwesten der USA wird unbewohnbar. Bei fünf Grad, so sagen es einige der führenden Wissenschaftler, droht das Ende der Menschheit.

Eine Kolumne von Georg Diez bei SPIEGEL ONLINE…

Erdüberlastungstag: So früh wie nie

Zwar liegt der sogenannte Erdüberlastungstag noch in der zweiten Jahreseshälfte – jener Tag, an dem die Menschheit sämtliche natürlichen und regenerierbaren Ressourcen verbraucht hat, die die Erde in diesem Jahr zur Verfügung stellt. Die schlechte Nachricht aber ist: In diesem Jahr liegt er so früh wie nie.

Seit 1. August lebt die Menschheit also über ihre Verhältnisse. Berechnet wird das Datum von der US-Organisation „Global Footprint Network“. Die Menschheit bräuchte 1,7 Erden, um ihren Bedarf an Ressourcen zu decken und ihren Abfall zu entsorgen.

Der Anteil des ökologischen Fußabdrucks, der am schnellsten steigt, ist übrigens der CO2-Ausstoß.

Zum Artikel auf klimareporter.de…

Klimawandel: Zukunft im Schwitzkasten

Was sehen wir in diesem Hitzesommer? Natürlich verdorbene Ernten auf verdorrten Äckern. Natürlich eine extrafrühe Weinlese. Natürlich halb leere Flüsse. Dazu Menschen mit Schwächeanfällen und Kreislaufzusammenbrüchen. Wir sehen aber auch etwas höchst Unnatürliches: die Erderwärmung bei der Arbeit.

Es lädt zu Widerspruch ein aus zwei Richtungen: erstens von jenen, die es nicht wahrhaben wollen („Da hat der Mensch keinen Einfluss drauf, so etwas gab es immer schon …“). Zweitens von allen, die über Jahre gleichsam als Faustregel verinnerlicht haben, man könne das Wirken des Klimawandels nur in Trends identifizieren, also in langjährigen Zeitreihen und den subtilen Veränderungen in den Mittelwerten der Statistik – nicht aber bei Einzelereignissen.

Man könnte sagen, künftig gilt die Schwer-zu-sagen-Daumenregel nicht mehr, wenn der Fingerabdruck des Klimawandels sichtbar wird. Der heiße Sommer führt uns die Folgen des Klimawandels vor Augen.

Zum kompletten Artikel auf ZEIT ONLINE…

Initiative „Aktion Biotonne Deutschland“

Die enormen Massen von kompostierbaren Küchenabfällen und Gartenabfälle sind wertvolle Rohstoffe, um Kompost sowie Strom und Wärme herzustellen. Kompost ist ein hochwertiger und natürlicher Bodenverbesserer in Gartenbau und Landwirtschaft; er ersetzt herkömmlichen Kunstdünger und Torf.

In manchen Regionen wird der Inhalt der Biotonne in Biogasanlagen verwertet. Dort können aus Obstschalen, Spaghettiresten oder abgelaufenem Quark Strom und Wärme erzeugt werden. Biotonnennutzer werden so zu aktiven Unterstützern der Energiewende: Weg von Öl, Kohle, Atom und anderen fossilen Rohstoffen, hin zur Biomasse! Laut NABU liefert zum Beispiel eine einzige Bananenschale genug Energie, um eine 11-Watt-Lampe etwas über eine halbe Stunde zum Leuchten zu bringen.

Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) unterstützt gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium, Landesumweltministerien, Abfallwirtschaftsverbänden, Handelsketten, Städten, Gemeinden und Landkreisen die bundesweite „Aktion Biotonne Deutschland“.

Weiter zur Seite der „Aktion Biotonne Deutschland“…

Warum wir den Klimawandel fürchten, aber nichts dagegen unternehmen

Warum sich viele Menschen so schwer damit tun, ihr Leben umweltgerechter zu gestalten, liegt am sogenannten Status-quo-Fehler. Gibt es viele Alternativen, behält der Mensch eher die bei, die er schon von Anfang an gewählt hatte. Oder anders: Wenn sich die Frage stellt, was man wegen eines Problems unternehmen sollte, so unternimmt der Mensch am liebsten – überhaupt nichts. Zu groß ist die Angst vor dem, was mögliche Veränderungen mit sich bringen.

Ein psychologischer Erklärungsansatz von Lena Puttfarcken auf SPIEGEL ONLINE…

Einkauftipp: LikeMeat

Der Hersteller LikeMeat bildet eine „neue Fleischkategorie“: das Pflanzenfleisch. Die Produkte sind rein pflanzlich und in Biss & Geschmack wie Fleisch. Es ist protein- und ballaststoffreich, auf Basis von Bio-Soja oder Erbse, low carb und low fat. Für die Herstellung werden natürlich weniger Ressourcen verbraucht als bei vergleichbaren tierischen Produkten. Hauke und ich haben die „Filetstücke Döner-Art aus Bio-Soja“ getestet (vegan, z. B. bei Rewe) und können diese sehr empfehlen!

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Fleischkonzerne schaden dem Klima mehr als die Ölindustrie

Die fünf weltgrößten Fleisch- und Molkereikonzerne sind für mehr Treibhausgasemissionen verantwortlich als die großen Ölkonzerne. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie. Sie schaden dem Klima damit deutlich mehr als bislang angenommen. Berechnungen zufolge müsste der jährliche Fleischkonsum bis 2030 auf 22 Kilo pro Person sinken, um den globalen Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen.

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„Kann Spuren von Milch und Ei enthalten“ – trotzdem vegan?

Viele Produkte im Handel tragen einen Hinweis auf mögliche Spuren. „Kann Spuren von Milch und Ei enthalten“ heißt es dann beispielsweise auf der Verpackung, auch wenn in der Zutatenliste keinerlei Produkte tierischen Ursprungs aufgeführt werden. Diese Kennzeichnung von Allergenspuren dient zur rechtlichen Absicherung – und schließt keinesfalls die Deklaration als vegan aus.

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Ist Soja ungesund?

Kaum ein anderes Lebensmittel in der Welt der veganen Produkte ist so stark umstritten wie die Sojabohne und daraus hergestellte Erzeugnisse. Tofu, Sojamilch, Sojaschnitzel und Co. stehen wegen vermeintlich negativer Auswirkungen auf die Gesundheit in der Kritik. Verschiedene Anti-Soja-Artikel wie „Soja – eine Gefahr für die Menschheit?“ oder „Soja = Sondergiftmüll“ warnen mit dem Hinweis auf wissenschaftliche Untersuchungen vor gesundheitsschädlichen Wirkungen des Sojaverzehrs. Viele dieser „Beweise“ und Warnungen halten einer wissenschaftlichen Überprüfung jedoch nicht stand. So wird von manchen Verfassern einseitig oder nicht ausreichend recherchiert oder Fakten werden widersprüchlich zur Originalquelle dargestellt.

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